i/6i Mandel-Baum
7^, uttd geradenStamm und rauhe Schale hat,und demPfernch-Baum bey nahe in allen gleichkommt, ausser, daß seineBIätter etwas süM«-ler sind. Er breitet sich nicht sehr in die Wur-zeln aus, und hat mehrentheils nur eine einigestarcke und tieff in den Erdboden dringendeWurkel, Er bringet eine weisse mit etwas Pur-pur untcrIaufneBIütde,ehe noch seinLaub aus-schlagt. Im feuchten kalten leimigten BodenMl er aar nickt gut, denn wenn er schon wach-/»<- docÄ an deraleickenOrten keine
oderMittag liegendenÖrt, und bahero freyenSonnenschein haben, wie er denn aus eben derUrsache in denen Weinbergen am Mayn undRkein -Strom und Speyer und in der Berg-Strassen tresiich fortkommt, also daß von denendasigen Bauern a.niste Wägen voll Mandeln ind^e muliegendeOrte zu Marckte gebracht wer-den Er stehet wie der Maulbeer-Baum gernem denen Hausern, allwo er von dem Nord-Wind,dem ernicht widerstehen kau, (weil er ob-gedacklermaffen aemeiniglich nur mit einer ei-nige» Wurzel versehen ist) Sicherheit hat, undderSonnen Anblick gemessen kan; stehet er aberan einem andern denen Winden sehr unterwor-fenenOrte,so muß man demselbenStüken oderReisse» anseken. Die Fortpstanttung diesesBaumes geschiehet entweder durch.die Kerne,oder auch durch dasPfropffen oder Absaugen.Auf den ersten Fall soll man von denen fremdengrossen und dünnschaligen Kernen etliche inHonig-oder Zucker-Wasser einweichen, und siealsdenn vier Zoll tieff einlegen: Will man ihnaber durchsPfrorffen vermehren, als wovon dieFrucht süsser und geschlachter wird, so pfropffetman ihn auf seines gleichen, und nimmt hierzudieReisser aus den mittelstenGipffeln desBau-mes, ehe sie Augen treiben. AufPfirsich-oderPstaumeu-Stamme kan man ihn auch pfropf-fen, aber an der Grösse wird er nicht verbessert.
Mandel-Brot Mandel-Krahe^ 176»^
ivorbey sonderlich zu mercken, daß die sässenMandel-Baume, wenn sie in einem untüchti-gen Erdreich und unbequemen Orte stehen, ausderArt icylagm, und bittere Früchte bringen,solchen kan wiedergeholffen werden, wenn markum die Wurtzel Schweins-Mist, und derenUrin leger, und beydes mit Erde wieder be-decket. Es giebt aber auch Awerg-Mandel-Däume, die alleine bittere Frückte tragenAusser diesen hat man noch eine Art Mandel-Baume, so gefüllte Blüthe bringet, wie diegefüllte Pfirsiche, ist aber etwas rar, und wirdnur zur Zierath in denen Garten gehalten.Die kleinen Mandel-Baume sind ebenfallsnur zur Zierath in denen Garten an dieHecken, Beete oder Blumen-Felder zu pflan-zen. Sonsten soll der Mandel-Baum, wenner, indem er blühet, mehr Blätter als Blü-then zeiget, dadurch ein Anzeichen von küuff-tiaer Unfruchtbarkeit geben.
Mandel-Nret, siehe Mandel Mangel.
Mandel-Brot zu backen: Nehmet Zuckerund Mehl, jedes ein halb Psund, drey Dotternund vier ganke Eyer, vier Loth Mandeln, zwei)Löffel voll Rosen oder Zimmet-Wasser, Carda-momen, Muscaten-Blüthe und Zimmet, iedesein halb Loth, eine quteHand voll Anis, auchwenn man will, zwey Loth eingemachte Citro-nen,und eben so vielPomeranken-Schalen undCitronat. Die Eyer muß man zuerst wohl langrühren: Denn ie langer sie gerühret werdendeschöuerwird das Brot; hernach kan man denZucker nach und nach darein rühren,hierausdasMehl und die Gewurtze, und denn die einge-machten Schalen; letztlich schmieret man diedazu gehörige Pfanne mit Butter, beleget denBoden und neben herum die Seiten mit Obla-ten, schüttet den Teig darein, und lässet ihnausbacken, schneidet denn, wenn er erkuhlet,Schnitten daraus und bräunet ihn ab,oder trä-get ihn auch also unabgebräuuet auf.Oder man
-roessert. nimmt zn ackt wohlzerklopfftengankenEyernWeil er das Versetzen nicht wohl leiden kan, so und sechs Dottern ianglicht geschnittene Man-
thut man am besten, daß man die Kerne gleichdahin stecket, wo die Bäume sollen stehen blei-ben,welches geschehen muß,wenn dieKälte undNacht-Froste vorbey sind: Denn dieser Baumhat die Art an sich, daß er seine Blüthe zu ebender Zeit bringet, da er gexfianzet wird. Diegelben Schosse, so sie inwendig austreiben, sollman bey Zeilen wegnehmen,weil sie sehr an derFruchtbarkeit hinderlich sind. Die Früchtesollen an einem schönenTage abgenommen wer-den^ Dieser Baum soll lieber im Alter als inder.maend tragen. Wenn er unfruchtbar, soenmosset man ihn au seinerWuruel imWinter,Mr man bohret ein Loch unten am Bodeis inStamm, und schlägt einen eichenen Zapfenvmin,und besprenget ihn mitMenschen-Harn,Iv wird er wieder neu befruchtet werden. Wäre«derderBaum noch zu jung, daß er dasBoh-»n mcyt leiden konnte,so schneidet man ihn am«den au,als wo-nach sie auch besse: zu wachsenMgen. Der hochstämmigen Mandel-BäumeMbt es zweyerley Gattungen, deren die eineluiie, die andere bittere Mandel-Kerne trägt,U-cvnllmisch, II Tt>.
dein, Zimmet, Muftaten-Bluth, Cardamo-men und Citronat nach Belieben, giessetfünffbis sechs Löffel voll Rosen-Wasser dazu, undmischet drey Viertel-Pfund Zucker, und ebenso viel schönes Mehl darunter, rühret alleswohl durch einander,bestreichet die Pfanne mitButter, das Brot aber, wenn es gebacken, undin Stücke geschnitten, mit Eyerweiß »c. Odernehmet ein halbPfund mit Rosen-Wasser frischaestossene Mandeln, drey Viertel-Pfund ge-stossenen Zucker, zehen frischer und wohl zer-klovsster Eyer, und ein halb Viertel Weiken-Mehl, wircket alles wohl unter einande--, backetes denn auf einem Papier in de > Pfannen,schneidet es zu Stücken, bestreichet es mitEyerweiß, und streuet zesteffenen Canarien-Zucker darüber.
Mandel-Holy, siehe Mandel, Mangel.
Mandel-RväheLder Mantel-Rrähe/son-sten auck B?avack,Dlau-Ärähe/Dlaurock/Garben-Rräde oder Grün-Rrähe genannt,ist ein Vogel in der G osse eines Nuß-Hähersoder Ho!k--Schreyers, nur welchem er mehr