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9«s Gnaden-Jahr
Gold
Gold-Amsel Gold-Fisch 970
dergleichen Reversen ausgemachet zu werdenpsieaet, Wie nun diese nach der Eonceßwiieingerichtet seyn muß, also hat solchen auchderjenige, öem ei::e Gnaden-Jagd zugestan-den worden, a.ifs genaueste nachzuleben;Wem dahero die Jagd des y hu '., rothe»und schwär»-« WildpretS, als der ,wilden Schweine ». vergSnjliger i-! ier < -cnicht die Befugniß, das tl.i^e W.yoe-^y.kzu exereiren, und Hasen und Fuchse zu «anes-sen, obgleich sonsten der bekannten Recms-Regel nach, dem, >0 das mehrere erlaubet,das, welches weniger iß, nicht verwehret wer-den mag: Denn bey dieser Jagd - Marerieleidet diese Regel ihren besondern Abfall, sin-temaht die hohe und niedere Jagd besondereArten sind, bey denen man nicht von emerauf die andere folgern kan; also ist nöthig,daß in der Coneeßion eine jede Sorte rechtdeutlich exprimiret werde; gleicher Gestalt,wenn der Forst-Herr einem die Befugniß er-theilet, nach Fuchs und Hasen zu reiten undzu baitzen, so hat derselbe dennoch nicht dieMacht, aus dem Refier sich anzustellen, undeinen Fuchs oder Hasen mit der Büchse zuschiessen, indem dieses besondere Handlungensind. Der Gnaden - Jagd kau sich einer >0lange anmessen, als sie der Forst - Herr nichtwieder zurücke nimmt; läst aber jener, nach-demdieser die Gnaden - Jagd revociret, vondem Jagen nicht ab, so wird er nicht unbil-lig belangt; ein anders ist es, wenn er nö-thige Unkosten, z. E- zu Maintenirnng dererJagd - und Forst - Gerechtsame ze. aufgewen-det, welche ihm von Rechtswegen vorher»wieder zu ersetzen sind, ehe er von der concedir-ten Jagd abstehet.
Gnaden - Jahr, ist diejenige an einigenOrten eingeführte Gewohnheit, oder auch ingewissen Fallen eingeräumte Vergünstigung,daß nach eines Mannes Tode dessen Wittibund Kinder seine, wegen dessen im xebeuverwalteten Bedienung genossene Besoldung,oder andere deshalber angewiesene Einkünffte,ein halbes oder nach Beschaffenheit der Um-stände wohl ein gantzes Jahr annoch gemessendürsten-
Gogler, suche Buch-Fincke.
Goyrig, siehe Gehrig,
Gold, ist das allerebelste, allerschweresteund allerreineste Metall es rostet und schmu-zet dahero gar nicht, lauffr auch nicht an,ist sehr zähe und 5m weder durch Feuer nochScheide Wasser verzehret werden. Es lässetsich theils pur undgediegen m^den Eryt-Gru-ben, wie auch in gewissen Flüssen unter demSande mit antreffen, theils aber wird in sei-«en Goldhaltigen, auch andern Silber - undKupffer-EMen gewonnen. DieFlilssc, so des-halb» berühmt, daß sie Gold-Körner füh-re», sind in Europa die Donau , Eibe undder Rhein, wie auch der Tage zc. in Asiender Ganges, in Asrica der Volta, an welchemdie sogenannte Gold-Küste sich befindet,11 a. ni.Die reichsten Gold-Gruben, und das feinsteGold hergegen geben die Arabischen, Perua-
nischen uno Ui^. nschcn B r>?wercke. SeinerFarbe nach ist es gelb, doch oön unterschi.de-.. r Art: aus dem alierfemsten wirb derDrat,und zwar aus einem Dritchcil Gran d-sN4 Schuh lang gezogen: jr mache'auch aus selbigem de» xahn. d- yrn-.- c'N f".wi^"'"' ' ' . !
vd.r ar>ch sv >n c. : M-innssetur«!, Sticke«rcye» vnd der.qleia,en z- alle! l«? verbrauchetwir?; nicht n'elm.er w>,^> >-e Goldfchlagerdieses zähe Metau beraestail ;u rr.->ctlreu u«dzu Blattern zu schlagen, daß sie aus ememLoth IN die 400 Qv.idrar-Schun solcher Blät-ter heraus bringen, diefcS geschlagene ist ent-weder sein und gaiik Gol , v. er Zwlscken-Gold, weichesauf der ander» Seiten siibcrttaussiehet; zu geschweiaen, was die Gold-Ar-beiter und Goldschmiede zu je vielen Schmuckund Kostbarkeiten von vielem Metall verar-beiren; das daraus gemunyie Gelv abergiebt die alierbeqvemsre Art an die Hand^sonder grosse Beschwerniß eine ansehnlicheSummeGeld in einen engen Raum zu brin-gen, und gany unvermerckt zu verberzen;das Goid zu Pulver gerieben, gefeiler, ge-schabet, geschlagen und zuweilen in der Spei-se oder »1 Wein eingenommen, stärcket alleGlieder des Menschen, sonderlich aber dasHerft, denn es macht ein gut srolich Geblüt.Das übrige muß man im Bergwcrcks - Mexicoz. E,-Ninsrvpti. suchen.
Gold - Amincr oder Acminerling, sieheEmmerling.
Gold Amsel, wird auch Bierhold von ih-rem Geschrey geuennet, und ist ein bekannterVogel.
Gold-Blume, oder die Spanische Gold-Z)!ume, hat kleine Blatter, wie die Garbeund einen ehngesehr Schuh-hohen Stengel,so mit vielen Neben - Aestlein versehen ist,deren iede-s eine schöne Gold - xewe Blumeohne Blättlein, wie kleine Fi-serlei» bringet,sie vergleichen sich, der Gestalt nach, saßder gelben Römischen Camillen, und behältihre Halbe lanae Zeit. Die gemeine Gold-Zölume hat Blätter wie der Beyfuß, undschöiieDotter-gelbe glänyende Blumen, wiedie Ringel-Blume; etliche zcngeli auch bleich-gelbe Blumen. Die Crensche oder Landta-rische Gold - Blume, ist zweyerley, dennetliche blühen gany gelb, etliche halb gelbund halb weiß, haben beyderseits zerkerbtetief cingeschilittene Blätter, schier wie diewelsche Bärenklau, und grosse Blumen, miteinem breiten, gelben und glatten Schüdleinoder Auqe inwendig, daraus der Saamenwird. Sie werden im Frühling gesäet, undwollen fleißig begossen und von allem Unkrautgesäubert sey». Wenn die Pflanyen in etwaserstarcket, kan man sie in die Garten - Felderin gute und luckere Erde hin und wieder ver-pflanzen.
Golden oder Gülden-Leber-Urant, steheLeder-Rraut.
Gold-Fisch, wird diejenige Art Fische ge-nennet, diebey Cvllberg in der Ost-Sce, >nHh , al«-