s8z? Streu-Gabe! Strich Strich-Zaun Stricken
muß man alle Morgen fein die Streu unter Strich - Zaun, ist eine Art eines Ein-denen Pferde» wegnehmen, und an einen baues in einen« Fluß, i'-b. xvitrockenen Ort legen? so kan man eine Streu womit ein schadhafft geworden Ufer wieder-vielmahl brauchen, ehe sie zu Mist wird, um ergänzet , und vor weiterer Auswa-siehe auch Leipziger Samml. xvi ->. jschung des Wassers verwahret wird. Wo
Streu-Gabel, ist eine hölfterne selbst ge-Ziemlich bey krummen Flüssen das Ufer anWachsens Gabel , womit den Pferden die einigen Orte» von dem gewaltsamen StoßStreu aufgeschüttelt wird. jdes Wassers Schaden leidet, pfleget man
Streu-Stroh, wird das krumme und nach Befinden der Umstände e.n gutesWirr -Sttvh qenennet, so zum Streue» vors Stuck noch vor dem schädlichen Einriß zu
Vieh gebrauchet wird.
Strich/ heisset bey denen Vogel» dieZeit, wenn sie in grossen Schaaren oder ein-zeln und zerstreuet von uns wegziehen, undwieder- Strich, wenn sie wieder aus sol-che Art zu uns kommen. Wenn der Strichund Wieder-Strich einer jede» Art Vögel,
oberst am Ufer anzufangen, und bis gantz indas Wasser heraus nach einer schräge» Linie», b Pfähle einzuschlagen, und diese bis ausden Grund, wie sonst einen Zaun mir Ne-ther-Gerten zu verzäunen, dergestalt, daßvon dem letzten Pfahle im Wasser die Ger-ten etwas weit in das Wasser c reichen, über
worden. ^darhinter fangen, und den Grund unten
Strich/ wird der junge Saame Per Fi-^vielmehr ausspülen könne. Weil aber dassche , insonderheit der Karpssen, genen-!Wasser, so bald dieser neue Strich.Iaun el-net, welcher, wenn er zween Sommer was dürre worden, die Nether-Gerten vonund einen Winter gestanden , aus den dem Pfahl leicht abheben kan / so ist dien-Nerbst des andern Jahres heraus gesischet, lich, daß man zu oberst allezeit den andernund alsdenn zweyjähriger Saame» genennet oder dritten Pfahl mit höltzernen Nägeln ewird. Den Strich soll man seiner Schwäche verwahre, daß sich das Geflochtene »ichthalben, und weil er »och gar zu zart und herab streissen lasse. Der ledige Ranm kweich ist, den ersten Gonimer oder Herbst hergege» wird bey tiefen Wassern mit Dor-mcht fortführen oder fortsetzen; denn er pfle- »en und solchjm Gestrüppe, bey flachem Uferaet solchenfalls gemeiniglich einen Unfall zu aber mit Steck-Weiden ausgestecket, welchebekomme», und zu sterben. Dahero am alsdenn grünen, wachsen, und einen dauer-rathsamsten, man lasse ihn auf seiner erste» hassten Boden zuweze bringen. Wo dasStelle zween Sommer wachsen, so erstrecket^Ufer sehr hoch, und die Wasser auch hocher sich, und kan nachmals viel besser verfuh-isteigen, müssen derer Zäune etliche hinterret, und in die gehörigen Orte zum Erstre-einander angeleget werden, weil ein einigercken qeseket werden. Wenn aber d«e Teiche nicht genugsam der Gewalt des Wassers wi-bald hinter einander seyn, und man den Verstehen ka», und werden alsdenn dieseStrich gerne in die nächsten Teiche habe» übrige etwas gerader gege» den Strom »»-will, darss man ih» nur zugleich mit geleget, weil sie in denselbenlnicht so weit alSdem Wasser hineil! laufen und gemach-der erste hinein zu stehen kommen, siehe»ich gehen lasten, weil er obgedachter^b.xvi 6.Ü. 2. Uibrigens ist wegen der An-Massen kein hartes Tractament erleiden läge eiues Strich-Zauns annoch zu behalten,kan.
Strich-, inzleichen Strick-Nqht, wirddie Kunst genennet, da man mit weissemZwirn in ein Gestrick uehet/ entweder nachalter Art, nach dem so genannte» Dupssmit lauter Vollen und Wiesel, oder nachder neuer» Mode nach dem Riß, der ge-meiniglich aus gestreueten Blumen, schö-nen Schwung und Laubwerck bestehet, wel-che aus Papier entworfene und mit Farbenschattirte Risse unter das in Rahm gespan-riete Gestricke geleget, der Zeichnung nachmit Fäden zu umlegen, ^zu vollen, zuzwiesel» , mit allerley Movlein auszufül-len, und der Schatten mit allerhand vor-theilhafften Stichen anzuzeigen. Mir sol-cher Strich-Naht werden meistentheils dieUiberzüge der Betten , so insgen ein mitHunten Taffent, oder Caron unlyrieget,rxrbramet, wiewohl sich solche Na.,r aua,bey Tisch- Tüchern und Qveien anbringen
daß er ja nicht weder mit dein Ufer, nochmit dem Flusse parallel gehe, sondern mitbeyden einen spitzigen Winckel mache; auchsollen, wo man deren etliche hinter eimnuerzumachen nöthig hat, dieselbe» nicht weitvon einander zu liegen kommen. Diese Ar-beit wird insgemein »ach der Anzabl derereingeschlagenen Pfahle bezahlet, da man voreinen 8 Pfennige bis l Groschen Lohn rech-net.
Strick, siehe Sejl.
Stricken / nennet man das Geschafft, ei^nen Faden, er sey von Wolle, Zwirn,Seide unddergleichen vermittelst langer von verschie>e-ner Stärcke zubereiteter Nadeln, aus Meßmg,Eisen oder Stahl, so man Strick -Nadeln hemset.dergestM künstlich in einander zu seichn^en,daß sich dadurch nach der besten Form Strum-pfe, Hand huh, Mükey, Camesoler, ja gmmeNacht-Habite und Kleidungen heraus brmgciilasse», in elche Sachen vielerle» veränderteModel UN) Figuren zugleich Mit eiozebra^r