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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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2013-2014
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Nahrungs-Abfall

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balteii. Welches daruni erinnert wird, weil die»imw'i N^enschen ibre Bosheit und Sck 'Nld,dadurch »e in Abfall der Nahrung ko.mnen,alsoforc dem göttlichen nnverineidlicheii undMS daraus einrichtende» Willen, oder aberwohl gar dem Teufel u. s.f. zueignen. In.dessen aber, so ist nicht zu leugnen, daß vonder göttlichen Regierung mancherley unver-meidliches Unglück komme, so den Nahrungs-

^ viel angeführet.

diej/n offeutlichen!!rsuä)ctt des Nah-Nmqs->>ersaUL, der elnzeine Wirre und gmmexanoer trist,gehören umer die Moralisten äus-jeriichen Ursachen, auchdieHandlungen derer,mit welchen wir in unsern Nahrungs-Geschaff-ten zu thun haben. Untreues, faules und unge-zogene» Gelinde, schlimme Bediente, betrügtche Schuldner, Harke und !r»iUc.vrc

Abfall bisweilen gany allein, oder doch met- der Verfall anderer, mit denen wirinderNah-fientheils nach sich ziehet. Krieg, Pest, Hul!-!rung zu thun haben, Feinde, falsche Freunde,

den und Klüffte in denen Bergwercken zu-tragen, dadurch unsere Fonds und Quellendes Vermögens gank oder zum Theil ruim-retwerden und verderben. Wann auch vieleKranckheit und anderes natürliches Uü>

M unserer Seiten viele Unwissenheit uudlrathene Kinder:c. gehöre:! „jeher. Was dieThorheit, die uns verhindert, uns in solches^Ursachen in uns selbst anbetrifft, so sind selbi-V»glück zu schicken und uns dessen zum be-jge cbeiisalls natürlich und moralisch. Von de^M m bedienen, mit einschlaget. Unter die nen ersten ist ichon oben gedacht worden, da-Msserlichm Ursachen des Nahtungs-AbfaUs>zu gehöret natürliche Kranckheit des Leibesgehören auch die Veränderungen, die «ichsund des Geistes, z. E. wenn einer närrisch,nach der Ordnung derNatur mit denen Ob- rasend wirbst, das schwache hohe Alter undjectcn derNatur, derErde, des Wassers, de-die schwache Iugend-zc. Die'moralischen Ur-rcr Pflanizen, der Thiere, derer Fund-Gru- >achen bestehen in unsern thörichten, laster-Kon.'» I!I- hassten und nachlaßigen Handlungen bey

denen Nahruugs-Geschäfficii^ welche >) ihre»Grund >n derUnwissenheit und den! Unverstandin seiner Nahrung und Wirtschafft, in der

. Ungeichicklichkeit bey der Ausübung der Ge-

eiii Haus betrifft, so sehen wir, daß solches schaffte, oder kurk darinnen haben, baß einerin Abfall der Nahrung komme. Doch »Wie Wirt>chafftS-Kunst überhaupt, oder insbe-iauch hier »u wisseil, daß uns die Klugheit,Isondere ben denen Hauxl-Ob»ectis, z.E. demdie Vorsicht und Behutsamkeit vieles lehre, Acker, dem Garten, denen Wiesen, denendadurch man diese Ursachen des Versalls, wo!W«loern, dem Vieh, denen Schaaren, wedernicht vermeiden, dennoch ihre Wirckungen theoretisch noch praktisch versiehet, und alsoverringern, oder gar einen Nutzen auf andere einfältige Dinge vornimmt, mit leeren Pro-Weise daraus ziehen könne. Unter denen jecten umgehet, und sonderlich auch dadurchUrsachen des Nahrungs-Abfalls ausser uns^seinei! Credit und das Vertrauen bey andernsind auch moralische Wirckungen, weiche ih- verlieret, keine Erfahrung hat :e. Hiernächstren Grund in denen freyen Handlungen ver-haben sie N) ihren Grund in dem verkehr-ständiger Geschorffe haben, so entweder aus ten und gänzlich lasterbaffklaen oder doc!> sehrihrer Unwissenheit und Ungeschicklichkeit, oder schwachen Gemüth und Willen der Wirte.Bosheit und Nachläßigkeit entstehen, und uns Alle Laster und Schwachheiten des Gemüthsin unserer Nahrung mercklich, lange und haben ihren schädlichen Cinstuß in den Nah-hauffig schaden. Darunter gehören nun^ungs-Äbfail. Doch aber eines mehr als dasviele Handlungen und Anstalten der Regen, andere. Die allerschlimmsten find, Faulheit,ten, ihrer Diener, der verderbten Policey,Müßiggang, Ungedult, Unbeständigkeit, Vereines unweifen Camnier-und Finaniz-Wesens/!wegenheit im Wagen, Aberglauben? gar zueine harte Regierung, sehr schwere und nicht grosse Gemächlichkeit, Verschwendung zurnach dem Nahrungs - Zustand eingerichteleLust der Sinnen, zum Behuf des Hochmuthsfixesten und Abgaben, Gewaltthätigkeit, innd der Pracht,zur Ausübung der Unaerechtia-lliigerechtigkeit, List, die Hegunz vieler undikeit, der Härte, der Zanck- und Proceß -Sucht,langweiliger Processe,Verzogei :ngundUiber-lDie geistige Knickere», die Untreue und dereiluiig in der Justitz, ungerechte und uner-jBettug, welche nebstderUnbedachtsamkeit imfahrne Richter,Advocaten zc.d.ieStraf-Sucht, Versprechen verhindern Glauben zu halten,der ubermayae Pracht und die Verschwen-Sdie Nachläßigkeit und Unachtsamkeit, diedung der Hofe, dadurch das im Lande auszu-lUibereilung und allerhand hefftigeGemüths-theilende^und zu verkehrende Vermögen aus'Bewegungen, die allzu grosse Furcht, das

verzagte Wesen, die niederschlagende Trau-rigkeit der Welt, die Verzweifelung, diegrosse Hike, Gierigkeit und der Zorn, Sau-fen, Fressen, Huren, Buben, Stehlen:e. undanderer Dinge zu geschweigen. Alle diese Ur-sachen des Verfalls der Nahrung können nunzusammen treffen, oder nur einige diese Wir-kungen haben, oder es ist auch manche vor sichselbst genug? denselben zu verursachen. Wer

aber

dem^.Lande gesühret und getrieben wird :e.^a uoerhaiiPt eine schlechte oder doch nach-läßige Pvlicey,soserne svlcye entweder von demManac^ oder schlechten Einrichtung der Poli-key-Geftüc und Anstalten, oder dererjenigenUnwissenheit, Nachläßigkeit und Bosheit ab-haltet,welche solche zu vollstrecken und Vorüber,-u halten verordnet sind. Von diesen Ursachenhat Wahrmund im Tr. vom Geld-Mangel

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