Druckschrift 
2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2817-2818
Einzelbild herunterladen
 

,517 Stern-Blumen Stern-Kraut

?^itenMrbar; denn diejenigen, so von un.mmweit entferuet stehen, sehen wir

en

Ste rn-Kraut Steuer -8-8

in Gatten gehalten, nndWinters-Zeit beyge-setzet werden. Dieses muß man jahrlich, wennes verblühet ,>a,, bis auf den Boden weg-schneiden, weil es aber endlich zu einer grossenStaude zu werden pflegt, muß man es etwa»an einen Ort setzen, da es nicht irret. DerPnrpur-farbne Theil der Blumen im Wassergetrnncken, soll ein gutes Mittel wider boseHalle leyn. In den Gärten k-itmandas ge.meine, und das grosse blaue Steun-Rraut,unter den Winter-Gewächsen, und das gelbeunter den Sommer-Gewächsen.

Srcrn-Rraut, wird auch das Vvolsssbeer«oder Paris-Sraut genennet,wovon am leftrenOrt ein mehrers.

Stern-Leber-Rraut, Heryens-Freude,Waldmeister, ist ein Kraut, das auf Bergenund in Waidern an schattigten Orten wächst,hat eine zarte, knotigte und faserige Wurne!,viereckige glatte Stengel, an deren Gleichengrüne gestirnte haarige Blätter Kernn,an derSpiken aber auf zarten Stielen weiss'wohlriechende Blumen im N«y Und Juni»kommen, woraus ein kleiner un. ru-.cei Saa«men folget. Es ist ein derLeber und dem «er-zen wohl bekommendes Krauttein, welches mVerstopssuNgen der Leber, Gelbsucht, KrakeUnd Beschwerunzen der Blase, auch in Wund-Trancken gebraucht wird. Aeusserlich dienetes für hitzige Geschwulst, auf Beulen undSchwäre« gelegt, zeitiget es dieselben/ undstillet, um die Stirn gebunden, das HauptwehIm Frühjahr kan es unter die Blut-reinigendeWeine oder Trancke frisch mitgenommen wer-den. Das davon destillirte Wasser kühlet dieinnerliche Hitze, reiniget die Nieren, und füh-ret den Gries ab.

Stern-Rad/ siehe Stirn-Rad.Stern-Scabioje, suche Scabiöje.Stern-Stein, suche SSnnen-Stein.Stery-Seuche, ist eine Kranckheit desRind-Viehes, da es nicht fressen noch zuueh«men will, und der Schwank den Ochsen UndStern Äistel wearvalle Wall-Dittel Kühen welck oder weich WM, daß man ihn mit

helffen, schneide rn den Schwang qver über et«wan einen halben Zoll tief,(den»i das Vieh füh-let es nicht, und ist ihnen der Schwank, als obet todt wäre), lege in die Wunde neUn Gersten-Körner, binde es niit einem rothen Gewand»Lappen oder rother Seide zu, und schneide esnach neun Tagen wieder los. Wenn die Ochsenoder Kühe diese Kranckheit lange haben, ohnedaß ihnen geholffen wird, so schlägt es ihnenindieBeine, werden schlckgebäuchig, und deeLeib fallt ihnen in den Seiten gar sehr ein.Mon eonf. O. Textors in 4/ von denettVieh-Seuchen zu Durlach gedruckt.

Steuer« Die Fürsten und Landes-Herreithatten ehemahls zu denen, wegen ihres Furstl.Standes, und wegen der Wohlfahrt und Si-cherheit des Landes nöthigen Ausgaben nachder alten Staats-Verfassung angewieseneCamnier-Gürer und Rcvemim des Iisci. W«k>> n iein

5rerErde allzuweit entfepiet stehen, sehen nentweder gar nicht,oder doch mit gar schwach»chic, m'd auch nicht zu allen Aeittn. ^»nze«tem -Bilder gehen wegen der Schräge desvi-m -cri der Erde, und der Polus-Hohe bey7 uns niemals unter, nemlich die deni Y'kord-Polnahe stehen; die meisten gehen uns auf und un-ter- andere aber gehen uns niemals auf, wel-»es die sind, so n«he um den Suder-Pol sich' beilnden Aus derer Sterne Schein hat mannachgesekte Muthmassunqen der daraus fol-' aeiiven Witterung wahrgenommen : Nach-dem die Gluckhenne oder das Sieben-Gestirnbell oder dutickel aufgehet, so folget im ersten?all gutes Wetter, andern Falls aber entstehetWind oder Regen: wenn die Sterne bey ihremkellen Glaniz jahling dunckel und stnster wer-den; so kommt bald ein grösserWind Und Un-qemtter; dergleichen auch, wen» sie scheinen,sich geschwinde fortzuwalken, so bringen sieWind, und wenn sie sehr funckeli.d leuchten,bedeutet«, nachdem die Jahrs-Zeit, Wind,klare!ufft und scharffe Kälte. So die Sternesich vielfältig aii einem Orte schneutzen, dasist, in missen lichten Strahlen herab zuschlös-sen scheinen, folgt aus dieser Gegend gemeinig-lich Wind, geschiehet es aber nur wenig hinmd wieder, bemercket es feuchte Lufft und Re-gen; schwarke Hose um die Sterne zielen aufiZiegen, röthliche und iveisse Zirckel hergegen«erkündigen schön Wetter.

Stern-Anis, siehe Badian.Stern-Dlumen, Gias-BIümlein, sindMyerley, etliche blühen ganft Schnee-weiß,mit Gtern-förmigen herumgefttzten Blumen,die sich nahe be? der Erden an laugen Stengelnhin und wieder ausbreiten, etliche aber be-kommen einen ährichten und wässerigen nichtPr hohen Stengel, mit Glas- oder Wasser-Wbeiien Stern-Blünilein, welche aussen ei-nen grünen Strich haben, Und zwar schönWehen, aber nicht lange währen. DieseBlumen-Gewächse bedürffen keiner sonderba-ren Wartung.

Stern-Dist.., —^

eine Art Distel, derenBlätter seht weich, ge^Mniglich eines Fusses laug, und tief ausge^lMitten lind. An den Spitzen feiner Stengelw Zweige kommen Köpffe, welche mit schars->sn ^-tncheln rund herum wie ein Stern be-!!. "M sind, und Purpur-sarb blühen. Sie«achset an ungebameNOrten sowohl, als inM-zeldern, wird aber auch zuweilen in den«men von dem Saamen gezogen, oder durch! serreissung der Wurtzel vermehret. Der

«in^"5?^".S^»cht und getruncken, ist einsnies Mittel wider den Stein..

«tern-Hausen, suche Hausen,ein » oder Schart«»-Rraut, ist

Elches Ferne in ungebauten undMdigten Feldern wachst, hat längliche haarigeM rauhen und bittern Geschmacks,

Blumen, welche inwendigNkan^"' be/um Purvur-blau sind.