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kalte Fieber. Das Oel wird nicht nur bey de-nen Menschen zu den Gebrechen der Nervendes Ober-und Unter-Bauchs und der Nieren,wiver das Sausen und Kiinzen der Ohren, zudenen vom Schlüge gelähmten Gliedern, undwider die Hust Schmerzen!e. sondern auch beyPferden und Vieh starck gebrauchet, wieivohidas desrillirle Oei eine viel kräffugere Wirkunghat- Wenn das Lor Oel oder Lorbeer-Oel ge-recht, muß es gelbgrün, etwas körnig, dick, hartund wohlriechend seyn. In der Küche werdendie Lorbeeren wie der ganye Jngber, mir demFleisch gekocht, um demselben u. der Brühe eineu angenshmenGeschmack zu geben, die Blät-ter aber nicht nur an Fleisch und Fische :u ge-würtzten Brühen, in die Wiidprets-Pasterenund vielen ander» Speisen gebraucht, sondernauch die Trachten aufdenenSchüssel-Ränderndamit garniret. Die Allen haben zu gewisserZeit die Blatter ins Feuerzeworffe»! hat essehr geknastert, habe» sie eine gute Erndre, woaber nicht, eine Theur-ung vermuthet. Der
Dreitblätterige Lorbeer-Baum, ist demerstdeschriebenenLorbeer-Bau», in allen gleich,nm daß er grössere, runde und lichtere Blät-ter hat. Er bringt seine weisse Blumen, so ei-nen starcke» Geruch von sich geben, und nachsolchen die ordentliche L°»beer Frucht- Die>eiZ^ume werde» vermehret, theils durch ihreFrucht, welche, wenn sie annoch frisch ist, indas Erdreich gestecket wird, oder aber um ein,uerck!icheS geschwinder durch die aus derWuitzel'hervortteibende Brüt, und zwar imMertzen oder April, als in welchem der SafftausderWurtzel in die Stamme der Baumewieder hervor qviliet, doch müssen solche Ne-ben-oder Brüt-Schößlinge, wenn sie zumVersetzen taugen sollen, schon eines Daumensdicke seyn, und wenigstens vier Finger tief ineine ziemlich fette Erde geseyet werden: Dennvbschon die Lorbeer- Baume allenthalben leichtausschlagen, stehet ihnen dieselve doch ambesten an, und weil sie die Kalte nicht vertra-gen können, setzet man sie mit denen Citro-nen- und Pvmerantzeii-Baumen zugleich zeit-lich in das Gewächs-Haus oder in die Win-terung, und um desto leichter hin und her ge-bracht zu werden, in grosse mit eisernen Rei-fen versehene runde eichene Kübel, oder der-gleichen viereckigte Kästen. Sie wollen denSommer über öffters fleißig begossen seyn, undleiden das Garten-Messer nicht gerne, verder-ben auch leicht davon, woserne der Schnittnicht alsobald mit Baum-Wachs verstrichenwird. Man kann sie ungemei» schön in Cronen,Pyramiden, und andere Figuren ziehen, undwerden dergleichen gefunden, die zwantzig,bis vier und zwantzig und mehr Fuß hoch sind.
Der wilde Lorbeer-Äa»m, hal in der Ju-gend breite rundlichre Blätter, welche bey zu-nehmendem Alter schmäler werden, und sich ielänger ie mehr zuspitzen. Auf der rechten Sei-ten sind seine Blätter alle glatt, auf der andernSeiten aber habe» sie gemeiniglich etwas rau-hes/ «v» sich die Ader» anfangen. Dieser Baum
? °r - Oel
wird durch seine häuffig treibende RebemBrüt
vermehret. Der
Americamsche Lorbeer-Bai,m, ist unter al-len Lorbeer-Bckumen der stärkste am Stammeund Aesten. Seine Blätter sind noch ems sogroß als der andern- Er kommt bey uns zurKiute, weiche weiß »ndTraubenweise beys^m--nsn hängt, treibet aber keine Brüt, undmußdahero durch Anhängung der Spalt-Topje ver-mehret, im Sommer fleißig begossen, un5desÄiiiters an einem warmen Orte im GewäcyS-Hause verwahret werden- Er ist noch ziemlichrar, und anfänglich, wiewohl irrig,vereinenCaneel oder Aimmet-Rinden-Baum au«gege-de» worden. Der
Alcxandrmische Lorbeer-Baun, / ist ei»
holdseliges Gewächse, welches einer Ellen hoheStengel treibt, und länglichre, dicke, starck mitAdern durchlauffene und spikige Blätter hat,die von einer schönen grünen Farbe, und denenLorbeer-Siätteni gleich, als wovon auch diesesGewächseseinsnNahmen bekommen, aber vielkleiner sind- Aus den Mi-rten dieser Blätter,kommt em anderes kleines Blatt von aleicherGestalt, wie ein Zünglein hervor. Die Bluten,welche sehr klein, und wie Schellen wrmiretsind, Hänsen an kleinen Stielen, und wachsenunter erstaedachtcn kleinen Blättern oderZmuilei» heraus. Nach denenselben folqenBeere, in Grosse der Kicher-Erbsen, ein wenigweich, und wenn sie reiff sind, roth, in weichenein oder «wen Horn harte Saamen-Körner lie-gen- Den Nahmen des Alexandrinischen Lor-beer-Baumes führet er daher, weil dessen ehe-dem sehr viel um Alexundria gewachsen sey»solle. Dieses Gewächse wird von denen ab-geschnittenen und eingelegten Zweige» ver-mehret. Der
Lorbeer Rirsch-Damn oder Rirschei, Lor-beer 25aum, ist ein angenehm zu sehendesBäumleiu, dessen Blätter denen Lorbeer-vdervielmehr Citronen-Blättern gleich sehen, amRande zerkerbt, glatt, grün, gläntzend, und ei-nes etwas bittern zusammenziehenden Ge-schmacks sind. Seine Blüte ist sünffblcktte-rich, weiß und ohne Geruch. Die darauf fol-gende Frucht gleichet einer Kirsche, in welcherein län i lichter bittrer Saamen in einer beyna-he oval-runden, dünnen und mürben Schaalelieget- Er behält seine grünen Blätter Winteru. Sommer, blüher ini Iuniv, und wird durchdie Brüt u- Schvsilingeftrtgebracht,kanauchwohl mit angehängten Spalt-Töpffen vermeh-ret und weiter fortgepflanzt werden. Ein paarBlatterin frischerMilch gekocht, giebt dersel-ben einen angenehme Geschmack wie Mandeln,soll aber die Colie verursachen, an welcher Wir-kung iedoch, da man eines andern verstchertist,billig gezweifelt wird. Diese Blätter zu Pul-ver zerrieben, verursache» ein Niesen-
Lorbeer-Rraut, suche Rcllers-Hals.
Lorbeer-Rose, siehe Oleander.
Lor -Oel, wird insgemein das Lorbeer -Oelgenennet, dessen bereits unter demWortLor-'bcee-SaumiLrwehnung geschehen.