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loiz HaaSett'Pflnz Haader-Supxe
Haar
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einem Oer versehen, und sich beqvem auS-hedc» lassen- Solche sind die gemeinsten, dievon dem einen spitzigen Ende gerad ausgehen-de und am and-Mi Ende mit einem Oer ver-sehen, die Docks-Hörner, Füll- und durch-brochene Bänder u. s, f. siehe Bänder. lHa«cken Pflug, Hocken, Rühr HaackenvderRadüy, ist eine besondere Art von ei-nen Pflug, welcher eine zweyschneidigeE'eiiaar, so mit semer DiUe vorne an dasHaupt gestecket wird, aber keine Seiten-Bre-ter, und gemeiniglich nur eine Röster oderMnZ-Sterke hat, wiewohl man ihrer auchwit zweyen Rüstern findet. Es wird dieserHaaken-Pssng bey starcken qveckigten Feldern jgebraucht, und der gebrachte Acker der Qverenach damit übersahen, und wieder zerrissen.Siehe Pflug und dessen Abbildung
Haaken pflügen, Hocken oder Balcken-Etreisten, Heisset, den gebrachten Acker, mitdem Hocken-oder Haaken-Pflug qver über-fahren, unv die umgerissene Erde, so zu^orim Brachen nach der Länge des Ackers ge-macht, wiederum in der Mitten, oder in dieQvere von neuem entzwei» reisten- Di> se Arttu ackern, welches man auch Swieren nen-net, ist gewöhnlich, wv man sehr rasigt undqveckigte Felder hat, da es denn die dritteAcker - Arbeit zur Winter - Saat, und so vielols das Rühren ist, welche mir sonderbaremFleiß verrichtet, und daher die ob>iedachteQver-Furchen, mit dem Haaken - Pflug nichtallzu weit- sondern fein geuau zusammen ge-fahren seyn, weil damit die Erd-Schollen de-sto genauer zerrissen, und also auf das klein-ste , als es sevn kan, gemacht, auch endlichdergestalt um so viel desto besser mit der Egenachmahls zurechte gebracht werden können.Absonderlich aber muß diese Arbeit noch wob!geschehen, wenn vor der Saat-Zeit viel Nasft im Felde gewesen, so daß es wiederum sehrrasigt und qveckigt davon werden will, dochsoll es an sich selbsten bey guter trockener Zeitverrichtet werden: Denn wo es in der Nassegeschiehet, so wird der Acker zu derb, undverraset wieder, ehe man sichs verliehet.Uibrigens soll man die Felder nach dem Hag-ken-Pflügen oder Balcken-Streiften nichtbald einegen, weilen sich der Erdboden sonstzu sehr zusammen ziehet, sondern wenn essein vorher ausgetreuget, und bey trockenerZeit, well solchergestalt das Gras desto besserdavon vergehet, und die Qvecken auch destogewisser aus den Aeckern kommen-Haacken Zahne, siehe Haacken.
Haack Sohle, ist ein Stücke eisernen Be-schläqcs an dem Haupt des Pfluges, siehe un-ter Pflug dessen Erklär- und Abbildung.
Haader-Suppe, bestehet aus folgender Zu-bereiruna: Zuvorderst lasset man über einemKobl-Feuer Butter warm werden, und bräunetmit dieser zugleich ein paar Messer-SpikenMehl ; hicii ^,st gjesset man Fleisch-Brüheoder W-'ss?r d -. -'s '.„d lasset es zusammenkochen, wurtzct es «uch .iüt Muscatei^BIü-
then, Ingwer und Pfeffer. Inzwischen zer-klopftet man ein paar Eyer, und wenn dieSuppe in vollem Sude ist, lässet man dieEyer hinein lausten, so zertheilen sie sich,Md wird ein Gehadere daraus. Endlich schnei-det man Brot würflich oder länglich, röstetes in Butter, thut es in eine Schüssel undlichtet die Suppe darüber an.
Haag, siehe Hecke.
Haale suche Blut-Finck.
Haame, siehe Fisch-Beeren.
Haar, bestehet aus subtilen FäSgen, wel-che aus der Haut hervor kommen, einer läng-licht rnnden Gestalt, und wie man durch einDergrösserungs.-Glas wahrnehmen kan, in-wendi! hrhl sind- Der Herben nach sind sieweiß, schwary, brau», gelb und roth. Wienun einige die Art des Temperaments ausder Farbe schliessen wollen; also haltensie davor, die weisseu Haare entstehen aus ei-ner kalten, daher die meisten Kinder und ganizalte Leute dergleichen Haare hätten, wegennicht attzu übriger natürlicher Wärme; dieschwarten aus einem hitzige«, die braunenaus einem gemäßigten Temperamente; die ro-the Farbe will man den Cholerischen zuschrei-ben, und dergleichen mehr. In der Phy-siognomie, bedeutet ein hartes starckes, ra-sches Haar, eine gute Natur, heroischesGemüth, von schleuniger Untcrncynüzng;das weiche hergeaen das Gegentheil, nemlichein verzagte? und träges Gemüth; Ein krau-ses Haar so dabey starck und rasch, ist eiltMerclmahl eines eigensinnigen und unbestän-digen Menschen; Einem rothen Haar schrei-bet man hinaegen einen arglistigen und un-rreuen Sinn zu, Uiberhaupt dienen die Haa-re, theils zu Eihaltung derjeniaen Glieder,worün sie sich befinden, theils aber zu einerZierat!?, Diesemnach verwahren sie allermeistvor die Kälte, sonst aber dienen z. E. die Au-gen-Wimmern, das Auge vor «üfallendeitStaub und andern empfindlichen Sachen zuverwahren, n. s. f. Es werden aber die Haa-re unterschieden in lebevdige und todte. Dieersten sind diejenigen, welche den annoch le-benden Menschen oder Thieren abgenommenwerden, und vor den andern einen Vorzughaben, welche von nur gedachten, aber bereitsgestorbenen SubjectiS abgeschnitten worden.Der Nutzen und Gebrauch derselben ist garvielfälrig: Denn zu geschweigen, daß heut zuTage von den feinsten und längsten, die aü'sehnlichsten Peruqven und andere Kopss-Zie-rathe wie auch verschiedene künstliche gefloch-tene Arbeit verfertigetwerden; so dienen eben-falls, die von einem und andern Thiere, zuverschiedener nützlichen Arbeit in den Mauu-facturen; Also werden aus Cameel - Haaren,Biber-Haaren,Cani»ichen-und Hasen-Haaren,theils Hüte, theils Handschuh, Strumpfe unddergleichen versertiget,>a aus denCameel-Haa-ren, machet man entweder pure oder ge-mengtes Garn, woraus hernach so wohl gan-ze Zeuge, vergleiche!, Camelot, Plüsch, Pol-mit u. s. f. als auch Kiivxsse und Knvpss-Lo-
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