-°'!7 Streichen
Ror. /alige». Die Doy.e, weiche sich imHerb«! in fv grosser Anzahl, als die Krähe»sehen lasse»; >m Win.er aoer dermassen ab-nehmen, daß man leichc etliche 'Hundcrc Krä-hen ittl Reisen au? H.chr - ^ rrassen antust?,ehe man nur eine ro»r zwey Dohlen dacun,u.sieht- Die Elster, we.che »n Winter nurjeinzeln gesehen wird, Der Finck, welche.,'«enn es Schnee hat, einzeln an, die Misieieimället, wenn aber kein Schnee lieget, iidenen Bsrholtzer« des Frühlings erwartetDer Geüttil»? , welchen man ebensallo,wenn Schnee ist/ nnr einzeln zu sehen be-kommt. Der Hänfling, dieser lasset sichzwar Nicht einzeln sehen, esmüste denn eiwaiden ersten Tag, da es gsschneyet, geschehen,sondern er ist entweder, wenn der Scdnecvom Felde gehet, in grossen Hauffen bey unsoder er verschwindet, wen» tiefer Schneefällt, auf einmal- Doch sind die Hausse-:,die man im Winter siehet, so groß ma.r, audiejenigen, welche im Herbst nach der Etuch-Jetl sajc gantze Leider bedeclen- Der Häher,welcher gariy e nxeln hernm stieget, und dieEicheln suchet, die er zuvor im Herbst nnte!die 'Kurbeln vergraben. Die Nieise, weicheso Mannt«» als Weiblein i» etwas grössere-' Anzahl als andere hinwegstreichende Vogelsich se!?en lassen, so daß deren vfftma! >ecysbis siebe» beysammen sind. Der Mistier,welcher an etlichen Orten, wo Mistel - Beereauf Tannen, binden-nnd Aepffel-Baume»wachsen, daselbst seine Wohnung ausschlägr,und wo einer einen Baum cnmimmr, keinenseines aleichcns neben sich leidet: wo abe°keine solche Misteln wachse», lasse» sie sicheinzeln nnter denen KrammetS-Vögeln fin-de», und ruft» bey schone» Tage», so bald^im Februario ihrer Cameraden baldige A»-^kunjst mit sinaen, aus. Das Rorhkchiigen,!weiches sich ebenfalls einzeln in denen Scan-jden und Garten, wo die Sonne starck hinscheinet, sehe» lässet, und nahe an dieser hinan fliege:, auch dadurch diejenige, fsje» kenlic» und wissen, wie nian es fange» so!!,gleichsam einladet, ihm ein Quartier in der^Grube zu gebe». Der Specht, weicher zumTheil, sonderlich der Grün-Specht, na-he zu denen Häusern flieget, zum Theil aber,!sonderlich die Hohl - Krähe oder Schwarz-Specht, im Wmrer so wrhl als im Som-mer in riefen Waldern bleibet. Der Stieg-liy, mit welchem es fast gänkUch eine Be-
Streichen
28Z6
get, es sind aber solche Schaaren, (wie inyHäiisiinge» und Stieglitze»), doch nur da-'übergebliebene von denen, so vorher im Herbst 'ob schon in kleineren Schaaren, hi weg ge-strichen. z) In Vögel, die gany und garinnweg streichen. Unter diesen inachet inHerbste den Ansang die Rhein-Schwalbe,welche meistens zwischen Perri Sauii und Jacr.i sick verliere:, wenigstens selten ni?ch deiWitte des Zviii noch gesehen wird. Diese»
-folget der Rjrsch-rogel bald nach, sonder-lich in denen Iahren, in welchen' die Kir-schen zeitig re-ss werden, und bald vergehen.Die Gereuth-Lerche verweilet sich denn auchnicht mehr lang. Deren Strich sich so baldum Iaeodi ansängt, ob sie schon turi; zuvorerst die Brüt deschlieffe»; es ivähtet aber sol-cher Strich sorr bis Barthoi^mäi; und zugleicher ^eit machen sich auf den Weg derGuckguck, nuchdem er wohl vier Wochenilivor'zu schreyen ansgehoret, und unterschied-liche andere kleine Stauden - Vögel, als dasind: Der gemeine Dornreich mit mehrernihm an Färb nnd andern Eigensch sse» nichtungleichen Vögeln, worbey zu gedencke», daßman unter verschiedenen Vögeln, die baldnach einander stieichen, nicht gewiß und ei-gentlich sagen könne, welcher dem ander»vorgehe; denn viele lassen sich zwar an ihremgewöhnlichen Orte nicht mehr sehe» , sindaber doch »och im Lands, und bleiben lan-ger, als andere, welche erst naa? ihnen vonlyrem Stand, den sie in der Brur gehalien,«ich hinweg begeben. Also siehe: man dieNachtigalloffk»ach Banholomäi noch, nach-dem sie schon um Iohznnis ihren Ort ver-lassen; hingegen ist der Storch z» solcherZeit vollkommen hinweg, ob man ihn gleichzu Ende des Inlii, ja wohl noch den achtenund neunten Äugusti aus dem Neste sil-.endgesehen- Diesen folgen die Steinbeisser,Rothschwänylein, Wendehälse, oder Vlar-terwindel und dergleichen Vögel, die sichvon Gewürme nähren. Im September kom-met alsdenn gleichsam der gantze Schwärmder streichenden Vögel, so wohl dererjenjgen,welche nur zum Theil verstreichen, von denenoben bereits Meldung geschehen, als derer-jenigen, so gantz miS gar hinweg gehen. Un-ter diesen machen den Anfang die so genann-ten kleine» Vteuntödter, welche im Oclo-ber meistens schon fort sind. Hingegen derklein schwark --kovfigte Dornreich, oder sogenannte Mönch, hält sich etwas längerauf, und geniesset der zemgen ^ollunder-Beere, womit er wider die Narur seiner an-dern Cameraden, die auch deswegen so langenicht bleiben können, gerne voriieb Nimmt.Diesem folgen die Vachstelyen, und die'Meist - Drosseln; denn verlieren sich allge-mach die Wachteln mit den Heck - Schnar-ren; diese begleiten die Schwalben undHeyde-Lerchen, folgende die Turtel -Tau-ben, wil.de Tauben, Vviedehopsse, unddie kleinenWijperlein, oder Wevden-,'ei-sige. So de.i-i verlie-i!'! sich die Rorh-schwänylein, Gibiize,Moos - und Mald-Schnepsen, Rorn-Lerchen und Staliren,Diesen folgen diejeliigen Vsae!, von denenman sagen kan, daß sie vielmehr zu unsrer,als von uns wegstreichen, weil sie im Som-mer wenig, und an etliche» Orte» aank unsgarnicht, bis erst in dem Winter gesehener-en, als da sind: Der «Zwäcker oder w.'g»
,cr, oer Gimpel, oder NIur-Fincre/ das
Gräßlcin, oder wie es auch sonst Zeuem^'
wir?,