i57l Laberdan kachS
dürren ungebauten Orten, neben den Wegenund Zäunen.
Laberdan / ist ein Fisch, der dem Cabeliau«ank gleich kommt, daher man sich wegen dessenZurichtung in allen, wie bey dem Cadelia» ver-hallen kan.
Labyrinth, siehe Irr-Garlcn.
Lachen-Knoblauch, Scordien, ^Vasser-
ZSarhenig,'wasser, R"obIauch,ist einKraut,
«elches an ftuchten schattigten Orten wildwächset, aderauch, um seines Nutzens willenin der Artzney,i» die Gärten verpflanzet wird.ES hat viereckigte, braune haarigte Stengel,und lan denselben zwey und zwey weißlichtc,»auhe, gekerbte Blätter, zwischen welchenkleine röthlichte Blümlein hersur kommen,denen ein kleiner am Geschmacke bitterer, amGerüche aber dem Knoblauch gleichkommen-der Saamen folget; die Blatter haben glei-chen Geruch und Geschmack.
^hat zuerst dieses Kraut vor das rechte Seor-dien in Deutschland angegeben, welches vor-her« von den Italiänern aus der Insel Kretagebracht, und von ihnen um vieles Geld haterkauffet werden müssen. Dieses Kraut, wel-ches im Junio und Iuüo blühet, und alsdennzum Gebrauch gesammlet werden muß, isteiner wa»mcn, trockenen, zertheilenden, rei-nigenden und Schweiß-treibenden, auch derFänlung und allem Gifft widerstehenden Ei-geiischafft. Im Wein oder Wasser gejottenund übergeleat, reiniget die Wunden undheilet vortrefflich, insonderheit alte Schä-den, faule Geschwüre, und den kalten Brand-Die Blätter mit scharffem Eßig oder Rosen-Wasser übergeleget, lindert die podagriichenGchmertzen. Alle davon präparirte Artzney-en, als das Wasser, welches zu Anfang desJunii gebrannt werden muß, der Syrup, derN»rrü5t. das Saltz und die Latwergen, wovondas vwlcnrriiun, k>zcsliorii lnsciiderheit ge-rühmet wird, sind wider die Pestilentz, gifftigeFieber, Pocken, Masern, nnd alle anfälligeKranckheiteu vortrefflich gut zu gebrauchen.Das Wasser und der aus dem Safft zugerichte-te Syrup, todten die Würmer bey den Kin-dern, so man ihnen-bisweilen ein paar Löffelvoll eingiebt. Die Latwerge hilfft in Magen-weh, rother Ruhr, Husten und Lungensucht.
Lach?, Salm, ist ein k>ikiz zn-i-iromui oderzurück gehender Fisch, welcher aus dem Meerweit in die Ströme hinauf steigt, und wenn erdaselbstgelaicht, seinen Weg wieder zurücke indas Meer nimmt. Sein Kopff und Maul sindnicht gar groß; in dem letztem hat er vieleund scharffe Zähne; er ist starck vom Leibe, cmf idem Rücken dunckelblau, an den Seiten aber 'lichter und qläntzend, am Bauche gantz weiß,und mit schwärtzlichte» Puncten hin und wie-der besprengt. Er ha: eine weisse und Knochen-hakte Junge; am Bauche, wie auch auf demRücken, etlichestarcke Floß-Federn, am Kopff^aber ans ieder Seite vier Blut-rothe Kiese» ^oder Fisch-Ohren; sein Fleisch ist rothgelb-lich oder Leib-Farb, seist, wohlschmeckend undnabrhaffc,gber etwas hart iu verdauen, daher»
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es sür schwache und kräncklichte Leute »ichthe-ilet, wenn es aber in einen jungen starckei, M..
gen kommet, und daselbst wohl verdaun Md,so giebet es reichliche Nahrung; insonderheitwerden die jungen Lckchslein, so nur etwa einerSpannen lang, vor sehr Niedlich und gesund ze-halten ; hingegen sollen, der gesalzeneLachzsowohl, als der geräuchsrte, desto ungesunderseyn, wenigstens erfordern sie einen guten -M-gen- Gegen den Winter gehen die Lachse ausdem Meer, damit sie laichen könne», in die Es-sen Wasser und Ströme, und, zwar vornemilchin die Weichsel, Oder, Elbe, bis über die EMund Mulde, unter welchen dieEIb-Lachse vordie besten und schmackhafftigsten gehalten wer-den ; lngleiche» in die Weser, in den Rhein,und in die Mosel, ja auch bey uns herum, zuDessau in die Mulde, welche Ströme mscil-derheit dcm Lachs einen angenehmen undze-deylichen Aufenthalt geben, Massen die m sol-chen Flüssen gefangene an gutem Geschmjalle andere übertreffen; dahingegen diejeni-gen, so in der Scheide, Themse, undro.nie gefangen werden, denenselben an Tüllbey weitem nicht beykommen. Wenn sielaichen« wollen, machen die Weib lein in denSandaufden Grund des Stroms kleine tie-fe Gruben, die sie mit Steine» wohl verwah-^ ren, damit das Wasser ihren Rogen, welchen siej inErbsen-Grösse in dieseGruben legen, und mit^ Sand wieder zudecken, nicht zerstreue- Und ol>! gleich die Wasserfallen, auchdie Gruben ver-i trocknen, soll doch derselbige nicht verderben,sondern in dem Frühling bey wachsendem Was-' ser lebendig werden. Die Jungen,so darauser-wachsen, gehen, ehe sie jährig werden, demMeer wieder zu, und kommen, wenn sie zu einerziemjichen Grösse gelanget, von neuem dewStrom entgegen wieder zurücke. Durch die»ses Austreten verlieren sie ihren rohen Meer-Geschmack, und find im Majo bis um St. D-hannis am besten zu gemessen: Denn gegen ihreLaich-Zeit werden sie magerer, und bekommviele braune und gelbe Kupffer-Flecke, welche, von einigen vor eine Kranckheit gehalten, undmit den Finnen der Schweine verglichen, auchdaher» das Verspeisen dergleichen Kupfer-M-se zu solcher Zeit unterlassen wird. Sie gcliw- gen zu einer ziemlichen Grösse, so daß sie Mi-zig, dreyßig,auch wohl bisweilen viertzig PP°schwer gefangen werden, und sind dabey ciimso harten Lebens, daß auch das Hertz etM 'Stunden, nachdem es aus demFisch genomnicnworden, sich noch beweget. Einige macheMBenennung dieserFische diesenünterscheid, dassiesolche im Frühling und Sommer Salme»,im Herbst und Winter aber Lachse nennen, l»etliche wollen gar aus den Salmen eine aMbesondereArkFische machen. Sie werden tdci «in den Reussen und Garnen gefangen, lhe»-zu Nacht-Zeit bey angezündeten Fackeln, WGeeren,Dristacheln vderAal^Gabeln aeßvche«,am besten aber und ohne die geringste Muhe ^kommt man sie in denen, vornemlich dieser Ksche halb«», auf den Flüssen gebauten MWLängen, An ttlichenOrttn Habens