i;i7 Krebs-Augen
vernienset, »'verschmieren, so wird es wiederauswachsen, und der Krebs sich verlieren.5Dn kan auch im ffebruauo , da man ohne-dem die Baume sauber, einen kleinen Bohrer ohngeftbr eines kleinen Fingers dick »ehwen, und damit in den Stamm desMwenBaumes, woraus man vorhero den Krebs sc>)vnanschnitten hüben soll, etwa» drey Locher bisauf den Kern bohren, und hernach von Wachholder-^o!« gleicher Dicke Zapflein hineinschlagen; auch fortbin des Baumes mit Al>-sch^'iuia des Moses, Ausräumuna des Un-itac: ans den Zwieseln, und in andere Wegewohs warte».
«rcds Auncn, oder besser, «rel'S Steine,werden dieienigen runden Steine genennet,die sich nur zu gewissen Zeiten, nemlich in derMäuse, üNVkNdia oben am Kopsse, oder viel-mehr am Mögen des Krebses befinden- DieNaturkundiger geben unterschiedene Ursachenan, woher diese Steine entstehen mögen;doch wird derjenigen Meynung am meistenBeyfall gegeben, da man davor halt, daß dieseSteine sich von dem Tale cenlrsli Lzlszmicac» ZU der Zeit erzeugten, wenn dieKrebse sich wegen ihrer Mäuse versteckten,und diese steinige Materie von der Naturdes Krebses dann» vorräthig gesammlet wer-de, damit hernach der Krebs, wenn er die alteSchals abzeworffen, davon die Bersiärckuügder neuern Schale hernehmen könue. DieseKrebs-Auge», von welchen die blaulichle»,so rsn lebeuduen Krebsen kommen, vor besser, als die weissen, welche man den gesotte-ne» au-.Aii-.iNZt, gehalten werden, haben eine«müssende Krafft, dampssen in dem menschli-che» Leide al'e unnatürliche Saure, und wer-de» daher» als eüies der auergemeinstcii Haus-Mittel wider den Sod, Colie, Stein-Schmer-ien, Seiten - Steche», hisi'ze und abwech-selnde FiedK, nnr oder ohne Zusatz andererDinae täglich gc!-r,i«ck)t. Wenn jemandenein Sraubleii^ oder w. s es sonst kleines sey,ins Au »e xeMen, soll man ein gantz klei-nes Krebs. Aeuaelein in das Auge zwischendieAugen-Lieder hineinthun, also, daß esdarmuen hasste, und der hohle eingedruckteTheil davon den Aug - Apssel berühre; dar-nach soll man mit seinem Finger auswendigunten oder oben an die Augen-Lieder deszugeschlossenen Auges greissen, sonderlich andem Ort, wo es wehe thut, und um dasselbemit dem Finger sachte herum fahren, sowird der Krebs-Stein dasjenige, was imAuge gesteckt ist, mit sich heraus nehmen.Vulsei'isitte Krebs-Augen in frische Wun-den gestreuet, stillen das Bluten derselben.Krebs-Augen mit Limonien-Sasst, oder de-stillirlem Eßig solvirt, vertreiben das Lenden-lwd Nieren - Wehe, und führen den Sandund Gries ab. Wer gefallen ist, und geron-nen Blut bey sich hat, der nehme Krebs-Aug^en, lindens Kohlen und Körbel-Kraut,gepulvert und unter einander gemischt, eineshalben Lothes schwer in einem Trunck war-men Eßig auf einmahl ein, und schwitze dar-
. Krebs. Butter Krebs-Cuter -51z
aus. Wenn gepülverte Krebs - Augen'mit..?!g und Salst-Wasser vermischet werden,so wird gleichsam eine weiffe Milch daraus,weiche, alte Schaden damit bestachen, die»seleen heilen wird. Wer gantze Krebs-Au-gen ausserhalb denen Avothecken, und von" cttt aar gewissenhaften Materialisten kaufft,muß sich wohl in acht nehmen, daß er nichtbetrogen werde, denn es finden sich böi'e Leu-te, welche dergleichen aus weisser Erden, oderklar gestoßenen Tobacks Pfeiffcn, so vollkom-men nachmacden können, daß sie von denrechten und ächten mcyr zu unterscheiden,ohne wenn ein ^rirus zciciux darauf gegosseilwird, welcher bey denen achten ein Zischenoder Gähren erreget, dergleichen man aberbey denen nachaekünstelten nicht verspürenkan. Die von der guten Art werden zu uns,wie auch anderwerts zu gantzen Fässern undZacken voll aus der Marck, Pohlen undMeseau gebracht.
Rrebs-DIumen, siehe Tvaryen-Rraut,als welches einerley.
Rrebs-Vurrer, wie solche an die Speisenzu gebrauchen, wird also zubereitet: Man pu-tzet die Schalen von denen ausqebrocl'cnonKrebsen sauber, damit nichts nasses darinnenbleibe, so sonst^von den Krebsen weggewor-fen werden, stößet sie hernach im Mörsel,und leget ein ziemlich Stäck ungesaikeneButter dazu, flösset dieses alles ferner durcheinander, nimmer es mit einem Rahm Löffelheraus, und thut es in eine Cesserole oderTiegel, setzet es aufs Kohl-Feuer, und lässetes rösten. Wenn es nun satt geröstet hat, soschüttet man es in ein Haar-Tuch, oder nurin eine Serviette, und zwinget es durch, soist die Krebs - Butter fertig. Oder: Mannimmt ein halb Schock mehr oder wenigerlebendige Krebse, hacket ihnen vorne dieKopsse ab, daß die Galle heraus kömmt, flös-set sie alsdenn mit Butter im Mörseiab,undröstet sie wie die vorige, zwinget sieauch her-nachmahls durch, so ists geschehen. Die zurArtzney gebräuchliche Krebs-Butter suche un-ter dem Wort Ärebs - Salbe.
Rrebs-Euter, wovon sben unter demWort Rreds gedacht, wird also zubereitet:Nehmet ein Schock, auch noch mehr Krebse,schneidet selbigen vorne» den Koxff ab, daß dasBittere heraus kommt, stosset sie hernach imMörsel zu einem Mus, giesset gute Milch dar-aus, und qoirlt es durch einander, streichetdieses so lange durch ein Haar-Tuch, weil einbisgen heraus gehen will; dieses thut hernachin eine Casserole, und setzet es aufs Feuer, rüh-ret es auch beständig, so wird solches zuletztzusammen fahren, als ein Eyer-Käse, schüt-tet solches nach diesem in einen Durchschlag,und wenn das Wasser oder Moicken davongelausten, so schüttet es mit viel geriebenerSemmel in einen Reib-Asch, schlaget biszwvlff Eyer daran, würtzet es mit Muleaten-Blüihen und geriebenen Citronen-Schalen,und reibet es durch einander.Femer lasset emBbb4 Viertel-