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lange Aehre von einer besondern Figur:Denn sie ist in viele Wechsels - weise stehen-de Theile eingetheilet ,' deren jeder wiedereine kleine Aehre zu seyn scheinet; darinnenbefinden sich kleine Körnlein, >velu>e gerin-ger als der Roggen, einer röthlichen zarbe,und mit Mehl gefüllet sind.. Seine Wur-zeln sind zaserichr. Wenn dieies Lulchs oderTrespe viel unter das Getraide komnit, dar-aus Brot gebacken oder Malk gemacht/ undBier davon gebrauet wird, so machet ,ol-cheS Brot und Bier das Him schwindelichtund denKoxff verwirrt,, voll und trmicken,daher, so viel immer möglich, sich davor zuhüte». Hingegen ist er denen Hunern, Ca-pauiieü, "und sonderlich denen Taube?! undWachteln gesund, weiche davon in kursierZeit sctt werden, und hat auch in 1er Ark-ney seinen guten Nützen, maassen der Saa-men und das Mehl davon zertheilen./ zeiti-gen und saubern, und in Brey - fvrmigenUmschlagen, zu den harten Beule» und Ge-schwülsten , Kröpffen, fressenden und faulenSchaden und kalten Brand, oder, so mansich sonst verbrennet hatte, treflich dienen.Wenn man den unter dem Weisen stehen-den Lulch oder Trespe mit der Wurkel aus-reißt, aus demselben einen Krank verferti-get, und selchen um die Obst -Bäume bin-det, soll n dieselben ihre Früchte nicht un-reiff abfallen lassen, sondern bis zur rechtenZeit behalten.
Lunge, ist ein Theil des Eingeweides,welcher die Höhle der Brust beynahe alleineerfüllet, und im übrigen zum Äthemhole»dienet. Ihr Wesen ist zart und ga»i;schwammig aufgeblasen , daher sie - garieichte und dünne, und von viersüßigenThieren, von welchen man sie zu speisengewohnt, auch leichte zu verdauen, undobwohl die Nahrung, die sie giebt, etwaskalt und feuchte, ist sie doch so gar bösenicht. Am gewöhnlichsten wird die Kalbs-Lunge zuvorderst gehantelt und in Stückenzerschnitten, mit Wasser und Salft zumHeuer geseizet, alsdenn entweder herausgenommen, und wenn sie verkühlet, in klei-nere Stucken geschnitten, in Fleisch-Brühevollends gar gekocht, mit grüner Petersilie,mit Zwiebeln und dergleichen zubereitet,vdex gantz und gar klein gehackt, und nebstdaran gebranntem Mehl und zugeaosscnerMisch-Bruhe zu einem Mus gemacht; dasgehörige Gewürke ist Ingber! Pfeffer und«all?. Die Schweins-Lungen pfleget man,nachdem sie ebener Massen mit der Leber,Hew und Nieren abgekocht und verkühlet,«u hacke», und in die bekannte Würste zuftossen; nicht weniger werden von denenLunds-Lebern gute schinackhaffte Würste be-reitet.
Lungen-Rraut/ ist zweyerley. Das fle-aiyte Lungen hat lange, breite,
mmge, rauhe Blatter mit weissen Flecken,deren einige aus derWurüel hervorkommen,und auf dex Ltden liegend bleiben, andere
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aber an Venen Purpur-farbnen rauhen eckig-ren Stengeln heraus wachsen. Die Blu-men sind gestaltet wie die Schlüssel - Blu-men , blau und Purpur-färbig, denen ein«cywartzlichter Saanien folget. 5»at einedicke, seiste und braune Wurkel, und wirdvon etlichen auch Hirsch-Mangold genen-net. Dieses ^heilsame Kraut wachset zwarixild in Waldern und schartigte» Gebü-schen , wird aber mehrentheils in Gartenunterhalten, und aus dem Saanien oderdurch Zerreißung der Wurkel vermehret.Es wird ,owohl innerlich als äusserlich, alseines der besten Wund-Kräuter, zu Heilungalter Schäden und Geschwüre gebraucht,es wehret der Fäuluug, und hat eine son-derliche Krasst, die Gebreche» der Brustund Lungen zu curiren, und kan entwederin Wein oder Wasser gesotten, und mitRosen-Zucker vermischt, oder auch gepulverteingenommen werden. Man pflegt auchein Wasser daraus zu destilliren, welchesvo» gleicher Krafft und Würckung ist.Das gemeine Lungen-Araur sder soge-nannte
Lungen ZNoos/ oder Raum-Lungen-Rraut, wächser sowohl an denen Eichen unddergleichen wilden Bäumen in den grösse-sten Dickigte», als auch an den Steinenund Felsen; ist breit, dürr und trocken,oben grün und unten.gelb, mit weissen Flecken bezeichnet und löcherichr, als wäre esvon den Würmern durchfressen; wird gepul-vert und mit Honig vermischt als ein beson-deres Mittel wider die Lunaensuch: und an-dere Brust - Kranckheite» eingenommen; esstillet die rothe Ruhr und andere Durchbrü-che, und wird pulverisirt in frische Wundengestreuet, welches sie bald und sauber zusam-men heilet. Es kommet auch mit unter dieArmieyen wider die Lungen-Gebrechen desViehes, und wird insonderheit den Schaa-fen und Rindvieh zum vfftern mit Saly ver-menget gegeben, solche vor das Faule» derLungen zu bewahren.
Lung^,sucht, ist eine Kranckheit, welchedem Pferde - Rind - Schaaf-mid Schweins-Vieh sehr gemein ist. Bey den Pferden rüh-ret sie daher, wenn die Lunge mit dickerschleimigter Feuchtigkeit, die von dem Kopssherab auf dft Lunge fallet, überhäuffet ist/da denn dieselbe, bey nicht bald erfolgenderHülsse, zu schwären und zu faulen unfä»-get. Diese Kranckheit erkennet man dabey,daß ihm der Athem stincket, und wenn esdenn anfangt zu husten, so ist es hohe Zeitihme zu helffen: Denn diese Kranckheanimmt bald überHand; Derowegen stoffeman Lungen-Kraut, Brunn-Kreß sammtder Wurkel, Leber-Kraut, Baum-Oel,Liebstöckel/ Haselwmtz, Hirsch - Aunge»,Bepfuß, Attich und Eichen - Mistel alleswohl mit Wein unter einander, und giessede» Sasst dem Pferde ein; man mag auchgemeldete Kräuter pulvern, und dein Pfer-de mtt dem Futter eingeben. Sdxr: Ma-5HHHZ iiehmx