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Hand--voll Hanff
Hanff
»en Blättcr» herum, sauber mir Gold undSilber gestickte, und »ach ihrem unterschie-denen Gebrauch, auch an der Stärcke unter-schieden: anders sind demuach die Fechter-und Reit-Handschuh, und anders, die manauf den Tanz oder zur Zieratk gebrauchet;so hat man auch noch andere, deren man sichdes Winters bedienet, die entweder ausRauch-Waaren bestellen, oder aus Biber-Harne» und andern wollenen Garn gewircketoder gewalcket sind, u, s. f.
Hand Griffe, siehe Seiffe.
Hand-Sprjye, suche Feuer-Spriye.
Hand voll begreiffet so viel, als eine er-wachsene Person in eine Hand zu fassen ver-niöaend ü?. Es wird dieses Wort bey garvielen Sachen gebraucht, insonderheit beySchneidung des Getraides, da der Schnittereine Handvoll Hälmer mit der in der rechtenHand haltenden Sichel, unter der linckenHand, aufeinmahl durchschneidet, und svdennaus vielen solchen Hand vollen eine Garde zu-sammen bindet.
Hand-VVe-fse, siehe ^veiffe,
Haiidwerckcr, werden diejenigen Personengenennet, welclie vermögend sind, nach einemvorgegebenen Muster oder einer iliee eben der-gleichen Sache aus einer gewissen Materie,wenn sie auch noch so unförmlich, ohne beson-dere Kunst vermittelst gewisser Instrumentenzuzubereiten. Es machen diese den nöthig-sten und wichtigsten Theil der.Stadt - o-co-nomie aus, und lassen sich am füglichsten ein-theilen in die Classe, welche zur Speije gehö-ren, als da sind Becker, Brauer, Fleischer,Müller und dergleichen, und in diejenigen,welche zur Kleidung, Zierde und Wohnung desLeibes dienen, worzu alle übrige nur ersinnli-che Arten der Handwercker zu rechnen. Vielezu diese» geköriae Stücke wird man auch ingegenwärtigem Buche jerklaret und abgehan-delt finden, so viel nemlich davon einem sorg-faltigen Haus - Wirt zu wissen nöthig: dasandere aber, welches etwa die Historie und ei-gentliche Beschaffenheit derer Handwerckeranlanget, findet man zum Theil in dem Na-turvorgetragene zum Theil auch ins-besondere von anderen beschrieben, unter de-nen vornehmlich we.gels Abbildung allerstände gute Nachricht aeben kan. SieheHandel. Noch etwas umständlicher wird aberdavon unter dem Worte: iedvch
nur in so weit, als ein Wirt insgemein davonNachricht haben muß, gehandelt.
Hanff, ist ein Feld Gewächs, welches eineneinzigen gerade», viereckigren, rauhen, hohim,und an manchen Orten vfft einer MannsLänge hohen Stenael treibt, dessen Rindeeigentlich zum Gespinste gebraucht und gleichdem Flachs zubereitet wird. Die Bl.ttrersind langlicht, schmal, spikig »nd in etwas ge-kerbt, und wachsen in Gestalt emer offenenHand, haben eine dunckelgruue Farbe, undeinen widerwärtigen stinckeiide» Geruch. Esist aber der Hanff zweyerley, männlich- u»oweiblichen Geschlechts- Das Mannlem^
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welches den Nahme» Hanffbehält, trägttein.
Blumen, oder Blüthen,sondern nach der !>/> ?.des Stengels runde, Wirlelsvrmige C>i2Hauslein, in Venen ein gr„uer oderMensarbuer, rimdlichker, glänzend, und mit in/mweissen Marck oder Kern angefüllter Saammstecket- Das Weiblein verlieret den NakwmHanff, und wird der Fimmel oder Femeund in Oesterreich Västlinggenemiet, treÄeinen zärten, Stengel, und bringt gelblich,-Blumen, die zu Staub werden undk-M»Saamen hinter sich lassen. Es mrd aber die-ses Weiblein oder Fimmel viel eher M,'als das Männlein oder der Hanff, bringetzarteres Werck und Bast; wesweaen »is» eisobald die Blumen anheben zu stäuben, aM-he», und in Bussen oder Posen binden, denHanffaber stehe» lassen mu,>, damit d-iselbmdesto besser z.'iligen möge. Die Erbaumiz desHanffes belangend, >o wächset derftlbe Mgerne in leimigten und stareken, auch nicht indenen allzu hohen steinigten Aeckern.svüdernerwill einen gar gelinden, müden, gut aediinM,und wohl zugerichteten.Acker habe»; dchrpfleget er auch in denen gegrabenen Aecleiiiviel besser zu wachsen, als wenn man ihn u,jFeld, dem Pfluge nach, s«et: weil die Eidemit dem Graben weit besser, als mit keinPfluge durcharbeitet wird. Wenn der Hanfnicht in das Sommer-Feld, so vorher zur er-ste» Art gedüngt worden, kommen Me, somuß der Acker hierzu vor Winters noch ge-dünget, und (wenn der Mist bald gedreitel>derselbe sowohl, als das zum Hanff bestimmeSaamen-Feld, gleichfalls noch vor Winters,etwa im Oetober gesturyet werden, mid als»über WinrerS liegen bleiben. IniZrüh-Zck,um die Fasten-Zeit, wird soden» solcher Vnur bald mir den Ege» überfahren und e«e-eget, folglich im April geackert, oder »Mii besser ist, wen» man Zeit und Leute hat, ?e-! graben, und denn das HanffKom eingeht.Solches geschieher gemeiniglich gegen das! lekte Viertel des Merk-Scheins, um daS-V^c^l des Aprils, und i» diesen Landen meist m»Mareus oder auch kurz? nach Walpnrgis, ckeii-salls im abnehmenden Monden. Dermen soll neu und frisch seyn, und weniiein autes und klares Gespinste haben irill, Ddicke (doch nicht so dicke, als der ZlachS) psäet, endlich aber wohl unter-und eingeW,auch, wie sonssen gebräuchlich ist,den Beeten die Furchen ausgefahren, a«rkeine Wasser-Furchen gemacht werden. ^der Hanff ganyreif, wird er gefimmelt ,ist, man lässet die oben beschriebeneWeiblein, oder de» >o genannten Fiwwe,nemlich die kleinste» und subtilsten SleiMso keinen Saanien tragen, weil sie eher,« °der andere Haiiff, oder das Männlein jew»werden, ausziehen, auf dem Felde ausbrenmund abdorre», naeymahls in Gesunde eM>den, und enn solche eingeführet,dem Hanff einlösten- ^m Angusto umtholo^iäi, wird der Hunff geraufft, ulw >Häuffiem zustimmen gelchiiet, sod«ß die ^>'