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O>vart, beissct an einigen Orte» ein Maaßflüßiger Dinge, welches bey nahe so groß ist, alseine kleine Kanne. Vier Qvart machen eissGtübichen, deren sechzehen, oder an gewissenOrten zwanzig, einen Eimer machen.
O,varra!/ ist eins Zeit von drey Monaten,»der dreyzeyen Wochen, welche sonderlich beyMiethen, und Zahlung der Zinse, Lieo-Loh-ne, Besoldungen und aiiderer, ingleichen dererHcrren-Gefäile und bey der Erhebuna dererBesoldungen beobachtet wird. Einiger Ortensind die Ziele der Qvanale, Lichtmeß, Wal-Purgis, Laurentii und Allerheiligen; anders-wo fallen sie aufOstern, Johannis Michaelisund Weihnachren; wieder anderer Orten aufdie Qvatember Reminiscere, Trinitatis, Cru-eis und Lueiä. Denn das bedeutet ebenfalls einsolches Theü des Jahres. Ja selbst das Gelo,so auf diese Zeit entrichtet wird, heißt QuartalvderQvartal-Geld z .E. bey denen Handwer-kern. Und weil in Steuern, welche einer aufein Schock, z. E. semer Einkünffte ehemahls inSachsen in einem Jahre zu geben angelegetw'M'e, die ganke Abgabe auf 4 mahl i" die-sen Qvatembern abgetragen werden muste, sohieß ein solcher Theil ebenfalls Qvatember,Qvatember -Steuer, Qvatember-Geld. Unddie Summe, so auf einen Qvatember »ach demSreuer.Anschlag im ganken Lande solcherge-stalt einkommt, heißt ein Qvatember. Da-her wenn man von dem Willigen und Aus-schreiben der Qvateinber-Stcuer redet, undspricht; So und so viel Qvatember sind diesesJahr zu entrichten,so verstehet man dieseSum-me z.E. 25-zooMsi. einen Qvatember im gan-zen Lande, und sagt also, es sind 6,8,10, i;,-0 Qvatember das Jahr, oder diese Summeist so vielniahl zu entrichten, welche denn zuganzen und halben Qvatember» hernach znbezahle» rerartiret und nach dem Qvatember-Steuer-Fuß iedem abzutragen auferleget, undausgeschrieben wird. Und das alles heißtQvatember, oderQvatember-Steuer. Gleich-wie die Pfennig-Steuer von der airen Anlagenach dem gemeinen Pfennig ihren Nahmenhat, und eine einzige Pfennig-Steuer 15000fl. im Lande macht. Ist nun eine Summedurch die Steuer und zwar durch die Pfen-nig-Steuer aufzubringen/ so ecfoigen darausii-i Zahre so sie! Pfennig-Steuern v-.>er»;<x>oMfl., als zur Summe erfordert werden, dadenn auf die Monate in ganzen und halbenPfennig-Steuern soviel abgetragen und nachdenen Schocken auf die einzelnen Leute re-parriret wird. Es ist diese Art der Steuerneinzubringen sehr begvem. Denn 1) darf derSteuer-Aiischlag nicht immer verändert wer-den, und man ka» doch, nachdem es nöthig,u -hr Sreuer aus den, Lande ziehen, sondernein jeder, dem manhiernächst -) saget, so undst' siel l,oder 1 halben Pfennig- oder Qva-teniber -Steuer ist in dem oder jenem Monatzu er!e:-n, der weiß so fort,. wie viel er nachfeiner Anlage von seinen Gütern oder seinerNahrung vermöge seines bisherigen Anschlagsim an Psemiigen, Groschen, Rthlr.
Quartier Q vusten -z i-
darzu geben müsse; um seine Qvotam zu ei-ner ganken, halben u, s. f. Pfennig-oder Qva-tember-Steuer zu entrichten. Darnach kön-nen sich die Einnehmer und Abgeber allezeitei» - vor allemahl richten. Diese Nachrichthat man Venen Land-Wirten zu gute allhierkuiklich gebe» wollen. Mehr suche man i«Art^ Steuer.
O.varriev oder (Nvartiergen/ Heisset dervierte Theil von einem Nosel, oder der achtevon einer Maaß oder Kanne.
«Qvartier, heissen die Gärtner eine Abthei-lung in den Deutschen Lust-Stücken oderParterre», welche von ihne» mit schöne» Blu-men und Kränter-We.ck besetzet, mit Buchs-Banm, Salben und dergleichen eingefasset,und nach einer angenehmen regulären Figurgezogen wird; weil oeren gemeiniglich ve> schie-uene beysamnzen liegen, werden diese mitschmalen Gängen von einander abgesondert/damit man auf solchen allezeit begvem Hand-thieren könne. Gvartiev heißt auch denenSoldaten Wohnung geben. Daher bestän-dige und Durchmarsch - Quartiere kommen.Ja Qvartier-geben heißt auch im Krieae,einem überwundenen Soldaten das Lebenlassen.
iQv.'.s/ ist ein Geträncke in Rußland, sowohl aemenicr a !S vornehmer Leute, undzweyerley: Nehmlich der weisse und der ro-rhe oder vielmehr braune. Der erste wirdvon Roggen-Mehl oder altem Brote, daraufheiß Wasser gegossen wird, auch ecwas stehenbleuet, bis es die Äraffr des Mehles an sich ge-zoaen hat, nachdem es zuweilen umgerühretworden, gemacht. Denn daraus w>rd einsäuerlicher und kühle»' er Tranck. Zum brau-nen Qvas nimmt man gemahlen Mall», undverfähret eben so. Er ist eben so gut, so lau-ge er frisch und nicht sauer wird. Der Herrvon Havern bat ihn in seiner Reise-Beschrei-bung nach Rußland erst neulich ?.-^be-schrieben.
Gvasten/ nennet man die Zierathen, welchevon Gold, Silber, Seiden/. Camel-Haaren»Zwirn u. s. f. gleichsam zusamen gerollte Fran-zen sind, oderansallerhand Art über länglicht-rund gedrehete holkerne Kuöpffe gewunden,zeknüxsst, aeschlungcn und sonst von uuter-jchi'dener Arbe.t ziisaiüne» geseket worden,wie solches der Gebrauch und d.e Umstände er-fordern,worzu man sich nemlich dererselben be-dienen will. Anderer Art find demnach dieQvasten, welche das Frauenzimmcr in ihre se-cher, oder die Manns Personen in ihre Stäbeund Degen zn schlunen pflegen; anders sindhinwiederum beschaffe» die, so man an dieVett-Zöpffe aebraucht, um sich an selbigenanzuhalt« !,un ', begvem im Bette aufzuheben:noch anderer Alt jmd die, welche man an ge-flochtenen runden Schnuren bey Vorhängenherab hangen Iä^et,um diese vermittelst solcherLeinen auf- und zuziehen zu können. Derglei-chen werden gemeiniglich von weissen Iwim,Camek härenen Garn n. s. f. entweder >chlechtoder von Knvtlein zusanimenzesetzt, und mir