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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2821-2822
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-«21 Sticken Stieglitz .

Sticke»/ Heisset mmdiejenigeArtz!inche»,.alS beiTdei^TW??,^'^^ 5^^

darin-ien man mit Goto, Sliber, Se-.en undinneA schwar^M/'. «.»kder Spixe mitdcraleie>.:en, Laub-S^erck, Blumen, F-gnien.jue-aehct ai>e^^-.. beze.c»»et, dieses

n. ,i. lii. aus das nettc>re erhoben vorzustellenjGes«!,.,, be!> ?"<mniein durch d>'S

..?//."^5»^e>ble,n hingegen bleibt es

:u welchem Ende dasjenige, was mm

pfleget;»» ^....... ..

zu sticke,! verlanget, meist zuvordmc »ach enierguten Zeichnung in Perga>lient oder starckPa-xier geschnitten, und also untergel-'aes wird.

Stick-N'iiry/ siehe.?au»-Rel>en.

Sriessel, siehe Forckel».

Srieff-Mi-tterlem, suche Dre>'falrig-keirs-vlume.

Sticrie, suche Gaebc,

Srieg-iy, Distei-Finck, ist einer von denenschönste» Vögeln, die wir in Deutschland, odervielleicht»! Europa habe». .Der vordere Theildes Kopfs ist recht hoch poiicean-roth, und dieseNöthe gehet uiu den Schnabel herum. Wo dasRotheausdemKvxffaufhöret,gehet ein breiter

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Augen, und gar bis an dieBrun ernrecket,

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doch voll der rothen KeUe «»genehm unter-brochen wird. Das hinters Theil des .Kopfsist ebenfalls Kohl.schwär», und wo dieses aushott, folget ein kleines dunekel-weisses Fieck-leiiiunid darauf fanget eine angenehme zieni-IichhellbrauneFarbc an, und nimmt den gm-enRucken ein, bis nahe an den Schwan!?, da

das gmne Jahr, es müste denn schon etliche^ahr alt sey». Seiner Leibes- Gestalt undTrosse nach ist dieser Boacl einem HÄssünzgleich, wiewohl es »weyeriey Stiealike giebet,davon die kleinere Art cineurHaiifflittg nichtqa»N gleich kommet! auch nicht so schön, alsdie grössere Art von Farben ist. Sein Schna-bel ist ltiiiger als ein Hänfflillgs-SchiiabehauÄvorne» so spikig,jedoch etwas gebogen,daß mansonst bey keinem sich niit Körnern nährendemVogel dergleichen finde» wird. Im übrigenist dieser Vogel sehr knrkbcinigt.ml'o mit einemziemlich kurken Schwang versehen. SeinAufenthalt ist i» Walder» und Garte», in wel-chen lemer» er am liebste» ist, u»d ausser derBrut-Aeit die Gewohnheit hat, mmchen Tag"einen ziemlich weite» Weg den Fraß über Fel-der und rauhes Gebirge, wo viel Disteln wach-jc-jsen,nachz«st?cichen,u»b de»nwiederum semen

Weg zurück und herwärts zu nehmen. Seinrechter Strich geschiehet zwischen Bartholo-mai und Michaelis, u»V der Wicder-Strich imFrühling im Martio, verhalt sich «der nicht vielander», als der Haus - Sperlings - Strich;massen ungeachtet solches Hinwegsireichcns imWinter doch so grosse Schaaren gesehen wer-

busjemqe weisse Flecklein kommt, welches soeben, als man im Herbst gehabt hat. Erbauetviel Voliel mit einander gemein haben. Derlei» Nest meistens mitten auf die hohe Baume,Schwai»! ist Kohl-schwartz, und hat an einer^der auf die Gipffelder niedrigen Bäume,auchjede» Wer vernen an der Hpike ein blaß- weis-Zwohl auf blossen Hopffen-Stangen, und zweystePüiittlein;dieäussernFedern»!»Schwank bis drey Manns hoch, jung gepfropfften Bäu-aber.beyeinigenaufjederSeitenzwo, beyaii-jmen, und pfleget solches auf das äusserste derdem auf jeder Seiten drey, find mit Schnees Aeste hinaus, aber so fest zu setzen, daß es vormissen Spiegeln gezierer. Die Flügel-Fe-!allem Sturm und Ungewitter sicher ist. Aus-dem sind ebenfalls .Kehl-schwär», und theils wendig bauet er meistens mit grauen Baum-derselbenvers

Etrciffeii, . . ... . ^ . .. . ^

komie». An der Kehle/ so bald das um dciilke»de Blume», die wie Federn aussehen, aitEchnabcl gehende Rothe unter derselben aui-^ statt der Welle nimnir, weil sie nicht wenige»börel.smd »e weiß, und fangen sich fo bald un-^lind sind «ls dieselbe. Das Weiblein brütet

iWeidlein ist der reHe Fleck am Kopf wc-!sic"sick mauft». Sie baden sich <m Wasser^^er so schön roth, noch so breit; so isr auch das und tragen ihren Zungen dav Geal? im Kro^ tseWeisse auf denen Seiten nicht so schön hell,!«»/ so daß sich zu verwunder», wie mm mesondern siehet etwas schniukig aus; sonderlichiStieglitze unterdre^incken zehlen, »»!.w es daran zu erkennen, daß die Flieg-Beinlein Fincken »e»ne» mag, da e?M jolche ^igen-'derAchscli, des Mannleins vom Leibe an bis schafft,a»dererz» ge«chweige»,genugsam anzet»Wiws an das Ende des Flügels, mit Kvhl-!get, wieweitdieserBögetvvndemFmcken-Ge-lchawen Zedern bedeckt sind, dahingegen das.schlecht unterschieden sey. Ihre Speise ist m^eiblein vordem Leibe an, bis über die Heisste.der Freyheit der Saame von Disteln, sone eriiü)

«lugel-Beinlcin nur braune Federn hat. von den rothen, ingleichen von Kletten, MoM,ferner ^ist zwar in deni Winter der Schnee-l.vanff, Salat,Hirsen und andern solchen Ge-^»c ^chnasel, so wohl bey d»m Männlein^wächsen,deren Saainen auf Stengeln stehet.

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