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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
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2063-2064
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aus zwey breiten wohl auf einander passen-lud heiniisches oder Gartenden Theilen bestehet/ getragen, und nachdem gedachtes Eisen siarck »us-müieu ge-druckt. darinnen über cinnn Kohl- Feuer ge-linde aufgebacken wird Ebeu auf diese Arcwerden au > dergleichen Klare auch die so ge-nannle Hostien verfertiget/ deren mau sichbeym heiligen Abendmahl bedienet/ nur hatdieses Cisen zu so!cher Absicht schon seine ge-honte Forme und einqegrabene Figur, diemeist iu einem Crucifix oder Ostei-Lämm-lein bestehet. Diejenigen Oblaren, so man

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Lern - oder Stein - Gbst; z) ,n Sommer-oder Frük-- und U)i»ter- oder L<»t,.'--<dbst.D is wilde Obst wird i» Wälder«/ Heidenund Feldern angetroffen/ und zwar fast allediejenigen Arten / so man in denen Gärtenerzielet/ wiewohl jenes bey weiten nicht sogut und geschmack ist/ als dieses, undmerckwnrdi.q, daß auey aus denen Kernen derguten und besten Früchte, ohne Pfropffung,wildes Obst erwachset. Dasselbigc hat alle-sanimt einen rohen und herben Sasst und Ge-

znM Biief-siegeln brauchet/ sind von der er-!schmack/ und bleibtt insgemein sehr klein, esKen Art weiter nicht unterschieden, ausser! sey denn, daß man es im zunehmenden Mon-da'^ sie bald roch, b ld gelb ba'd blau gesär-'den Sffters versetze/ iedoch findet man auchbet, und Mit emem sch ".ffen rund sormirre» ausserdem gewisse Arten, so noch ziemlichEisen aus den gantzen Blätter-- geschnitten'groß und geschniück, und dahers vor andernwerden. Will mau sich derer aber zu einem zu säen und zu pflantzen sind.. Die wildenund andern Knchen - oder vielmehr Tafel- Aepffel-Kerne haben über dieses noch etwasrauch nie ch als eines Eonfeccs bediene»/.sonderliches. Denn sie sind gegen den Stielso bleibt die Anmachung der Klare mir oben rund und breit, aber gegen der obern Sei-heschrjebener Art einerley, nur daß hierzu te svivig, allwo sie auch aufkeimen und dasnoch etwas Jucker und Gewürtz gesetzt wird/ Stämmiein von sich treiben. Das wildedergleichen Oblaten nach diesem ans folgen- Obst wird von dem gemeinen Volcke abge-de Art zugerichtet werden können; denn backen, und mit heimischen vermischet/zurman sormirct entweder gewisse Figuren dar-Speist, auch zur Kühlung in hitzigen«us/ überstreichet diese mit einem aus ^yern, Kranckheiten allein gebraucht; an vielen Or-Mehl und Jucker fein glatt abgeschlagenen ten wird ein Getränck daraus gemacht/Teig/ in welchen man noch Fenchel, Musea- Brantewein davon gebrannt; insonderheitten - Blumen, Cardamomen streue» kan, aber findet dos Wildpret seine gute Nah-und bäckt diese auf einem Blech geschwinde, rung dabey. Von einer jeglichen Art wil-ehe es von einander «liesset/ im heissen Ofen den Obstes wird besonders an feinem Orteab: Oder man füllet zwey schone über ein- gehandelt. Dern-Gbst wi-.d genennet/ des-ander gelegte Oblaten mit geflossene» Man- sen Kerne eine weichliche Scbale haben, alsdein/ Iimmet/ wie auch kleinen Rosinen Aepffel/Birnen, Qvitten, CaAanieri/Nüs-und Zucker, ziehet diese durch einen sehr kla- se Maul - Beere .»c. Stein-Obst heisset,ren Ener-Teig, doch daß nicht so viel daran dessen Kerne in einer harten Schale stecken,hangen bleibe/ und legt sie hurtig, ehe sie als Kirschen, Pflaumen, Avricoseii/ Pferfi-rechtweichwerden,ineinsehrheissesSchmaltz/ chen, Mispeln. Unter das Sommer-Obst/darinnen sieden» schone auflauffen/ weiche welches darum also genennet wird, weil esdernach, weil", man sie heraus nimmt, noch- in dieser Zeit zu seiner Reisse kommt/ undmahlen mit Jucker und Zimmet überstreuet wo es nicht in Zeiten genossen/ oder einge«werden können. Diese Fülle wird ohngefehr macht und getrocknet worden, wegen seinereines Messer-Rücken dick gantz trocken aüs- überflüßiqen Feuchtigkeit bald zu faulen uudgetragen, der eine Rand aber mnß ?ermit- z» vergehen pfleget; alle Arten von Kirschen,'telst eines Pinsels mit Everweiß bestrichen, Pflaumen, PsersicheN/ Apricoseii/ Zeigen,und die andere Oblate also daran gedrucket Maul-Beere, einige wenige Arten der Aepffelwerde»/ daß sie beyde wohl zusammen han- und Birnen, imileichen die Standen-Früch-yen, uud uimmr man darbey in Acht/ daß te, alSHiwbeer, Brombeer, Johannis-Beer,der bestrichene Theil unt« sich in das Schmalk Stachel - Beer, BerbiS-Beer zc. Ihr Gafftzu liegen komme. ' ist überhaupt nicht der beste, und geben sie

Obley, heilt das Recht, welches bey eini- »"d oor sich selbst wenig Nahrung/ da-gen Ledn-und Zins Kötern mit verliehen wird, her lonuen sie uuter den gesunden (-peiseneinen Streit - Ochsen uud Eber zu halten, wohl Platz finden / e^ wäre denn, da»dafür die Unterthanen ein gewisses Ochsen-!^/" grosser.yii-e zur Kühlung, und zwarund Eber-Geld dem, der solches Recht hat, Ueber ,m Ansang, als zum Besch M- derenrnekten müssen Mahlzeik mäßig genossen wurden, weil ue al-

' so den Leib erweichen- Anlangend das Win-

Ol'st, unter diesem Wort werden alle Baum-rer-Ol'st/ welches daher seine BenennungZrüchre an Aepffeln, Birnen, Nüssen, Kir- hat, theils weil es zu Ansang des Herbsts,sehen, Pflaumen, Psersichen/Apricosen/Qvit-und auch später, ja einiges fair gegen denten, Castaniei,/ Mispeln-c. inaleiche» die Winter zu allererst zeitig wird, theils weil eSStanden-Früchte, als Berbis-Bram-Him-sich den ganxen Winter hindurch/ und fastIohannis-Stachel-Beeren, und dergleichen bis wieder deralcichen frisches geioackisen/ anf-beariffen und «erstanden. Das Obst wird halte» lässet; so ist dieses nicht so feucht/ alsverschiedentlich eingetheilet, als r) in wildes das Sommer-Obst/ simdern hartlicher, und

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