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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
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1765-1766
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Mandeln

Man deln Mandel-S päne 1 766anfanglich mit nachfolgendem Clyflier den Leibwohl offen halten: Nimm Kleyen-Bruhe an-dertkalbe Kannen, Coloqvüiten-Marck zweyQvint, Tausendgülden-Kraut zwey Händevoll, Beil-Kraut eine Haud-voll, Thomae-

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Ger. Nimm Manlbeer-Blalter drey Händevoll? drey Lorh Camilleii-Oel, und altes'

Schmeer, so viel genug zu einem Pflaster ifl,>lasse es unter einander warm stoßen. Oder!nimm eine Galle von einer Ziege, ein Nessel,

Wein, zwey Loth Pfeffer, ein Qvint !einSas->Zucker sechs Loth. drey^Ever'Dott?«,''' »,-stan, ein halbesNössclHviiig,nnd siede es nn-jter einander gesotten und warn-

So aber das Geschwar inwendiq aufbräche,a>,v, dasi das Eiter zum Maul heraus liesse.

ter einander zu einem Pflaster. Wenn sich

aber die Geschwulst nicht vertheilen will, >o .

sauniere den Ort fein warm mit nachfolgen-10 lasse sowohl obige Purgation als das Cln-»m Salben: Nimm ein Viertel Ptund But-!flier nicht unterwegs, und salbe den Ortter, sechs Loth Lor-Oel, vier Loth Althee,und'täglich mit einem mit Honig beschmiertenlasse es wohl unter einander zergehen. Oderi Instrument. Das Pferd >ol! in einem mit-«imm ein halb Pftuid alt Schmeer, acht Loth telmaxig warmen Stall stehen; sein Futtergeflossene Pappel-Wurtz, mische es unter ein- soll alles gebrochen oder ge>chreten, und mitander, und lege es wann über. Oder nimmILerchen-Schwamm und rothen Kichern ver-

mengt, der Tranck aber laulicht seyn, undmit schönem Mehl, Honig-Wasser, und etwasSalpeter vermenget werden.

Mandel», Heisset das geschnittene oder ge-hauene, aufgesammlete und aufgebundene Ge-traide, auf dem Felde inMandeln seken,daS ist,allezeit funsszehen Garben auf einen Haussen,über einander legen, welcheHauffen, nachdemsie von emem Getraide, als Korn, Weißen,Ha-ber, Gerste ze. sind, auch Ro^n-cveiyen^a-ber oderGerstcn-Mandel» genennerwerden.Siehe INandel.

Mandeln, Mangen oder Rollen,heisset di»weisse Wasche, uns anderes so leinen als wolle-nes Zeug, wenn es auf die Mandel Hölxer ge-wickelt, durch Hin-und Herziehung der Man<del, Mangel oder Rolle, glatt und weich m^chen. Siehe Mandel, Mangel.

Mandel- Oel, wird sowol aus süssen als bit»tern Mandeln gexresset. Siehe Mandel.

Mandel-Seiffe, siehe Seiffe.

Mandel-Späne, sind ein Gebackenes vonMandeln, welches folgender Gestalt bereitetwird. Nehmet ein halb Pfund Mandeln, zie-het solche in heissem Wasser ab.uiidwerffer siedarauf in kaltes Wasser, hernach lasset selbigeim Mörsel mit ein wenig Rosen-Wasser, abernicht zu klar, abstossen. Inzwischen nehmetvon acht Eyern das Weisse, und peitschet sol-ches mit einer birckenen Ruthe zu einemSchnee; streuet vier Loth Jucker darunter undpeitschet es ferner, darnach rühre: die Mandel»darunter, so geschwind als es nurmoglichundpeitschet oder schlaget solche so lange, bis es al-les zusammen klar ist. Endlich schneidet vonOblaten Pläkgen, wie ihr sie haben wollet,thutmit einem Löffel von denen geflossenen Man-deln darauf, streuet kleinen bunten Zucker dar-über, und backet sie in einem nicht gar zu heissei»Ofen. Wobey zu mercken, daß dergleichen Sa-chen besser in einer Torten-Pfanne zu backensind, als in einem Ofen, weil man die Hire ge-ben kan wie man will. Manoel-Späne aufei-ne andere Art zu bereiten: Stosset ein halbMund Mandeln nicht gar zu klein, und thut sie!in einen neuen Tiegel. Hierauf schlaget vonzehen Eyern das Wnsse auf vorher beschriebe-ne Art zu einem Schnee, reibet Zucker darein,,und schlaget ihn weite:,/chüttet solchen damach

Kobl-Kraut und alt Schmeer, vermische eswohl warm unter einander, flösse es hernachnoch einmahl alles zusammen,und lege es warmüber. Oder nimm Camillen Oel, Lorbeer-Oel,

Dili-Oel,eines so viel als des andern, und treu-sclc es dem Pferde in die Ohren. So bald nundie Geschwulst zeitig wird, so schneide sie auf,

»e»n sie von sich selbst nicht aufbrechen will,und halle die Wunde, bis sie peinig gereinigetist, lange offen, schmiere auch solche etliche Ta-ge nach einandermit folgender Salbe: NimmWg, Oel-Hefen,Saly,eines so viel als des an-jder», siede es wohl mit einander, und >o es sichgerciniaet hat, so streue folgendes Pulver dar-ein: Geschabt Kupffer zwey Loth, Weyranc»zivcn Loth,Erven zwey Loth,unter einander gemischet. Wenn du das Geschwür niit keinen«

Schnitt eroffnen wilst, so eauterisirs, laß es derGebühr »ach reinigen, nimm eine Feder odereincWicke von Baumwollen, bestrciche sie mirdem ^nzusnlv , und flecke sie des

Tages zweymahl in die Wunden. Wenn dieMandeln austauffen und dicke werden, so zündedieHaarcan demselbigcnOrte mit einem Lichtan,bis dieHaut ansängt gelblich! zu werden,lege alsbald, um den Brand undSchmertzenzn.stillen, Cyerklar darüber, und lasse es also einen'sanken Tag darüber liegen, nachmahls, wennou selbige wieder hinweg genommen hast, soüberlege den Ort des Tages zweymahl mitnachfolgender Salbe: n-c- Vitriol und Al-thee, jedes sechs Loth, alt Schwein- Schmalzzwvlff Loth, mische es unter einander über ei-nemKohlseuer zu einer Salbe. Wenn sie dennzeitig werden, so »ssne sie mit einer Fliete, oder«uterisirs und reinige sie, schmiere hernachrings um den Schaden herum warm Schwei-mn-Schmaltz. Oder ziehe dem Pferd ein Haar-Eeil über die Geschwulst, so wird sich der FlußwdHilze gar bald heraus gebe»,lasse dasHaar-«eii darinnen, bis der Schaden sich gaim ge-W hat, alsdeun heile es mit dem Uni-neniound folgends mit linderer Salbe!U- S» bald du aber spürest, daß das Pferdwiter währender Cur wieder schlingen und«peise zu sich nehmen kan, so gieb ihm nachfol-gende Purgatisn ein: 5uccum kliirerü, zweyIalappa, Lerchen-Schwamm, jedes ein^oth,Wein eiuNösselunter einander gemischt,1»»^ ..„.»v- »,»

dem Pferd eingegosscn. Ma» soll ihm aberjan die Mandeln, und rühret es wohl durch ein-