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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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1763-1764
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Mandel»

1764

176z Mandel-Kräpfflein Mandel-Mus

Kerwandschafft als mit der Krähe hat, ob er cker damn, nach dem Anrichten aber beAeüetgleich fast wie d^ese schreyet. Sein Schnabel man es wohl mit Zucker und Zimmet. Oderist schwartz, und wie der Schnabel eines Nuß-auf andere gewöhnliche Ärt zerreibet nia» hjcHähers gestaltet, hat amLeive eine schöne blaue Mandeln bey einer halben Stunde lang,siWgt

«ile Jahr, oder doch wenigstens gar einzelnem auch kleine Rosinen,rühret es am Feuervorbey, ta denn ihre Nahrung um solche Zcit,!wohl herum, daß es sich nicht anlege, endlichnemlich in der Erndte in Körnern bestehet,Igiesset man etwas Ro>en-Wüsservaran,rühretsMassen sie gantze Korn-Aehren hinterbringen ^nochmahlen fein umer einander, und bestreuet

es nach dem Anrichten mit Jucker und Zim-mer. ^

Mandeln, sind zwey Druslein, welche ebenauf dem Schlund an jeder Seire desjenigenBeins, so sich mit der Jungen vereiniget, be-findlich, und einer luckern oder schwanimigtmSubstantz^sind, auch daher» von denen kalten,feuchten Aussen,so von SemHaupt daselbst hin-ab fallen, offtmahts dermassen eingenommenund überfüllet werben, daß sie sich davon auf-blähen und geschweUen, welche nicht nur denMenschen begegnet, sondern auch denen Pfer-den wiederfahret. Die Zeichen dieserKranck-heit sind diese: Erstlich halten die Pferde denKopssstets über sich undiodieHöhe. ^Kön-nen sie weder fressen noch trincken,noch etwaseinschlucken. ^) Geben sie dasjenige, so sie trin-ken^ durch dieNaftn-Löcher wieder von sich.4 )Lasscn sie viel «schäum aus dem Maule fal-len. 5) Röcheln selbige fast und holen schwer-lich Athem. 6) Ist ihre Junge dick und schwartzmir e-neu! weichen, wajs.rigen und weissciiSchleiui ruugeben, und 10 sie noch darzu ausnach, und thut ein wenig Jucker, Zimmet und oem Maul heraushanget, so ist es desto gefahr-Nofta-Wasser daran, rühret es unter einander, licher, denn es eine Anzeige ist, daß die Straff«

und verschlucken kan. Sie wird geschossen, undist wegen ihrer Fertigkeit und wohlschmecken-den Fleisches segr beliebt.

Mandel-Äräpfflein, werden folgenderGestalt zubereitet: Ziehet ein Viertel PfundMandeln ab, flösset ne je kleiner ;e besser, mitein wenig Rosen-Wasser, bamir sieniwtölichtwerden; zerkloxffer eui gaNkes Ey, und dasWeisse vou zwenen Eyern, schüttet sie an dreMandeln, zuckert selbige, und giesset noch einwenig Rosen-Wassers darzu, doch nicht zu viel,damit diese Fülle nicht zu dünne werde, unddurch den Teig schlage. Nehmet denn schönesMehl, zwey Eyer-Dottern, ziemlich viel But-ter, und em kleM wenig Wasser; lasset die But-ter zergehen, machet einen Teig davon, treibetihn aufdas dünneste, wie zu Rassisten, schlagetvoige Fülle darein, und backet sieausSchmaitz;rühret aber dieseMandel-Fülle ziemlich lang,so wird sie desto besser. Oder nehmet mit Rosenabgeriebene Mandeln ein Viertel-Pfund, Pi-nien seeys Loth, in heisses Rosen-Wasser gewei-chet und darinnen qvelien lassen, reibet sie her

doch daß es nicht zu dünne wird, machet daraufein Teizlein von Rosen-Wasser und schönemMehl, schlaget die Fülle darein, machet kurtze

sehr enge worden, denn je hoher und dicker dieMandeln werden, je mehr wird der Hals ver-stopfst, und können die Pferde endlich weder

Striegeln daraus, und backet sie in Torten-iourch die Lufft-Röhre, noch auch durch diePfannen ab. jNasen- Löcher wohl und genugsam Athem ho-

Mandel Milch / wird also gemacht^len, und müssen also, wenn man ihnen nicht

Man

ziehet

Wasser zu einem dünnen Brey, seiget es mit behafftet, sind mehrentheils junge Pferde,durch, und thut an Sie davon lauffendeMilch nach Belieben, Rosen-Wasser, Zim-met oder Pfersich-Laub-Wasser, auch einwenig Zucker. Diese Mandel- Milch giebteine gute Nahrung, kühlet und erfrischet,und hat die Krafft den Leib anzuhalten, daher»siedenenGesuiiten sehr vorträglich ist, wiewohlsie auch bey denen Krancken gebrauchet werden kan.

ndel - Milch , wird also gemacht:'len, und müssen also, wenn man ihnen nichtnimmt süsse Mandeln, putzet oderjHülffe thut, ersticken, wiewohl man ihnen auch-solche ab, flösset sie mir frischem schwerlich helssen kan. Die Pferde, welche da-mit behafftet, sind mehrentheils junge Pferde,wenn sie eineIeitlang aus demFeldeledigge-gangen,und denn von nenem in die Ställe ge-führet werden,und geschiehet solches gemeinig-lich an dem Ende des Herbstes. Die>enW-den, wenn die Kranckheit noch im Anfang V,soll man eine Hals - Ader öffnen., ihnen »-»1

Kopffin einem Noth-StallindieHohebmde»'und nach diesem denenseiben.nm dasHaurUU

- purairen, folgendeMixtur, nemlich jechs »ly

MandebMtlch, wird auch ein Mhl-TranckjMajoran- Wasser, zwey Loth Salpeter «ade«genennet, der zugleich den Schlaff befördert, Quarrieraen Wein nnter einander gemijchruiund aus folgenden vier kühlenden so genannreisdie Nasen-Löcher sprützen. Ist aber die M--Saamen, nemlich von Kürbis-Melonen-Pfe-!schwulst nock neu, und gering zu vertyerwben-und Gurcken-Kernen bereitet wird. dergleichen sie doch in diesen Thieren lem»

Mandel-Muö/ oder eingerührte Mandeln,!-,'.! seyn pfleaet, weil man ihrer selten eherwerden also zubereitet: Nachdem diese gehorigjwahr wird, bis sie allbereits so groß, davgepÄyet, werden sie mit Rosen-Wasser in derlPferde beschwerlich Met), so reibe fieweyl »yStarcke einesTeiges abgerieben,zu diesem thm^offt mit warmenOele, oder lege einenScyw»man ein wenig geriebene Semmel, giesset heis-^in Eßig mit Schweins-Schmal« verml>Mses Swmals daran, und röhret es, bis es anfä- warm darüber, damit sie vertheiletwerde,j>et zu kochen, saltzct es ein wenig und wirffk Zu- lege nachfolgende zeitig-machende Pflapers^