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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2451-2452
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-451 Rsst

kräftiges Oel bey sich, hat sonsten eine starck-treibende Krasst.

Roß-Schrvany, siehe Rannen-Rraut.

RoßsTäuscher, suche Roß-Ramm.

Rost, ist eine angehende Verderbniß desEisens/ so dasselbe nach und nach zerfrißt,und eine äusserlich,' Feuchtigkeit zur Ursachehat. Eisen, sonderlich Gewehr für dem Rostjubewahren, wird es gemeiniglich mit Baum-Oel eingeschmieret: Weil aber dieses nochetwas wässeriges an sich hat, und die verlang-te Wirckung nicht allezeit thut/ kan es verbes-sert werden, wenn man zerlassen Bley Etli-che mal darinnen abkühlet, hernach ein Glü-cke Bley darinnen liegen löst, und es al>obrauchet. Oder man nehme Baum - Oel, rei-be es in einem bieyernen Mörsel, bis es warmwerde, thue dazu Bleyweiß / und reibe es solange, bis es davon jchwark werde, mache esmit Klauen -oder Hüner- Herr zu einer Sal-be, und schmiere das Gewehr damit. Mitungesalzenem Speck von einem Mutter-Schweine das L>se'! alle Monate eingeschmie-ret, bewahret e? für allem Rost. Oder manreibet Bley-Glätte m klarem Baum-Ocleaufei.em Steine zum zartesten, thut leidigein eine dünne durchscheinende Linden-holtzer-ne Büchse, hängt sie an die Sonne/ oder sonstan die Wärme so lange, Ins ein reines undsüsses Oel durchginge!, welches man in einuntergesetztes Besässe auffangen, und damitalle Stabl-und Eisen-Arbeit vor dem Rost be-wahren kan- Die gezogenen Röhre können,wenn sie in langer Zeit nicht gebraucht wer-den sollen, mit reinem, sonderlich Hammel-Inselt»oll gegossen werden. Rost aus dem Ei-sen zn bringen, nimm weisser Kieselsteine vierPfund, Weinstein undAlaun jedes zwey Loth,stoß alles zn seinem Pulver, bestreiche das Ei-sen mit Baum-Oel, und reibe es mit obigemPulver. Oder nimm Ziegel-Mehl vier Lotb,Tripel zwey Loth, Stahl-Feile ein Loch, mi-sche und reibe es woh! durch einander, undfcheure das Eisen damit- Weinstein - Oelnimmt den Rost alsobald weg, und giebtdemEisen einen schonen Glaiitz.

Rost, ist auch ein viereckigtes eisernes Gat-ter auf vier Füssen stehend, und mic einemlangen Stiel versehen , woraus man Lerchen,Picklinge, Lamms-Kopffgen, Würste, Brot,Semmel und anders Sachen zu braten oderzu rösten, das ist braun über dem Kohlseueranlaussen zu lassen pfleget.

Rost, heisser ein Heerd in einem Darr-Brau -oder andern Ofen, welcher unten lw!,l,eben aber dergestalt mic schmalen Oeffnungenoder eiftrnen Gittern versehen, daß dadurchdie aus den Kohlen gebrannte Asche hinunterfallen könne, und die annoch glimmende Koh-len nicht ersticken, sondern vielmehr durch diemittelst gedachter Ritze von unten hinauswehende Lufft immer angeblasen und im Feuererkalten mögen. Es wird aber auch ein vonEisen semachtes Gestelle, worauf man das Holtzin denenSniden-Oefcii sein rathsam leget, soKeneunst.

Rost Reth« Rüben -452

Roft, wird bey dem Ban-Wesen auch derhöltzerne Grund genennet, den man aus ver-schiedenen creutzweis geschrenckten in einan-der verbundenen , und mit guten höltzerne»Nageln befestigten ! Schwellen zu zimmernrflegt, und entweder bey leimichten Grundenur so bloß auf dergleichen Böden, iedochWaag-recht leget, oder bey sumpff-misti-gen luckern Grunde aus die in gewisser Wei-te eingestossene Grund-Pfahle zapffet, undebenfalls also verwahret, daß man gesichert,es werde die darauf zu liegen kommende Lastfest und dauerhaffr sich gründen können. WiediePsähle zu einem Rost zu schlagen, wie die-ser auf ein und den andern Fall einzurichten,davon kau Leupold in seinemclrorecknicarum S.222öc Nachgelesen wer-den.

Roch-Auge, ist ein Fluß-Fisch, so unter dieWeißfische gezehlec wird, und derPlskein al-lem gleich kommt, ausser daß sie nicht so Sil-berweiß ist, sondern durch die Schuppen einemerck'iche Röthe spielet.

Roth-Birckc, siehe Bircke.

Roth-Buchc oder Trage-Buche, sucheBlichbaum.

Roth - Drossel, siebe Drossel.

Rothe Brühe, heist in der Küche eineBrühe, so von brauner Butter mit Wein-Eßig und geschnittener Petersilie acmachtwird. Ist eine gute Brühe über Fische zugiessen.

Rothe Eiche, siehe Eiche.

Rorher Baldrian, suche Baldrian.

Rother Rorn-Mahn, siehe Rlapper-Ro-sen.

Rothe Rüben, oder auch Bciß-Rüben,und um Basel herum Rohnen genannt, sindei i bekanntes Garten-Gewächse, dessen Wur-zel groß, starck und Blut - roth ist, wiewohles auch eine Gattung giebt, ss man für dasW.'?blein hätt, die g'Nk bleich- roch ausste-het- Sie erfordern ein gutes tieff- umgegra-benes Garten-Erdreich, darein macht man imFrühling einer qveren Hand von einanderLöchlein, und steckt den Saamen hinein. Siewerden, wenn das Krant etwa sechs oder achtBlatter hat, versetzet, wo aber solchesnicht geschiehet, werden sie niehrentheilSzweyzixflig. Man last um die Wurzel oben-her die Erden ein wenig ausgehöhlt, daßdie Feuchtigkeit desto besser sich einziehenmöge; was zum Saamen, worüi mandie schönsten »nd röthesten behält, imFrühling ausqeieyet wird, muß man anStäbe anbinden, damit, wenn sie anfan-gen aufzuschiessen, der Win.'! den Saamenmit der starcken hin und wieder wallendenBewegung nicht' ausschlage; im Herbstwerden sie in die Keller gebracht, und imSand dicht zusammen Reihenweise mit Sanduntermenget, doch nickt aantz bedeckt, auchzum Gebranch also der Ordnung nach, ,ge«nommen. Sie werden inFäßlein oder ToMScheibenweise geschnitten mi'. Wein oderZßlzund kleinen geschnittenen Meerrettig einge-macht