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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2305-2306
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Pulver Pumpe

Pult-Dacl», siebe Dach.

Pulver Schieß Pulver, ist eine ^nmpos,-,!an von S^iwesel, Kohlen und Salpeter, sozu seinem bekannten Gebrauch in der Pulver-Mühle bereitet wird. Der Schwefel, so vonNatur aerne brennet, muß sich entzünden, unddie Abfeurung des Salpeters befördern, wel-cher svdenn einen weiten Raum suchet, und denKnall verursachet, die Kohlen aber, weiche vonErlen-Linden-Weiden-Schießbeeren- und der-gleichen leichten Howe seyn müssen, verbindenden Schweftlund Salpeter zusammen, sangenzdie Feuer-Funcken den Schwefel anzuzünden,und erhalten mit ihren, fixen Cörper die Flamedesto liinzer bey einander. Schwefel und Koh-len werden erstlich gesioffen, und in einem dazugehörigen Zober wohl unter einander vermi-schet, hernach der Salperer, welcher zuvor ge-lmnert senn niuß, mit etwas reiner ^alpeter-kauge darüber zeqvssen, mit der hölkernenRähr-Schauffel wokl gearbeitet, und untereinander gerühret, folglich unter die Srain-pfen gebracht, und wenn der Zeug aenug gestos-

Punipernickel

zzoS

lochertenBlech versehen worden, daß dadurch

steiaen kan, bis es mit den, äussern in gleicherHohe,und hierauf der Kolben ^ mit berPvmp-stange in der Rohre vermittelst emes Schwen-gels in dieHohe gezogen wird, so fti,liesset sichdes Kolbens Ventil >'.und nimmt dos üö-r M»stehende Wasjer mit sich,machet aber unter ihmund zwischen den- Ventil o einen leeren Raumoder v-cuum, welchen das äussere höher stei en-de Wasser wegen seiner Schwere «lsobald mitAusstoßung des Ventils wieder erfüllet. Sobald aber der Kolben aufs neue wieder gedrü-cket wird, schliesset sich das untere Ventil ound das obere in dein Kolben öffnet ficy, wennnun das Wasser durch deraleicken wiederhol-te Bewegung über den Kolben bis an denSchlauch <Z gchoden worden, muß es sich da-selbst alsdenn ausgiesscn, und dies heisset einpumpwerck oder Saugwerck. Bey demDrnckwerck/ix.z, hergegen ist die Sacke also

se», solcher in dem Kirn- oder vielmehr Korn-jbeschaffen: Es wird unten ins Wasser aus einenHaus,durch verschiedene Kim- oder Körn-Sie- j fest gemachten Stock, oder besonders darzu ein-be, nach der Grösse so die Korner haben sollen,jgerichtet Gerüste ein metallener Stieffel ^ LLgetrieben; was durchgegangen,wird hernach in!mit seiner Gurgel» einaeseket, allwo nichtdas Stanb-Sieb gethan, der Pulver-Staub nur unten am Boden des Stiesseis ein Ventildurchgeschlagen, und das in dem Sieb verbiie-!^. sondern auch oben bey L au der Gurgel ebenbetteausdenülitLeistcnumgebencnBörr-OfeNjderglcjchen anzutreffen. Der Kolbens wird

Pulvers zu probiren, magdessen nur ein wenig ^lung dieses Hebels wird nach der Tieffe desaus weiß Papier geschüttet und aligezündetiBrunnens und der Weite des Stieffels prvpsr-werden; ie weniger das Papier verunreiniget tioniret, damit auch ein schwaches vermögendwird, ie besser ist das Pulver; ie schwärzer aber ist, dieses Druckwerck beqvem zu gebrauchen,das Papier wird, ie schlechter ist auch das Pul-! Wenn denn derKolben ? mittelst desHebelsver, und schwächer a» der Wirckunq. Das ae- u in die Hohe gehaben wird, tritt das Nasserringste ist das Carthaunen-Pulver, so zu La-!durch das Ventil ^ in den Stieffel und dessend»n;derStucke,MorserundMinen, undZu-iGurgU, ' '

Rohre geladen wird. Wenn man das Pulver

mit starckem abgezogenen Brantewein oder 8prim vini etliche niahl besprenget, und wieder-um trocknet, so wird solches noch eins so starckals es gewesen.pulver-NN-HIe, siehe Mühle.

Pumpe/ Pompe oderplumpe, ist eineArtvon Waffer-Kunsten, wodurch das Wasser ausder Tieffe auf gar leichte Art herauf in dieHvhegebracht werden kan. Die Haupt-Stücken,daraus dergleichen M«schine bestehet, sind dieRöhren oder Stieffel, der Rolben und dasVentil oder Riappe. Nachdem nun unterdiesen Theilen vornemlich der Kolben beschaf-fen, darnach entstehet auch der Unterscheid derMaschine selbst; denn es giebt Pump, oderSaug- und Druckwercke. Wenn derohalbenxiü iix. i uiiten im Wasser auf einen,Stocks die RöhreL wohl eingeseift, und da-selbst eine Oeffnung (ü qemacht, diese aber hin-wiederum mit einem davor genagetten durch-t^economisch. I.gZlic. II TI'»

setzet seyn. Also wechselt der Juaang des

Wassers und dessen Pressung indieHöhebeyder Aus- undNiederdruckung desHe'bels, bisselbiaes zulestt oben durch den Schlauch Lheraus läusst.

Pumpernickel, Heisset das Brot, so in West-phalen ordentlich vors Haus gebacken,und auchwohl als etwas besonders an viele fremde Oer-ter verführet wird. Es bestehet aber dieses inlangen viereckigten Laib oder Brot,aus grob ge-schrotenem schwarten Mehl gebacken, welcheseine harte Rinde und derbe Krume hat, übri-gens aber von angenehmer Säure seyn soll.Dieses Brot giebt gar eine überaus nahrhaffteund widerhallende Kost abe, und lässet sich zufrischerM«)en-Butter, einen guten Westphä-lischenSchincken oderHoliandischenKäse mitAppelit i'peisen, doch ist darneben nicht zu leug-nen, daß man darzu auch einen WestphälischenMagen und stärkten robusten Leib mitbringenmüsse.

t. Puppen-