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[1] (1764)
Entstehung
Seite
875-876
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Gatten-Beete

ii.da erfordertauch die wirtschastlicheKlugheit,daiauf nicht viel Zeit, Arbeit und Kosten zuwrnde», sondern nur etwas vors Haus davonanzulegen, als worinne alsdenn sonderlich beyder Küche der wenige Nuxen nur bestehet-Ds»n Gartenwerck ist Wartewerck, erfodertviel Zeit, Gedult, Kunst,Arbeit, Warten undauch zum Theil sehr grosse Kosten in der An-lage und Unterhaltung. Die alleraustraglich-Aen Gärten sind die Baum Wein-und Hopfen-Garten. Man höret endlich auch noch vonGrase-Gckrten. Allein diese sind entweder mitdenen Baum-Garten oerknüvffet, oder nichtsals verwahrte Wiestn-und Weyde-Mä'tze,wor-aus sich der hier vorgestellte Begriff von Gar-ten »ichs schicket. Denn man muß wissen,daß die Alten überhaupt einen Platz, der ent-weder durch die Geselle, oder durch allerhandMittel, als Mauren,Graben :c. vor der Trifftundanderm Gebrauch und Eingang der Men-schen und der Thiere verwahret und zu einembesondern und beständigen Gebrauch in demErdenbau abgesondert oder verwahret wurde,einen Garte» nenneten. Denn eben von demWorte Gewahret, c»mr. Gewart, ist dasWort Garten, It. das Frank. Wort: (Zuar-le.Verwahrunz,Wache,u,s. w. entstanden. Undsolchergestalt nenntmanalso einen verwahrtengrossen Fleck, auch einen Grase-Garten- Jaaus eben dieser Ursache hat man auch Acker»der Feld, welches vor der Trifft des Wehesdurch dieGesetze verwahret ist, und daher im-mer alle Jahr gebauet werde» kan>, Garten-Acker oder Garten-Feld genennel-

Garren Vecte,sind lange und schmale, auchofft nach gewissen Zügen abaetheilte und eiiM-sasteStücklein Landes, in welche erstere abson-derlich ein Küchen - oder Krätze - Garten abge-theilet, und worauf alles dasjenige, was manan allerhand Kränker»,Salaten,Wurtzeln undandern Pffantzen voreineHaushalrung nöthighat, mit einer geschickten Ordnung gesäet undsepflaiü-et wird. Es müssen aber dergleichenBeete insgemein drey bis vierSckuh breit undmit nöthigem Zwischen-Raum gemachet wer-den: Denn so man selbige breiter machen wol-le, so könnte man sie weder mit den Armenüberreichen , noch mit den Füssen über-schreiten , so. wären auch über dieses solchebreite Beete übel zu dessen, und würde sowohlVerSaamen, als das aufgegangene zertretenund verderbet. Wo nasser Grund ist, müssendie Beete etwas höher angeschüttet, und hin-gegen, wo es trocken, desto lieser seyn, auch da-neben, ehe man solche besäet ,gehöriq umgegra-ben werden, damit nemlich die Crdc dadurchrecht mürbe liiid von allem Unkraut gesäubert,auch sowohl des Regens als der Sonnen Ein-fluß desto besser einzulassen, tauglich gemachtwerde, worzu man den Herbst und den Früh-ling vor die beqvemste Zeiten hält. DasWetter hierzu muß weder allzu dürre noch allzunaß seyn, weil in?jenem Fall disLufft und derSonnenschein nach Eröffnung der Erde durchdas Umgraben desto tieffer i» dieselbe hineindringet , und solchergestalt dem Boden alleKkMMd Safft entziehet, in.diese!» Fall aber

Garten-Buch Garten-Gewächse

d?e Erde,sonderlich bey leimichteuundk^QGrund dermassen hart wird, baß ein Ms» ?hernach Muhe habe» muß, wenn er dielen wieder zerschlage» will. Die Arte»Umarabens betreffend, mußdie?rde lud-»..Gewächse», welche unter der Erden ihre^I?geben,als Petersilien, Pastmac, Geller»,R«?rettig, Rcttig,Md-Aepffel und im-lM»tieffer; zu den übrige» aber nur seickte uw-l

grabe»,auch das allenfalls vorhandene UnkM

nicht nnvvnichtiz, daß der gröffeste Theil»«.«,bleibet, abgerissen, sonder» vo» Grundtilget werden. Vondeyen in Lust-uv» A».'men-Gärtcn gewöhnlichen Beeten aber >»ter dem Worte Blumen-Beere bereili?-,wehnung geschehen.

Garten-Buch, ist eine Sammlung Milbey dem Lust-Küchen-Obst- und MedicinWiGarten - Bau in der Natur gegründeten, Wdurch die Erfahrung gefundenen unbsesiM-ten Regeln,betreffende die Zeit und die Ml,die bey Erzeugung und Fortoflanizung «jieden Stückes i» Acht zu nehmen; d,e Zidi-reitung der Erde nach dem Temperament wi-chen Gewächses: dieErgensch^fften ulid!»xeramenten selbst eines ieden Gewacht »ichseiner Arr, u. s f. In Sun!ina,eS weiset dassel-be einem Gärtner seine beständige HmUie-rung an, wie er sich sowohl der Z«ii,M!mOrt, als auch der Sachen und Gelegenheitnitdarbey verständig zu verhalten hat. M mdie Sache selbstu» obgedachte vier ClOiiptheilet wird, und sowohl der Lust-alMchvi-Baum- und Medicinische Garten ein ieder«sich seine gründliche Erkänntinx undÄWUierfordert; also findet man auch Deri weines insbesondere beschrieben, und k«>»i!Mvon dieser Materie handelnde Autmt«Aohrs IZlbliarkecz gesUKelM

den. An diesem Orte ist man ebenfalls b«het gewesen, bev Beschreibung eineszu gehörigen Stückes seine wahreEiMMzu erklären, die daraus folgende nöthiM»tunq beyzufügen, und die Regeln mit»,'chliessen, welche durch die grmidlM ^käunrniß und tägliche Erfahrung beMM ,daß aegenwärtiges i-exicun enieni GanMvielen Fällen eine gar nützliche NachmM"'geben können. . .

Garten - Düngung, siehe DunM

Garten-Eppich, siehe pctmilie.

Garten-Erdsen, siehe Erbsen. .

Garten - Feld oder Garren-ist oben unter Garten -Bau erklare!den, wird auch Jahr - Feld ^»en»^ ^dem Art-Felde entgegen gesellt, » ^Garten-Recht hat. Siehe Acker,Act

^ Garten-Früchte, darunter werde^tz^

lich allein denen Garten erziette ^standen, nielche auf Baumcn, Sl>au« ^Stauden gewachjen; dahingegen m»

-Gewächse,alle zurS?eise°^

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ney dienende, und in denen Gärun g! Kräuter,Wursteln und Fruchte ^den. Unter den Rraurern wer-w ^