!-5Z Huner-H aAs Huttc
bauten Orten, aus selbst eigener Besaamunghervor wächset. Es hat eine kleine zascrichleWurstel, aus welcher viel runde, zarte, wei-che und «Küfft- reiche Stengel wachsen, diemehrentheilsaufder Erden liegen. Die Blat-ter sind etwas rund und ein wenia spilzig, zwi-schen welchen kleine weisseBlümlein an schma-len Stielen hersur wachsen, aus denen Hülsenkommen, die einen geldlichen Saamen brin-gen. Cs ik am liebsten an schattiaten Orten,wird von allen kleinen Sang Vögeln sehr ge-liebt, und beaieria gefressen, dahero es gemei-niglich an ihre Gebäuer gsdänget wird. Die-ses Kraut ist kalter und seuchter Eigenschafft,das im Man davon ausgebrannte Wasser, isteine treffliche Kühlung in innerlicher Hitze, inFiebern und andern lmiaen Kranckheiten;äusserlich aber^ vor die Hi6e der Augen; frischmit Fleisch-Brühe gekocht, oder das W.'sserdavon gebraucht, ist den Lungen-und Schwind-süchtigen dienlich.
Hüner-Fänger, siehe Jäger.
Hüner-Seyer, suche Geyer.
Hüner Haus, Hüner-Rodel, ist ein Be-hältniß, wcrmnen bey einer Land-Wirtschasstdie xabmen Hüner über Nacht bleiben können.Dieses soll allenthalben dicht und wohl ver-wahret seyn, und damit kein schädliches Thieroder Uuaezieser hinein brechen könne, einennüt Platten und breiten Flur-Steinen beleg-ten Boden, die Thüre gegen dem Hof undnach dem Abend zu, cinmicDrat-Gitterstarckverwahrtes Fenster, inwendig herum zweyoder drey Reihen von Stroh und Weiden ge-machte Nester, fast in Grösse und Form derstrohernen Back-Schüsseln, und in der Mittegenügsame Sik-Stängiein haben. Wenn keinBrunn oder Teich auf dem Hose, soll vor demHüner-Hanse ein Trog mit frischem Wsssergehalten, und um denjelben ihnen das Futtertäglich zweymahl des Morgens früh, und ge-gen Abend, eine Stunde, ehe sie aufstiegen, uor^gestreuet werden, damit sie sich desto lieber andas Hüner-Haus gewöhnen.
Hüner-Hi-nd, siehe Vorstehender Hund.
Hüner-Milch, suche Vogel-Lraut,
Himcr seyen, das verrichren in der Wirt-schafft die Haus-Mütter, wenn eine Henne ;uglucken anfängt, da sie 15 bis -otagige frischeEyer unterlegen, s. Brüten.
Hüner-Steige,ist ein von höltzernen kleinenStäben und Sprossen viereckigt zusammenge-schlagenes Behältniß, worinnen man die zah-men Huner beqvem von einem Ort zum andernbringen, auch wohl etliche Tage darinnen füt-tern und verpflegen ian.
Hütte, ist ein viereckiger aus Bretern zusam-men genagelter Kasten mit einem höltzernenDach und an der einen Seilen aelassenenThüreoder Oessnung versehen, so daß er v»n aussen dieForm eines Hauses an sich hat. Es sind derenbey einer Haushaltung aus dem Lande sonderlich zwenerle» Arten wohl bekannt, nemlich desSchäfers Hütte, davon das Wortpferch-Hüt-te nachzuschlagen, und die Hunde-Hütte,'wel-che an di« Oerter unter freyem Himmel pfleget
Hulben Huiid 1Z 54
geseyet zu werden, allwo man den Einbruchoder das Einsteigen der Diebe verhindern will.Beyde dienen zu einem Schirm vor Regen,Schnee und anderer stürmischer WitterungEsgiebtaberauchHuttenvcnStroh, u-idson-derlich werden die Feld- undObst-^üter-Hüt-ten davon gemacht,
Hulden oder Holm, IHM in der Zimmer-Arbeit dasienige Qoer-Holk, welches über diePfähle und andere dergleichen Baumeüber gelei-ct wird, um dieselben zusainme-! zuhängen und zu binden. Es ist ein sebr a^tesDeutsches Wort, welches auch die Zimmer-Stäteuud Schiff Gewerf, so aus solchenOver-Hölf-ern und Pfählen bestehet, inDänem^rck'bedeutet.
Hummel, ist ein fliesendes Ungeziefer, wel-ches um ein ziemliches grosser und dicker alseine Biene, bisweilen braun und roth, mei-stentheils aber gantz schwark, und über undüber haarig ist, und seine Nahrung gemeinig-lich in denen Gärten aus Blumen und Blütensuchet, auch daselbst, wegen seiner mit denBienen haltendenFeindschafftchey kaltemWet«ter, da dieses Ungeziefer gerne still zu styenpfleget, aufgesuchet und erschlagen wird. Einmehrers hieoon siehe Diene, Es werden auchan einigen Orten, wiewohl gam? unrecht, diemännlichen Bienen, welche sonst Drvnen heis-sen, Hummeln genennt, so man aber mit die-sen nicht verwirren muß.
Hummers, heissen diejenigen Krebse, soin dem Meer, am hauffigsten aber in dcrWest- und Nord-Seegesanaen werden. Siekommen denen Fluß-und B^ch Krebsen in al-lem gleich, ausser daß selbige sehr ungleichgrosser; ihr Fleisch ist auch weit hütter, undfolgends unverdaulicher als jen.'r ihies, da-her einige nur das inwendige gelbe davon es-sen, Die Zubereitung derselben m eben also,wie der gemeinen, nur baß sie bloß mit Was-ser abgesotten werden. Wer sie uns ihrerGrösse willen, als eine Raritckl auszi'.bchattengesonnen, dars solche nur in einem Back Ofenwohl ausdörren.
Hund, ist ein zahmes vie.Miges und Fleisch-fressendes Thier, welches wegen seiner Treuesehr berühmt ist, und gleichsam dem Mai-schen sowohl zu seinem Schutze, als zu man-cherley Nutzen, erschaffen zu senn >chemer,indem sie gewiß vor andern Thieren mit ei-nem etwas ähnlichen einer Veruunfst unvvielen andern, ja nach ihren fast unzähligenArten, mit sehr verschiedenen Eigenschaffleitbegäbet sind, sonderlich aber sich auch auf ai»lerhand so lustige als nützliche Di>n?e abrich»ten lassen. Es giebt diesemnach Gchooß-Hündlein, die nur zur !ust und zum Zeitver-treib in einem Hanse aewiltet wcrdcii, und wel-che theils ihr zarter Wuchs ne! st andern, ä>-5-serlichen schönen Ansehen, theils i!-r schmei-chelndes und der Metischen Ge-Alichafft eis-igsuchendes Bezeigen, nebst, andern durch dieGewohnheit erlernten Künste» -n:r -beliebtmacht; ausser diesen aber ist insonderheit bn,
einer Land-Wirtschafft. ausser denen verjch!^t Rv-» dciie»