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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2815-2816
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-Zi; Stell-Gräbl ei» Steppe»

vor einem Vogel ans ein halb Jahr lang genug-sam Futter.

Gtein-Saly, siehe Saly.

Stein-Scheffel, suche Scheffel.

Stein-Schule, siehe Banm-Schnle.

Stein-Vvein, suche Wein.

Stein -Wuryei, siehe Engelsüß.

Stein-Zünglein, suche Gatter-Zünglein

Stell-ZZottich, siehe -Bottich.

Stell-Flügel, suche Flügel.

Stell-Sräblei», ist ein in den Erdboden ge-grabener Raum, worein die Srell-Stäbe beyeineni Vogel-Herd geleget werden.

Stellion, ist eine Art von Eyderen, welchemid gläntzende» und schwachen Puckeln, wieSternchen,versehen, »ehren sich von Spinnen,ihre abgelegte Haur wird vor ein ^ecincumgegen die schwere Noth gehalte».

Stetl-Höltzer, siehe Gestelle.Stell-Pflock, ein Schuh-langer Stock, der

welche man vorher» dick mit Haare» oder Wol-le unterlegte, und fodenn mancherlei, Blumenund Figuren vermittelst der Stepp-Stichedarein brachte.

Stephans-Rörner, suche Läuft-Rraut.

Srcrbe-Gras, ist eine gewisse Art Grases,so dem Calmus nicht gar ungleich, mit etwasklebrigen, qlankenven, und dergestalt scharffenBlättern, daß man sich gar leicht damit ver-wunden kau. DasVieh^ welches von diesemGrase srisset, fallet bisweilen um. Es pflegetsolches ordentlicher Weise zu geschehen, wennnach geendigtem Regen, oder auch früh imThau, das Vieh dieses Kraut frißt, weil untenin dem Halm oder Stengel dieses Grases eingifftiger Wurm steckt, der dem Rindvieh, wenner liiir gefressen wird, den Tod zuweae bringet.Bey trockene^ Wetter schadet dieses Krautdem Vieh nicht, weil der Wurm sichalsdennindie Wurkel begiebet. Ein Hülsss-Mittel solllnerwider seyn.

^wenn man auf eine erkranckteKuhe ein Gebündel Schwefel-Lichter nimmt,

-btthalb1>em Stel^K7b'stehet ubefestiget.

hält, das: der Schwefel-Dampf ihr davon stankin den Leib gehet, alsdenn fanget das Vieh dar-auf an zu husten, nachgehends so schlagt oderpeitscht mans, so schwitzt es über den gankenLeib, und wird gesund. Eben dergleichenWirckung sott auch thun, wenn man ihm einpaar Löffel voll Saltz starck in dieNase reibt.Kommt man ihm aber mit diesen MittelnStelne, Heisset man diejenige lange hol- '«A Ad zu Hülfe, so erepiret es in ein paarrne Stange, welche von der Natur oden^"

Sterben unterm Vieh, siehe Vieh-Ster-ben.

Sreü-Stab,ist ein Stock, der ein aenchtetesGarn leitet oder führet, wenn die Vögel mitder Wand sollen gefangen werden.

Stell-Stangen, suche Forckeln.

Stell-Weg, ist eben so viel als ein Flügel.Siehe Flügel.

St

zerne . ^durch dieHand-Arbeit alio zubereitet worden,daß von unten gerechnet zwey und mehr Schuhhoch, ein hervorragender Anja»oderZwiffel,oben aber in ohngefehrer Mannes-Höhe vondiesen unteren wiederum dergleichen befind-lich, um mit den Handen oder Armen, wennman auföcn uncerstcn Tritt gestiegen, sich da-selbst anzuhalten , und die Sk«nge regierenzu können. Man gebraucht solcher Stan-gen zwey von gleicher Grosse und Mtheilung,und bedienet sich dererselben allermeist durcheinen nicht gar zu tieffen Fluß gantz trockenzu gehen, oder auch bey kothigem Wege durchdick und dünne mit reinlichen Schuhen hin-durch zu kommen, wie denn selbiger bis die-sen Tag die Leute in Crain in solchem Fallesich wohl zu Nutz zu machen wissen.

Stendel-Wurtz, suche Rnaben-Rraut.

Stengel-Erbsen, siehe Erbsen.

Steppen, nennet man in derNahtereydieArbeit, danach Abzehlung zweyer oder dreyerFäden durch an einander Hangende Stiche, soeben Stepp Sticke heissen,geradeLu!ie»,odcrBlumen und Gänge genehet werden. Bey de-nen Decken über Faul-Betten, Röcken unddergleichen werden offt die Blumen und Fi-guren ausgeschnitten, und hernach mit aller-hand bunten Tassent wieder ausgefüllet, alsogesteppet. Auch waren vvr diesem die soge-mnittm Ttepp-RsÄe sehr gebräuchlich, als

Sterblittge, heissen bey einer Schäferey dieumgefallenen und gestorbenen Stücken, derenAbgang der Schäfer bey der Schaaf-Rechnmigmit den Fellen zu berechnen hat.

Stercke, suche Stärcke.

Stern, Heisset am Obst, und sonderlich anAepsselu und Birnen die dürre Blüte, welchebey denselben allezeit sichtbar bleibet, und inder Vorbereitung von den Köchen, ehe sie ansFeuer gese^et und zugerichtet werde», ausge-ichnitten wird.

Stern, ist ein entweder durch sein eigenesLicht, oder vermittelst derReflerio» derSon-mn-Strahlen, und also einem fremden Lich-te leuchtender Cörper, derer unzehlige amHimmel zu finden. Man theilet fie inIrr-Sterne -und Fix-Sterne. Von bey-den , und sonderlich den ersten, ist bereitsunter dem Worte planere ausführlich <>e-haudelt worden. Die lekten halt manvor lauter Sounen, weil sie ihr eigenesLicht habe», und sind vo» de» Stern-Kundiger» in gewisse Bilder u»d Figurengebracht, damit man die ohngefehre Zamso wohl, als auch de» Ort dererselben den»leichter bemercken, und die sichtbaren um loviel eher finden könne. Es sind aber »ia)talle Sterne an alle» Orte» und zu allen

Zeiten