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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2449-2450
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.m'et'die schwartn und befestiget d.e wact- den ^crupel,k-nveii Zabne. Das daraus gebrannre Wa>-s-r zettbeilct die kalten Flüsse, und lnM wi-der die Lähmung; m die Augen zetrauffeltKarcket es das Gesicht. Mit ^«r.ru v.m ab-»cioae» renreidet es das Pod-igra, iia-ckeldie Nieren, uiid erhalt das Gesicht innerlichund'ckusserlich gebraucht. Derdie-net wider die Lähmungen vom Schlag/ worzuauch die Esssii» gut ist. Die Con,erve ödesRoßmarin-Zucker dienet wider alle kalte Ge-breche» deS Haupts und Magens / vertreibe!den Schwindel und bewahret für den Schlag.

DaS Oel äusserlich aufgestricheu, dienet wi-der den Schwindel, Zittern und Lahme derGlieder! Innerlich gebrauchet, treibt es denSchweiß, vertreibet den Schwindel und dirSchlafsucht. Der Balsam ist wider Schwin-del, Schnupffen und Schlag, dose Lufft undM, wenn er in die Nasen-Löcher, ausdie Schläfe und das Genick gestrichen wird.Der Roßmarin-Honig wird in die Clystierewider das Bauch-Grimmen gebraucht. DaeSa>k mit seinem Oel vermischt, einen kalbenScrupel in Wein genommen, vertreibet denSchwindel; täglich zwey oder drey mal etlicheTage »ach einander genommen, führet dieWassersucht ans. Roßmarin - Blüthen ineine Phiole gethan, und vierrig 5age inPferde - Mist gegraben, ziebr ein kostiicheeOel. Von den Spitzen derRoßm-m'n-Iweigeund der Blüthe wird das bekannte Ungari-sche Wasser, oder ^a>> tle !a lic'me ile i iunxricabgezogen.

Asß- !Mst, siehe Nüft.

Zioß-NUchle, suche Müdle.

Roß-Münye, siehe MiiUye

, heisset vornehmlich das schöneKraut, a»f Deutsch Sonnen-Thau, wel-ches runde und läuglichte Blatter in Gestalt

An,bra, Bisain, ^edee dreyGi^an, Rosen - Wasser, Braittewem und Ali-cker, jedes ein Pfund. Di-s--> ve: mischetman nach der Kunst, und siltriret es zumGebrauch. Einen andern amen Uo» ioü« zumachen, nehme man Züumet ein Loth,Wuci> - Neicken und Anis , iedes ein Qvent-leiii, ierfchneide es und binde es zusammenin ein sauberes Tüchlein nehm sc-denn einPfund Zucker, giesse ein Nvssel frisch Brun-nen - oder Ro«en - Wasser und ein MaaßWein-Heftn- Brantewem darauf, lasse eswohl vermacht über Nacht stehen, nachge-heuds durch ein Lösch-Papier gehen, und ver-wahre es nachgehends in Bomeillen. Mankanailch das Gewärk in Bramewein weichen,hernach dett Jucker mit dem Wasser über ei-nem glnenden Sohl - Feuer -ergehe» lassen,mit dein Brantewein vermischen, es aledennsilttiren und zum Gebrauch verwahren. Die-ser Kv- ld>i5 e-wärmet und stärcker den Ma-xell. ^!um Ponicrantze» - »oiis nimmtman funss und zwantzig süsse Pomeranyen,löset die Schalen davon, schneidet sie läng-

. . wohlvermacht stehen, destilliret es hernach in ei-nem gläsernen Brenn-Zeuge; ingleichen weildie Schalen im Braniewein weichen, lösetman das süsseste von den Pon!eran!»en seinsauber ab, und thut die Kerne und Hantleindavon, und prest es durch ein Tuch gar wohlaus. Siedet alsdenn ein Pfund Zucke» dar-auf ein Nessel frisch Brunnen-Wasser aegos-sen geivesen, bis er sich wie ein Faden spinnt,aiesset den ausgedruckten Pomeranl-en-Sasslhinein, sieder es wieder, bis sichs spinnt, hebetdiesen Saffr aus, bis der Branreweiii von denPomerani'en abgezogen, vermischet es sodenn

cmer Sonne zusammen gesetzec hat, und .an>I'ehörig unter einander, und füllet es ansDomen - reici>e,!> sandiaen nnd mai?>-nia>'i! yi^nfciip»

>, «»»Mi - reichen, sandigen und wässerigenxi Orten unter Moos auf den Wiesen wachset,daher» ie heisser die Sonne scheinet, ie-! :i! mehr diejes Kraut sich befeuchtet, und vieleW -U'övfflem in der grosten Hiye an sich han--Ä hat. Man sinder auch dieses Kraut hin'Z? und wieder in Deutschland, und wirddaraus ein krassliges Lebens - Wasser abge-Mn, welches die Tugend hax, daß eew die EngbrüiMeit, Stein, Pest und^ »chwere Noth, äusserlich aber vor das Zadn-iy und llnsinnigkelt hilft. Heut zu Tagehergegeil wird ein jeder köstlicher, von Zim-met, Citronen, Pomerantzen, Psersich - Rer-neu, und anderen krässrigen Dingen abgezo-geuer und mil Zucker und Aml'-ra ange-machter Brankewein oder Äquavit also ge-iiennek, dergleichen hin und wieder in Avo-Maen zubereitet, insenderheir aber hau-io°°>i denen ^taliänern und Savoyarden- wird, als welche ihr Tunner l'iv!

kur das beste unter dergleichen liquori.

aber solches«.,v g

»!: Man nimml Zinimet-Oel)und Rosen-H°!tz. Oel, icdcs eu'.en Yal-

Bsuteillen

Roß-Pappel, siehe Pestileny-Rraut.

Roß-Poley, ist ein Kraut, das bald aus-siehet wie Andorn. Er tieiber einen HausenStengel aus ein paar Schuh hoch, die sinddick und viereckigt, knotige und rauh, alswie Sammet, weif und inwendia voller Kern.Die Blätter stehen gegen einander über anden Knoten der Stengel, sehen wie die andem Andorn, sind aber langer, weisser undrauher, am Rande zackig!, und haben eine»lieblichen Geruch. Die Blüthen stehen umden Slengel rund herum, wie eine Aehre;zwischen den Blarrcrn auf den Spiken findsie rauh und Purpur - farbig, bisweilen auchweiß. Eine i^> e »ehet wie ein Röhrlein, dasoben in zwo Leffzen zerspalten ist. Wenn dieWüthe gefallen, folgen chr vier Saamen-Körner, die ziemlich rmw' und schwärzlich!sind, und in einer Hälse stecken, welche derHMmen-Kelch aewesen. Die Wurzel ist hartund holtzi«, zaseri's und gelb. Das gani>e Ge-wächs giebt einen siarcken Geruch von sich;wachset au bergigem rauhen und wilden On e.iMtzel un Soma:et »nd führet visl Saltz und> ^ ' z kraff-