!Sl5 Narcisse
«der nun gleich alles theoretisch und practischweiß, was zur guten Wirrschafft und zur Ver-meidung des Nahrungs-Abfalls gehöret, undübet doch nichts aus, der ist es eben, den denialle diese wirckendcn Ursachen des Verfallsihre Wirkungen gar bald zeigen können. Wasnun die Ursachen, soferne diese und andereden Abfall der Nahrung eines Landes verur-sachen, noch schlüßlich betrifft, so kau mansolche auf vn> Classen gar füglich bringen,wie solche kuri; in des Hoffraths o.AmckensGrund-Riß zu einer Einleitung in die Came-ral-Wissenschafften § 2; i - 26z 1 Th. vorgestel-let find.
Nahrungs-Safst/ siehe Milch-Safft., siehe Eisenhürlein.
Narcisse/ ist ein Zwiebel-Gewächse, so umseiner Blumen willen in denen Luß-und Blu-men-Gärten erzielet und gehalten wird. Manhat derer so vielerlei, Arte», daß d?r berühmteSchweizerische iZomnicus, Herr r>. Lzsparus!Z->uK!n^s, derselben neun undueunyig zehletund beschreibet. Sie werden von eiiiizen inviererlei? Haupt-Sorten eingetheilet, als 1) ingemeine einfache/ deren einiae bleich- anderehoch-gelb vo.n Farbe, theils mit langen,theilskurken Kelchen versehen; 2) in gemeine ge-füllte/ welche hoch-gelb/ und deren Blätterzum theil aufgrünii.hr spielen,oder mit grün-lichten Strichen gezeichnet sind; z) in ganyweisse einfache, niir einem gar niedrigenKräm-lein aezjeret, welches mit einem rörh-lichen Circkei eingefasset, und drey in etwasrundliche gelb und grün durcheinander spie-lende Korülein eiiischliesset,deiin auch in ganyweisse gefüllte, weiche dritte Art von etlicheninsgemein Joseph-Stäbe genennet werden;4) in fremde oder ausländische/ welche garsehr von einander darinnen unterschieden sind,daß theils derselben gany gelb, andere bleichvon Farbe,einen Gold-gelben Reich habende,welcher auch zuweilen in einten bleich-gelbist; wieder andere gany weiß, noch andereweiß und gelb durch einander gefüllt :e. Un-ter diesen sind, ikren Nahmen nach, die bekann-testen : (1) Die Byzantinische oder Constan-tinopolitanifche Narcisse. Diese tragtoben auf ihrem Stenael zwölff Blumen, soweisse dicke Blätter haben ; in der Mittenaber kommen auch gewisse gelbe Blätlem,nebst einem gelben Kelch hervor. (-) DieFsnc-,-^. von demjenigen, so sie am erstengefunden, also genannt, ist von der vorherge-henden nicht unterschieden, als daß der mit-ten zwischen den weisse» Blättern stehendeBecher oder Kelch kraus und rauh ist. (;)Die Ragusifche, so von Razusa aus Däl-matien zu uns gebracht worden, hat an einemStengel drey bis vier, oder aufs höchste fünffBlnmen, und an statt der kleinen weissenBlatter, die in der Mitte zu kommen pflegen,einen kleinen gelben und krausi'n Reiff, inwelchen sich noch unterschiedliche Kreise for-mtreu, und denselben aus-üllen. (4) DieCrenels oder deren Blumen gan? zugespitzteBlgMr haben, ist zweycrley Ätt- die grosse
Narcisse zois
und kleine. Die grosse bringt sehr vielBlu-men, allein es fallen auch viele davon vor derZeit ab: IhreBlätter sind weiß; mitten abernur i» etlichen breitet sich eine kleine gelbeund sehr erhabene Blume aus, die oben ei-nem kleinen Hörne gleich /iehet. Die klei-ne trägt nur vier oder fünff Blumen, diesechs kleine Hörner haben, und einen Steinvon eben dieser Farbe fsrmiren. (5) Diegelbe sind unterschiedlich, doch haben alleihre Blumen Gold-gelbe Blätter, und ei-nen Becher von gleicher Farbe. Der Unter-schied bestehet nur darinnen, daß eine grös-ser oder kleiner, Heller oder dunckeler, als dieandere ist. (6) Die wilde gestirnte hat ei-ne gefüllte Blume, deren Blatter Stroh-Far-be oder bleich-gelb find, und wie ein Stern ab-getheilet stehen. (7) Die grosse Rosen-Nar-cisse trägt nur eine Blume; in der Mittenbringet sie, an statt eines Kelchs, sehr viel ge-doppelt liegende Blätter Herfür, davon einigelicht-gelb und gränlicht sind; Wenn sie sichöffnen und nach und nach aus einander breiten,so scheinet es eine gelbe Rose zu seyn; alleinSchnee und Regen machen offt, daß sie plakenoder aufspringen. (8) Die kleine Rosen-Nar-cisse ist licht-gelb und gank voller Blätter, wirdauch die krause Narcisse genannt,weil sie krauseund runtzlichte Blätter hat, wie derLattich;sie fallt aber gerne vor der Zeit ab. (6) Diespäte Berg-Narcisse trägt drey oder vierBlumen mit weisse» Blättern, die grosser sindals der gemeinen Narcisse, sie sind aber gebro-chen, und stehen so, daß sie die Figur einesSterns vorstellen. Sie haben einen breitenBecher oder Kelch, Citronen oder Pomeran-zen-Farb. (rc>) Die Narbonnifche Nar-cisse hat eine oder mehr um ein merckliches klei-nere Blume, als die anderen Narcissen, einengrossen gelben Becher, der sich an der Oeffnungwie eine Glocke ausbreitet, (n) Die Engli-sche hat eine etwas grössere Blnme als d,e vor-hergehende ; der Becher ist auch gelb,und über-all von gleicher Weite. (l-) DiedritteNar-cisse träget auf dein Gipffel ihres
mehr breiten als runden Steiuels, zehen oderzwoiff weisse Blumen mit sechs langen undschmalen Blättern/ welche einen Stern formt-reu, iu dessen Mitte ein Kelch sich erhebet; weildiese Blätter, insonderheit an dem Rande sehrschwach und zart sind, so dauren sie auch nichtlange. Diese Blumen öffnen sich nach einander,allezeit drey oder vier auf einmal, und wenn einTheil vergehet, blühet der andere wiederum,(iz) Die Lilien-Narcisse von Valence trägetaufdem Gipffel ihres StenaelS achtoder zehenBlumen,die denen vorhergehenden gleich sind,und so dichte in einander stehen, daß man nureine oder zwey auf einmal sehen kan, indem dieblühenden anfange» zu verwelcken, wenn dieandern aufgehen wollen. Diese Blume kommtsehr viel mit den weisseiiGlocken-Blumen uber-ein, indem sie lange, schmale, von einander ste-hende, und wie ein Stern fornnrteBlcktter vongleicher Farbe hat. In der Mitten erhebt «ichein um den Rand genauster Becher oderKelch,