- ?oz Pürsch -' Meiste? Pürsch-A ohr
^Pürsch-Meisrer, ist bey einer Königlichen»der Fürstliche» Iägerey derjenige dem dasganke Zäger-Haus niil deiii sämtlichen Zagd-Gezeuz,allen vunden,Jagcr-Purschen,Knech-ten und Pürsch-Iungen zu seiner inspe^ionund Aufsicht anvertrauet und besohle» sind,weshalben er auch als Commendante imIager-Hofe beständig wohnen muß, und alles daselbstvon ihm dependirer. Er wird daher» derPürsch-Meister aenennet, weil er die Herr-schafft, das Wild zu pürschen, zur Hirsch-Prunfft -Zeit, oderzuAuerhahnen-M!», oderftnsten zu anderer Zeit anführet. Unter ihmstehet der Wagen -Meister mit seinen Zeug-Knechten, und denen Iagd-Handwercks-Lcu-ten, als dem Jagd-Schneider, Jagd-Schmidt,^agd-Seiler, Jagd-Wagner, Jagd-Riemeru. d.ql. Er muß alles Iagd-Gezeug und völligeGerathschafft besorgen, deshaiben hat er auchdie Tücher und Neke nach geendigtem Jagen,wenn alles wieder getrocknet und ausgebessert,sogleich gehörigen Orts aufheb-en zu lassen, da-mit dem Zeuge kein Schade wiederfahre. Ermuß sich von einem ieden Knecht wegen dessenunterhabenden Hunden täglich rapportiren las-sen,was sie nemlich vor Hunde ausdeneo Müh-len, Schäfereyen, Vorwercken und Meisterey-enjliegen haben, wie sie mit Nahmen heissen,was abgegangen und was junz worden, solchesalles sich auch specisteiren la^en; über die imJäger-Hofe vorhandeneHunde, und was tag-lich bey der Fütterung an Brot,Haber-Schrot,Stroh und deraleichen aufgehet, muß er richti-ge Rechnung fuhren,alles benörhigte darzu beyZeiten anordnen, und solches anschaffen lassen,damit nirgend kein Mangel erfunden werde.Daferne zur Tafel oder Hof-Statt, ungleichenzum Nopuwr-Wildpret vor die vornehmen Mi-nisters etwas soll geschossen und geliefert wer-den, muß er seine Pursche zu pürschen beordernund ausschicken, auch öffters wohl bedürffen-den Falls sie auf etliche Meilen durchs ganfieLand in alle Wildmeisterenen vertheile». Antheils Höfen pstegr der Pürsch-Meister auchzugleich des Ober-Iagers und Dienst
mir zu verrichten,pürsch-puiver, siehe pülver.pürsch-Rohr/pürsiH-Büchse, Heisset das-jenige Geschoß, so die Jäger zum Pürschen ge-brauchen. Es ist solches ein gezogenes Rohroder Kugel -Büchse mit einem DeutschenSchlosse und tüchtige» gemeiniglich mit El-fenbein oder Perlen-Mutter ausgelegtenSchaffte, welcher einen kurken undkolen »achdem Backen ausgeschnittenen Anschlag, unddarinnen ein Beykästgen hat. worinnen Lad-Maaß, Äräker und etliche Kugeln mit Pflasterliegen können. Alles Eisenwerck an selbigenmuß nicht blanck und glänzend, sondern blau-Ucht oder mattimFeuer angelauffen seyn .Der-aleichenPürsch-Röhre mit Deutschen Schlos-sern brauchen unsere Deutschen Jäger noch bis>dato aus folgenden Ursachen : Nemlich einDeutscher Anschlag, weil er, wie vorgedacht,kurk und nach öem Backen geschnitten ist, wirdsich'geschwind« «!d besser anschuessen,auch fe-
Pürsch-Waqen Puls
ster im Lager liegen als ein anderer, so „mit vondergleichen An ist. Ei» Deutsches Fener-Schloß, obwohl das Spannen und LsSspannendes Rades in etwas ^schwerlich ist, kan nichteher losgehen, bis der Stein aufgesepet wer-den, und wenn zwischen den, Stein und derPfanne ein Tuch-Lappe geleget wird, bleibetPulver, Rad und Stein trocken, und kann,aunach abgezogene!» Larve» aleick losdrückenSo kan auch ein Schä? in freyer Faust, so mei-stens vorfallet, »ach einem Wild ohn-angele-get pürschen : Weil an dem Deutschen Schlos-se das Rad mit Schärffung des Steins mwer-rücket des Ziels weit leichter und unvermerck-ter losgehet.
pürsch-^vagen, ist bey der Iagerey ein be-sonderer Wagen, daranfdas bey eine ordent-lichen Jagen gefällte, oder auch ausser dem vonderHerrschaffc, oder auf andern Befehl, vondem Pürsch-Meister gepürschte WUs gelegt,und nach Hofe gefuhret wird. Bc» grossen Zä-gereyen hat man dere» niehr als einen, ^hreKasten sind so» Bretern gemacht, hinten'undvorn- mit Auszügen, um das Wildvret auf-u»d abzuladen, und mit Oel-Farben arünangestrichen, auch einige Baren, Hirsche,hauende Schweine und Vergleiche» an diesel-ben abgeschildert. Bornen sind vier Ringeauswendig eingeschlagen, damit ein Bs>',Hirsch oder hauendes Schwein, denen ^-eEhre allein widerfahret, mit kleinenLeinichen fein angebunden werden könne ; dasandere Wildpret aber wird nur dare^ e'e-get. Die dazu bestellten Knechte nüss- >:nngekleidet seyn, und ein Weide-Messer an derSeite, auch wenn sie einen jagdbaren Hirschdarauf führen, einen grünen Bruch auf demHute stecken haben. Diese Wage» werdennebst den andern Sachen bey dem Jäzer-Hofeim Zeug-Hause verwahret.
puls, wird die Beweaung genennet, wel-che man zwischen den Ballen des Daumensund dem Ende des gauken Armes wahrnimmt,oder da, wo die Faust mit dem Gelsncke anden Armen verbunden, durch gewisse aufeinander folgende Schlage empfinde!. Die-ses Schlagen der Puls-Ader hat seinen Ur-sprung in dem Herften des Mensche», ausdesse» lincken Kammer diese Adern ausgehen,und bestehet in derZusammeniiehungundAus-dehnuna oder Ausbreitung, sowohl der Kam-mer und Haut des Herzens, als auch gedach-ter Adern selbst. Diesemnach können die un-terschiedene Bewegungen oder das Verhält-niß des Pulses allerdings eben so ein sicheresMerckmahl senn, wie zu einer und der andernZeit in den Menschen der Umlauf des Geblü-tes sich verhalte, als wie der Perpendieulan der Uhr durch seinen unveränderlichenSchlag von der Richtigkeit der Uhr selbstwahrsaget. Ein richtiaer Puls soll in emerMinure wenigstens sechzig mal seinen Schlagwiederholen ; ist er aber allzu schnell, oderzu langsam, oder einhaltend, so >md dieiesinsgemein böse Anzeigunzen von ubermaxi«ger Hitze, Schlag u. d. zl. .