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[1] (1764)
Entstehung
Seite
1023-1024
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Habichte Habichts-Fang

gemacht haben, mit welchen sie zwar aufstos-sen , aber nicht zerreissen können. Die wil-den Habichte sind nicht nur denen Feld-»ern, sondern auch denen zahmen Innernund Tauben aus denen Höfen sehr gefährlich/dahero man denenseiben fleißig nachstellen«nd sie vertilgen muß. Die WeydmannijcheRedens Arten vom Habichte sind; Der Hadicht Hai Greiff-Klauen; Gestelle oderFuß - Gestelle, ^ sind, seine Scheuckel) Fleug-Bug-Fevern, auch Flügel-Bogen. Ersiehet auf der Hand oder Stangen; wirdgerragen; gelocketoder bereitet: geätzet, undwenn er geimg Hai/ saget man, er hat einenguten Kropff, er bekommet Gewölle. DerHabicht jaget oder raubet; ist lustig; fahretwokl: wird aeworffen; fleu.it aus den Vor-loou oder zum Feder- Spiel; kommt zur Hand;stehet zur Hand; ist ein gilter Hand-Aogel.Wean der Weydemann den Habicht stiegenlässet, heisset es qereicht: wenn der Habichtem Repyuii wegfühlet, heisset es geleitet.Wenn oer Habicht an einen Bach zum Ba-den oder Träncken gestellet wird, heisset esgeschövffet, und wenn er zu Zeiten etlicheSchwing - Federn zerstossen / wird er ge-schiffter. In dei' Ari-ney dienet ein Habichtin Rosen-oder Lilien-Oel gekocht, bis seinFleisch von einaiwer fället, unb mit der durch-ge,e>hren Brühe die Augen bestrichen, für alleMaugel und Gebrechen derselben, welches auchdas m Oel zerriebene Habicht-Schmaltz thun

stU- ^ .

Habichre, sind auch eine Art Erd Schwäm-me,' so sich wohl essen lassen, sind von ziem-licher Grösse, etwas fahl oder graulichterFarbe und sehen wie viele an einander ge-steckte Dütgen aus; wachsen gern in Eichen-buschiaten orren.

Habichts-Fang, Habichts - Rorb, istein arosser und breiter Korb, wie eine grosseHüner-Steige, etwan eines Tisches breitund lang, in der Mitte mit einem Unter-schied versehen. In das unterste Theil seyetman eine schwarte Henne ober weisse Taube,und in das ober Theil machet man eine Stal-lung wie einen Meisen-Kasten. Wenn nunder Habicht von oben herunter aus die schwar-ze Henne schiesset, so kommet er in das obereTheil des Korbes, als ein hungriger Raub-Noael, der vor Krimm und Begierde nichtssiehet/ und flösset mit den Flügeln an dasJünaleiii oder an das Bret, welches mit ei-nem Sraolein aufqestellet ist, und wirfft da-mit die Ober-Decke herunter, daß er alsosich selbsten fanget, aber doch der unter ihmim andern Theil des Korbes sitzenden Henneoder Taube, nichts thun kan. Ein andererHabicht Fang wird so verfertiget: daß manvier Pfale, erw, vier Ellen yvcy in die Er-den ohnaefehr eines ziemlich grossen Tischesbreit »>s gevkrte vv» einander stösset, undin einen ieglichen Ps hl oben eine Kerbe alsoauwerts.schneibet, daß man ein viereckigtesNetze, welches ziemlich grosse Maschen hat,darein stecken kan. Unter dieses Neye bindetman aul der Erde» eine lebendige weisse Tan«

Habichts-Kraut Hachi«

be oder Huhir, und wenn diese von dem 5».dicht erblicket wird, so schiesset er aus ALufft darauf zu, und flösset aus das Nekpweiches er in der Lufft nicht gewahr wordenlos, worinnen er alfo verwickelt wird, dsöer sich muß gefangen geben. Diesen alsofangenen Habicht anzugreiffen, und an b--hörigen Ort zu bringen, muß man siarckeHirsch-Lederne Handschuh anhaben, dennfonsten seyet er einem die Klauen in die H^dedaß man nicht leichtlich unbeschädigt dm«kömmt.

Habichts-Rraut, ist ein wilde«, faß al-ler Orten auf dem Felde wachsendes Am.welches von denen Apotbeckern gelberwart genennet wird. Es giebt desselben stiiser-ley Gattung, welche so wohl an BlSitemundBlümlein, als an ihrer innerliche» Kcheinander gleich kommen, daher» wir nur »11-hier die grösseste Gattung davon, welchenWdas grosse Habichts-Rraut nennet, be-schreiben «vollen. Es hat aber dasselbe eineweit um sich kriechende dauerhaffte A>ir«I,welche Spannen lai. i, eines kleinen ziiiMidick, und voller Milch ist- Die Blättersind einer qveren Hand lang, am Uiiikmieingeschnitten und zertheilet, wie die Gänse-Distel/ und mit weichlichten Dörnlei» bese-ket. Der Stengel ist rund, gerad mit Elne-men oder Hohlkehlen, rauch, voller Dvrn-lein, auswendig röthlicht, inwendig HW,fast auf anderthalb Ellen lang, mit vickiiIweiglei» beseht, daraus wachsen bleichMBlumen, welche bald zu wollichtenKM-lein werden, und hernach davon fliegen.ganke Kraut ist voll weissen Milch-SMDieses Kraut hat daher seinen Nahmen, mlder Habicht, wenn er vermerckel, daß MAtlgen blöde werden wollen, mit dem 6Mvon diesem Kraute sein Geftchte wiederM-fen soll. Daher» auch einige wollen, Wdas nur an den Hals gehängte ^raul, MNebel und Dünste der Augen und de« Ge-sichts vertreibe. Der Safft aus dein HsbiMKraut, ist gut wider alle Finsterkeit und VWzündung, wider die Flecken in denselben Manfahenden Staaren, wenn man des TWeinmahl oder vier, jedesmahl zwey oder omTröpflein davon laulicht darein lauffenAset; welches auch der geläuterte HaWKrauts-Safft, mit schönem lautern-M'und guten weissen Wein, iedes glenv «l«/vermischt, Morgens und Abends l«drey Tröpflein davon in die Augen gcA 'verrichte» soll. Der geläuterteKraut-Safft, mit Weiber-Milch/ >edes Ä7viel vermischet, ist ebenfalls ein SMtel für die Entzündung und hikigeIlu^^

Augen, bisweilen ein paar Tropffen^^

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gerühmet wird, soll auch das AngelM

gethan. Das destillirte Habicht -Wasser, welches als ein noch kraffttgels

tel, wider obgemeldete Augen -Krancrp

mit gewaschen, alle Flecken desselbennehmen. ^ ^

Hachis,ist eine klein gehackte Speise, M

che,» Butter zedckmpfft, gewurtzt,