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nachgebet, und für eine Art grosser Feld Mäu-se gehalten wird, ob es gleich mit denenselbenwenig Gleichheit hat: Denn die F»rbe desRückens kommt schier denen Hasen bey, amBauche sieht er schwarft, aus beyden Seitenhellroth, auf ieglicherLeite noch drey weisseFlecken habend; die »schläse sind rötklicht,der Hals weiß, die Füsse kurtz, und n^ch derDicke des Leibes propsrtisnirct. Die Haarestehe» so feste auf der Haut, daß sich chenderdie Haut von dem Fleisch, als die Haare vonder Haut absondern lassen. Er wohnet in derErde, darein er ein tieffes Loch ariibet, und sei:
- neu Bau aus eine wunde« nswürdige Artmacht, auch in denselben allerhand Getraide-Körner, als Weiken. Roggen, Dinckel, Gerste,
^ Erbsen und dergleichen in grosser Menge ein-trägt, »nd aus den Winter zu seiner Speileaushebet; Solch Eintragen aber veriichiet ermit denen im Maule an beyde» Backen vonder Narur ihme miigethellten Beuteln oderSäcken, welche er voller Körner sammle» kan,ohne daß man ein einiges in seinen? Rachensiehet, und solche auch wieder dergestalt aus-zuleeren weiß, daß keines darinnen bleibet.Diese Säcke oder Beutel kan man, wenn ertodt ist, zum Maul heraus ziehen, und umkeh-ren, wie die Schubsäcke. Sein Ban oder un-terirdische Wohnung ist groß und weitläuff-tig, in verschiedene viereckiate nett und glatt-gebaute Zimmer abgetheilt, davon er eines zuseiner Wohnung, und eines zu seinem Abtrittbrauchet, in dem übrigen Gebäude aber findetman seinen Vorrath an Getraid und Hülsen-Früchten , und zwar iede Sorte besonders soschön aufgeschüttet, daß es auf eine»! wohl-eingerichteten Getraide-Bode» nicht ordentli-cher gesunden werden kan: Denn hier liegtallein ausgekörnter Weitzen, an einem andernOrt Korn oder Roggen, dort Erbsen, und so
' fort; von iedcm auch nicht wenig, so gar daßmancher Hamster-Fänger nur an dem vo» ze-
- hen bis zwanzig Hamstern eingetragenen Vor-
- rath sich und die Seinigen auf den Winter mitBrot und Hülsen-Früchten versehen kan. Es
^ bleibet aber der Hamster jederzeit gerne in die-ser seiner künstlich erbaute» Höhle, lässet sicy«ich nicht leichtlich daraus vertreiben, man
>- giesse ihm den» Wasser, welches er gar übelvertragen kan, i» dieselbe, oder grabe ihn aus;sobald er dieses letztere mercket, so stellet er sichin der ersten Kammer in Positur zur Gegen-wehr, und machet sich mit Springen und Beis-sen trefflich umiüye; wenn er aber den Ernstsiehet, und die Todes-Angst empfindet, so lausster von einem Zimmer in das andere, bis erendlich nicht weiter kan, alldorten erwartet erseinen Tod mit grosser Hertzhasstigkeit, sprin-get allen denen, so ihme zu nahe kommen, un-vermerckt nach dem Gesichte, und wo er eine»erwischt, so bezahlet er ihn dergestalt, daß erwünschte, er wäre dem ergrimmten HamsterNicht<onahe getreten; trifft man ihn aber miteiner Spade oder Rade-Hacke auf den Rücken,so ist er augenblicklich todt, denn allda ist er«m schwächsten, welches dieses schlaue Thier
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auch wohl weiß, darum wird es niemahls ^e rneden Rucken blos- geben, sonder» gemeindlichauf den zwey Hitler-Füssen «i«ei!d, mit derSchnaufte und den Voider-Fnssen sich inkenStreit einlassen. Eben deraleich-n Positurmacht er auch, wenn erstist, mdemer, w>e d>eEichhörnlein, wenn sie Nüsse haben, aus d"NHinter-Füssen sitzet, und mit denen Vörder-Füßlem die Speisen hält. So wird er auchvon etlichen, wie die Eichhörnlein, gebratenund gegessen, doch kommt er nicht auf die Bäu-me. Sein Fleisch soll sehr ungesund sein, undi m k?i' erfluß genossen, Grind und Aussatz ver-ursachen. Je!vch, damit man dieses allesnicht ekwan nur vor eine blosse Anmerckungaus der l^iüoriz smmilii curiosz, und nichto-conomic-! von Hamstern allsehen, die Wirt-schassts-Kunst aber davon keinen Vonheil ha-be» mö'!e, wie mehrentb?ils die ttMvriz ->m-maiis iractiret wird, so siehet man hieraus, daßeS theils ein dem Acker-Bau sehr schädliches,bey dem allen aber doch auch ein Thier volleinigem Nuüen sey. Wegen des ersten trach-tet der Land-Mann nach seiner Ausrottuna.Dieses ka» aber schwerlich durch andere Mit-tel, als durch das in seinen Bau gegosseneWasser lind durchS Ansgraben geschehen. DasWasser treibt ihn endlich heraus, da mandenn Hunde, wozu sich die Dachs-Hunve autschicke», in Bereitschafft haben, und sie tsdtbeissen, oder aber todt schlage» muß. Es istaber sehr mühsam, so viel Wasser und znnrbisweilen an entlegene und auf hohe Leiderhinzuführen, und über dem bekommt man sienicht alle, mithin muß man das Fell entbeh-ren, ja auch ihren Vorrath an Getraide ein-büssen. Allein das Ausgraben ist nicht nur einleichter Mittel sie auszurotten, sondern auchmehr Nutzen zu ziehen. Denn da man solchesarme Leute verrichten, und ihnen das einge-tragene Korn und Getraide zu ihrem Nu-tzen überlassen kan, so kommt sein Sammler»dem Menschen, oder doch anderniVich zu gute,und hiernä<!)st bekommt man die Bälge, wel-ches bey uns nächst denWolffs-Fuchs-Mar-der- und Katzen-Balgen, das beste, leichtesteund dauerhafftigste Rauch-Werck zum Uiiter-Futter ist, und theils im Hause selbst verbrau-chet, oder verkaufst werden kan. An einigenOrten ist man von Seiten der Jagd-Herr-schafft daraus gar mercksam, und verpach-tet gantze Gegenden und Distrikte, wo sichviel Hamster finden, vor ein Stück Geld jähr-lich, welches denn in reichen Getraide-Ge-genden ein ansehnliches macht- Man ist auchzu solcher Anstalt beynahe von wegen der Po-licen genöthiget. Denn man könnte diesearmselige Jagd sowohl, als den kleinen zu-fälligen Nutzen dein Bauer vor seinen vielenSchaden, den ihm das Thier thut, gar wohllassen, wie auch an denen meisten Oerierngeschiehet: aber sie sind selbst »achläßig, dahermuß man andei'e Mittel brauchen, Massen dieAnstalt an vielen Orten gemacht ist, daß dieUnterthanen zu denen Gütern eine gewisseAnzahl Bälze, wie an Sperlings Köpssen !>e-