i°5Z Hand-Faß Hand-K ouff
^ dem Schmely-Sied-und Saltz- »nd von demBergwcrcks-Wesen, von denen Handwer-kern undMsnusacturen, Künsten und W>>-^ ft^schaften, so n»ch als Stadt-Nah!unzs-Ge-Aid schaffte betrachtet werden, ingleichen vomMi!' Handels-und Commercien-Wesen, wissen! niuß. Sondern wenn ein Wirt seinem Stan-dc nach sich darum besonders, und nicht nurinsgemein bekümmern will, so kan er sich derer^ lü Vergwercks-i.?xicc>!um, woauch vomSaltz-dich, und Schmutz-Wesen gehandelt wird, der-aleichcn zu,»!l«>l>Ki!u« zu Chemnitz -«ilrethat, ingleichen des allgemeinen Kauff-manns-i.t!»ici, so zn Leipzig ttcin^us verle-zet hat, und des Natur-und Kuüst-!.exic, be-Ndienen. Von Handiverckern und Manusaetu-r..^. reu fehlt u»s zwar ein nur einiger Massen voll-K ständiges Lexicon noch. Allein vielleicht rr-^ ' scheinet auch dieses in der heut zu tage we-Zcu der Real-^cxicorum bemüheten Wellj,,/ cinmchl, nachdem dieselbe denenjenigen Leu-/F. ten, die mit diesen Geschafften zu thun habe»,,V und sie nicht als Gelehrte Wissenschafften, dasie keine Gelehrte sind, stndiren können, vor-trefflich misten und zum Aufnehmen solcherzank practischen Dinge dienen. Inzwischen"6V- muß man sich mit einigen besonderen Schriff-^ ' ten von Mannsacturen behelfen, dahin Mar-pergers Manufactur-Haus und andere ze-hören.
MP- Hand-Faß, ist eigentlich das von Zinn,Thon oder anderer Materie auf mancherleyi»^? Art verfertigte Gefäß, darein das zum Hand-waschen vorräthige Wasser, gewöhnlicher mas-sen ausgehaben wird- Man begreifft aber auchvielmahlen zugleich das Hand-Becken mitg«' darunter, nebst dein Gestelle, daraus es gese-ikx! ket,oder daran es gehangen wird, eö sey die-N' ses nun an die Mauer entweder festgemacht,- »der es bestehe aus einem freystehenden und- - beweglichen Postement, welches man zuwei-len mit Umhängen von feinem weissen Caton,»'x ^ zarter Leinwand und dergleichen, woran unten^ herum Spiken oder Striche von mancherleyArt genehet,auszuzieren, und die Stuben da-mit aufzuputzen, ehemalen in Gewohnheitgehabt, welche Umhänge daher auch in das>!' Wasch-Inventarium, unter dem Titel Hand-
Faß Tücher, eingetragen worden.A, Hand-Fröhne, sieheFröhne.
Hand-FrShner, suche Fröhner." Hand Gaul, suche Hand-Pferd.
Hand-Grm, wird nicht nur dasjenige Stü-cke Holtz oder Eisen zenennet, so an einer Sa-^ che angemachet ist, um ,dieselbe daran be-. qvem zu fassen, und damit zu bewegen; son-dern man verstehet vielmahls in der AuSü->. bung dieser und jener Wissenschafft oder KunstAuch diejenigen Vortheile darunter, so mansich durch lange Uibnng zuwege gebracht, um> die vorhabende Verrichtung in einem weitkurtzernWege zu vollziehen, als ei» anderer, durch mehrere Umwege kaum vermögend ist,H >°?l^ch nachzumachen.
Hand-Rauff, wird dasjenige Geld geilen-!> net, welches zu «llererst aus einer Waare ge-
. Hand-Korb Handschuhe »054
loset wird, nachdem man dieselbe zum Ver-kauff ausgesteller oder seil geboten.
Hand-Rorb, ist ein von «antz weissen oderuntermengten schwachen Ruthen länglichrrund und zusammengeflochtenes Behältniß,vbenher init einem grossen Spriegel, auch zu-weilen mit einem Deckel versehen, worinnmFleisch und andere Victuaiien, füglich nachHause können getragen werden. Man findetbisweilen auch in dergleichen Hand-Kocheneinen von Kupffer getriebenen Einsay, so aukden Boden des Korbes gcsenckt wird.
Hand-Leuchter, ist ein von Silber, Zinn,Meßma- oder Esien-Blech gelriebener/gantzplatt und niedriger Leuchter, ohne Fuß oderGestelle, an dessen stat aber, mit einer flachenVertieffung versehen, dabey ein beqvemer GriffoderHand-Habe, wormit man in dem pauseherum zu aeben pfleget.
Haud-NUchle, siehe Mühle.
Hand Pferd, Hand-Gaul, wird dasjenigePferd genennet, welches dem Satte!-Pferdezur rechten Hand an der Deichsel gehet.
Hand Pferd, hcisset man auch ein assat-telles Pferd, welches sich ein Herr durch sei-nen Reit-Knecht an der Hand nachführe»lässet, entweder auf Reisen sich dessen inrFall der Noth bedienen zu können, oder sol-ches bey einem Auszüge zum Staat zu ge-brauchen.
Hand swehlcn, heissen zum Unterscheidder Küchen-und Putz-Qvehlen die, welche manaus Damast,Zwillig und Leinwand verfertiget,in den Wohn - Stuben zum Gebrauch aufge-hangen werden, um sich zu aller Zeit die Hän-de daran zu trocknen und abzuwischen. Siewerden von ungleicher Länge, und zuweilenwohl aar dergestalt groß gemacht, daß sie dop-pelt über einander oder an einander herabhangen.
Hand-Ruthe,(Hand-Habe) ist ein dritt-halbEllen oder auch bisweilen nur neun Vier-tel Ellen langer Stecken, etwas mehr als Dau-mens dick, und von Haseln- Maßellern-Hol-lunder-Holtz, glatt gearbeitet, so zum Stielan dem Dresch Fjezel dienet. Siehe Dresch-flegel.
Handschuhe, heissen diejenigen Uiberzüge,darein so Manns - als Weibs - Personen dieHände zu stecken pflegen, und sind entwe-der auS sauberm Bock-Hirsch-Hund-Katzen-Reh- Schaaf- und Ziegen-Ledcr verfertiget,welches theils glasurte, und nicht zum Wa-schen dienliche, theils aber Wafch-Hand-schuh; oder sie sind, sonderlich die vor dasFrauen-Zimmer, von Seiden, klarem Zwirn,Baum - Wollen und dergleichen gestrickroder gewirckt, und bald mit Fingern, welchetheils gautz zu, theils aber an den Spikenoffen, bald ohne Finger, und nur mit Klap-pen, welche erste Art Finger-Handschuh,die letzten aber Rlappen-Handschuh ae-nennet werden. Die Männer-Handschuh,die insgemein lederne, sind entweder ordentli-che schlechte, oder gestreifte und auf den Rü-ken gesteppte, auch wohl über dieses noch an de-nen