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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
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1977-1978
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1977

Muster-Buch

Muster-O-dnniiq

mehrernMuker-Bücher 'ikren Nutzen in

Meldet, theil« auch derselben, um meyremMWer-Bücher ikren Nutzen in den M«"«-Sicräth« willen, unker der Suieere ge-zal-^arwren be^ den ?i!)irck- Stödlen haben, undMI, und in gewisseFiguien durch Beschnei/dieie nach solchen Modell müssen aiiijeschirrec

V ° ^udNling , ist eine geschickliche

^lustheiluttg de^en, was in denBlUiiien Gär-l!ep5antzet wird, krafft welcher ein iedesGewächse eine solche Steile übeikonimet, dar-«ue >» lolgender B'.ure dem Gefichre eine an-genehme Verttiischttng und liebliche Augen-Weide entstehet- Solchemnach muß man sichanmnglich huren, d«m dieBesäung und Pflan-zung nicht;» dichte sondern so geschehe, daßkein Gewächs das andere hindere, auch ein je-des vor den, andern vollkomml ich eesehen wer-den rönne- Darnach stellet mm die Ejnlbei-lung also an, daß da> !!Us eine gewisse Harmonieecjcheine; zum Erc^pel, wenn maii an ein.Yanpr- Eck einen Päonien - Stock pflanzet,daß eben dergleichen auch an die andern Haupt-Ecken desselben Musters geseketwerden - wennin der Mitte eines Beetleins ans dieser Seiteeine Kayser - Crone steht, daß auf dem Gegen-Beetlein der andern Seite dergleichen gesche-he, und so fort eines auf das andere accordire.Ferner ist bey vielen im Brauch, daß iedemBeetlein nicht mehr als eine aewisse Art Blu-men anvertrauet werde, als diesem eitel Tuli-pa»en, jenem eitel Lilien, dem dritten eitelNarcissen, und so weiter; Weiche Eintheiinngzwar noch ziemlich fein, und den Augen anae-nehm, so lange die Blüte derselben Blumendauret: Wenn aber selbige vorbey, so stehen dieBeetlein gantz bloß und kahl, welches eineschlechte Garten-Zierde ist. Daher andere be-wogen worden, daß?wiebelwerck an die Lckenund zunächst an die Bord.irung der Beere zubringen, den Mittel-Plak aber denen Ge-richten Gewächsen besonders zn lassen, da-mit sie ihnen mit der Mistung ohne Scha-den der andern zu Hülffe kommen können.Auf solche Weise, wenn jene verblühen, kom-men diese hernach, und behalten also die

de>i'gebracht werden. 'Die Frantzosen heissen sie ku'ni'u!», Büsche oder Strauche, undschicken sich hierzu am besten der grosse Bux-Bauin, Wachholder, Baum des Lebens, ^e-ven - oder Sade - Baum, Rv sei, - Strauche^oßmarin, i-»pressen'Kr-nit, Salbey- Stau-den, Pest- oder Wilder-Noßmariii; >a aucheinige Arien Obst-Bäume. Die gantz frem-den Bäume trägt man mit sinnt ihren Ge-fässen hin, und stelle! sie in die Muster an be-ave-ne Orre, da sie wohl ins Gesichte fallen,als' Cypressen - Banmlein, Laurier, LaurusTrmus, Iasmm, Oel-Baum, Citronen,Po-meranze», Granaten, Myrrhen, Terebintyen,Pistacien, Mastir - Baum, Chermes - Baumund Spanische Geniste.

ZNuster-Vuch, heisset diejenige Samm-lung, welche das Frauenzimmer zu ihrem Nehen oder Stricken in ein besonderes Buch Zu-sammen zu tragen pfleget, .um daraus bedursenden Falls sich eines guten Raths erholen zukönnen- In das zum Neben gehörige Buchtragen sie die Muster nach der Ordnung dererSachen, so man zu liehen in Gewohnheit hat,t»,d zwar iedes nach denen verschiedenen Ma-nieren, und die Abtheilung des Nehens insbesondere ein, als: Die Krausen-undckerren - Muster allein, nicht weniger dieH.ils - Tücher - und Schürfen - Muster, in-sleichen verschiedene Arten von Bundgenauch ins besondere, so auch die Hauben undSchleppen-Risse, ja ganke Zeichnungen undAbtheilungeil zu Lätzen Camesolen, Deckenüber Betten, Tische und zu Stühlen, undwas dergleichen mehr; wie man dem«! sol-che, wiewohl noch gar unvollkommene Bü-cher in Kupffer gestochen hi» und wieder beyvdenen Bilder-Krämern zu Kauff ausgelegetfindet- Das Muster-Buch zum Stricken be-

stehet aus solchen ^Blättern, daran die eine Beete allezeit eine Bekleidüna. Laurem-Seite über und über ein reguläres Gitter!berg im sünffren Capitel seines zweyten

Mliellet, welches lauter kleine viereckigeausmachen, und gemeiniglich roth gedrucktist. In diese kleine Raume werden schwartzePuncte mit der Feder in solcher Ordnunggesetzet, wie es das Muster, so gestrickt wer-den soll, erfordert, i'zb, vm weiset hiervonein Exempei, daselbst i ei» Muster zueinen, Zwickel in einen Strumpff. t-lZ. 2 istdergleichen. I^ix- z bis sind eben solcheModell, können aber auch zugleich auf Hand-Schuh gebrauchet werden, t!-?. n bis 1;sind Entwärffe zu Nähdgen, Randern, Ein-fassungen und dergleichen. Die andere Sei-te aber bleibet weis und leer, daß man nachdenen beygeschriebenen Numern die Erkla-rnn, setzen kan, wozu ein iegiiches MusterZu gebrauchen, und was etwa siMen darbeyammnercken i-öthia. lüberkgiipt ist davonZu behalten, daß alle dergleichen Muster sich

Buchs vom Garten - Bau, schlagt folgendeMusterung für: Auf eine mit Zwiebel-Ge-wächsen alibereit belegte Parterre pstanketer hin und her Roßmarien oder Cypressen undNägelem-Stöcke inner einander: Zwischenselbe aber streuet er über die gani°e Parterreallerley bunt-gefüllte» Mahn-Gaamen. Hier-auf erscheinen erstlich die Zwiebel-Blumen,als» daß alles mit Tulipanen, Narcissen,Hyacinthen :c. bedecket: Wenn solche flüchti-ge Zierde verschwunden, so wird die grüne Ge-stalt des Rofimari-is scheinbar, und tapeziertdas Erdreich so lange, bis bald daraufdie bunt-färbizen Mahn-Blumen sich xrasentiren.Endlich nachdem diese Veränderung auch für-über, so zeiget sich die Bekleidung der vollenNägelein, nnd behalt also eine solche Parterrestets ein schönes Angesicht. Damit man aberim Säen und Pstanüen denoweniger einen

wit t'reust -Nath in ein Tuch nehen Ias-!Jrrtb,um oderFehler begehenmöge,so schreibetMi, so ^erstehet jich auch selbst, daß s»lche!mm aus die Beetlein des Grund-Risses, nach

welchem