-2Y? Preusselbeere Prebe-Dreschen
Probe - Jagen
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Pre-K pf zu macheii:Ävchet einen Gchweine-cha neniliä) derHausvarer nicht nur von drey-
Kopf, daß er Milz weichwird wie Mus/ undvon oea Beinen herunter fällt, lasset itznverkühlen, nehmer iyn aus der Brühe, leset,alle kleine Beinlein heraus, zer,'stücket ihn,schabet das oberste Leder fein rein ab, undleget es bey seit» thut in das gMslirckteSali;,Pfeffer, geflossene Nelcken und Cardamsmen,füllet dieses in das Leser, welches wieder sokonunen muß, wie es zuvor oben und untengewesen, schlaget es zusammen in eine Servietein, und presset es bis es genug. /Alsdenn kenntihr nach Gefallen länglichte dünne Stückiei»davon herunter schneiden, und fylche milHKiggemessen, ^ ^ ,
preusselbeere, Steinbeere, sind kleine ro-the und eine Gattung der Heidelbeere, aufeinem geringen Staudlein wachsend, dessenBlätter denen Buchsbaum-Blättern gleich,etwas gefpikt, und eines bittern zulamnieuziehenden Geschmacks sind. Diefts kleineGewächse wird an vielenOrten DenNchla-idshansiq gefunden. Die Beeren sammlet man
erley Acckeru, nemlich guten, mittelmäßigenund schlechten, und von eben dergleichen Ge-tcaide etliche Garben reine ausdreschen last,damit er einen ohngefähren Überschlag ma-chen können was er dieses Jahr an Kömernerbauet, und wie viel er nach Abzug demjeni-gen, so ex m die Haushaltung benöthigetnoch zum Verkauf oder andern Gebrauchübrig behalte. An vielen Orien ist es ge-wöhnlich, daß die Verwalter ihren Herrscbaff-ten lahrlich nach vollendeter Erndte eine Ta-belle einsenden müssen, darinnen angeinercket,was bey dem Gute dieses Jahr an allerhandGetraiye durch Göttlichen Segen erbauetund eingeerndtet, was^hiervvn zur Probe aus-gedroschen, und au'Körnern aufgehoben wor-den, und was an Getraide i»i Geströhde an-noch übrig bleibet, und was hiervon ausge-droschen, und an Körnern aufgehoben wer-den könne: Hierbey pflegen manche Ver-walter diesen Uiiterschleiff zu xraeticiren, daßsie gemeiniglich die Probe vom schlechteste»im "erbst in grosser Menge, und so sielGerraide dreschen lassen, damit sie hernachnoch eiwas uureiff, setzt man sie an die Son- in ihre» Ausdrusch - Rechnungen um destone, sie bleiben aber doch sauer, hinaegen diewortheilhaffter seyn können. Diesen Vor-recht reiff geworden, haben einen sehr ange-lzubeugen muß die Herrschaft dergleichen Pro-nehmeu lieblichen und säuerlichen Geschmack, den zu zwey oder drey malen durch besondere
Sie werden gestoßen, der Safft durch einTuch gedrückt, und zu einer ConWenh ge-sotten, wie der HoUunder-Safft; ie mehrer gesotten, ie besser hält er sich ein gantzesJahr und langer. Man nimmt zum Ge-brauch etliche Löffel voll Safft, giest Wemdarzu, da5 er etwas duune wird, thut Zu-cker und Zimmet hinein, und bereitet al-so eine gar köstliche und gesunde Tuncke zuallerley Gebraten daraus. Es giebt dieserSafft demGeblüte eine treffliche Erftischniig,und macht gute» Avvekit. Andere machendie Preusselbeere mit Zucker und Eßig ga:wein, geben sie hernach auf den Tisch giessenabermahls Wein darüber, uud streuen Zu-cker darzu, ss sind sie auch sehr wohl zugemessen. Wenn man Preusselbeere in Zucker einmachen will, muß man solche sammlen, bevor sie der Reiff trifft, denn hernachfind sie nicht mehr so schön. Ihr müsset die-selben auch gantz sauber lesen, und zu einemPfund Preusselbeere ein Pfund Zucker wagen-,wollt ihr sie aber gerne sauer haben, könnet ihrmehr Preusselbeere nehmen, giesset auf denMucker ein Nössel Wasser, läutert denselbenund lasset ibn sieden bis er dicke genug, ihmdie Preusselbeere in den Zucker, lasset ihnlangsam sieden bis er gestehet, und wenn sienun so gut, so verwahret sie in einem Glase.Die Preusselbeere gedörrt, gepüwert und e>n-Kenommen, sollen wider die rothe Ruhr undBauch -Flüsse gut seyn, und die Stein-Schmerken krafftig stillen, als weswegen siesuch an vielen orten Stein-Seere genennetwerden-prwet, siehe Abtritt.
Probe-Dreschen, geschiehet nach der Ernd-te, wenn das GemiSe vom Felde eingeführet,
Drescher, und auch von besonder»! Gcrraidevornehmen lassen, oder sich auch bey ander»anten Wirten ihres Ortes erkundiaeu, wieviel Scheffel sie aus einem Schocke ausge-drofcheu.
Probe- Jagen, ist gleichsam das Meister-stück, so ein jünger Jäger nach ausgestande-ner Lehr-Zeit bey einer Fürstlichen Jckaerey;u machen hat, damit er vor einen rechtschaf-fenen Jäger paßiren kan, Wenn ein solcherp.mger Jäger nach fleißigem Unterricht undofftmahliqer Uibung mst dem Leit-Hund inoer BeHängens-Zeit an der Wissenschasst undTikänntmß der Fährde eines recht jagdbarenHirsches, ingleiclicn mit Umgang und Ar-beit, auch gewöhnlichem Zuspruch dergestaltarm worden, daß er sich getrauet diesesWerck zu prästiren, so muß er zuvörderst beyder Herrschafft um gnadige Erlaubniß, einProbe-Jagen anzustellen, anhalten, wo erlun solches erlanget, ss werden wenigstensvier Fuder Zeug an den Wald bestellet, all-wo er einige jagdbare Hirsche vermuthet, und!ei»e Probe - Jagen machen will. Da ereiin früh noch ein mal die vermuthete» Hir- kkizsche vorsuchen und «erneuern, auch in denen MHM-Wegen vorgreiffen muß. Wo diesenun bleiben, dahin wird der Zeug in der ^Itille gcrücket, der Wind in obachr genom-men, und wenns möglich, gegen denselbengestellet. Wenn nun die Hirsche umsteller,und der junge Jager dieselben nicht änderstals in der Fahrde, zum Exempel eine» der-selben vor einen starrten jagdbaren Hirsch vonachrzehen Enden angesprochen, welck-er noch-w:n Hirsche von zehen Enden und einenSechser bey sich hätte, muß er solches derHerrschafft mit allen Umstanden anzeigen, wei-
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