Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
863-864
Einzelbild herunterladen
 

8"; Gans Gan«

. »»^

Affter Getraide. oder ein weniaHaber oder auch und unzcrstümmelt herausbringei^wcickT^geringen Hirsen unter die Spreu; Einiaewer- aliobald i» kaltes Wasser, oder zu Wm--//fen ihnen auch ei» wenig Korn vor, davon sie Zeit in Schnee legen soll, so wird st-Ä> -zeitlich Eyer legen sollen, wenn man sie aber weiß, und kann alsden» gebacken, oder,,,,!?/"damit zu sett machet, so legen sie zwar Eyer ge- tronen, Sardellen, Muschel», oder«nug, welche aber zum Ausbrüten nichts nütze Austern in einer Pakete zubereitel ^sind. Die Gänse zu mästen und fett zu machen,! Ausser diesen pflegen auch einige, wenn'wird vonWeike» oder Gersten-Mehl mitw»r 'Gans abschlachten wollen, dieselbe»nienWasser ein Teiggemacht, und ein wenig Füssen eine Weile auszuhängen, daniii!i«Honig darunter gemenat; aus diesem Teig ver- Blut ttch durch den Hals in Kopff zjxhmfertiget man Nudeln,und stopfft damit dieGän- ge. Denn an diesem ist oben eme Tiefese, wie die Eapaunen, hält sie auch gleichmäßig ? ein wird gemeiniglich, nachdem diekmw,?-an einem dunckeln engen Ort- Einige stechen . dern daselbst ausgeraufet worden, ein km,?ihnen daher aar die Auaen aus, daß,weil,ieal- schnitt gethan oder gestochen, und d>,t g .sogeblendet, eher stille sitzen, und desto besser blut dwurch abaezapffet; solches srsser n,-^zunehmen sollen. Die Juden pflegen ihre einem Topff, darein vorhero ein weniz Z2Gänse in ein Tnch zu binden, nachmahls an, und 5ß,g gethan worden, und rühret kWeinem dunckeln Orr in die Schwebe aufzuhan- beständig wohl unter einander, bis es Mmgen, und ihnen die Ohren mit Erbsen oder an- Wenn die Gans nun aus die eine oder die»der» Sachen zu verstvpffen, damit weder durch dere Art geschlachtet worden, bestehet oie Mi-die Augen, noch durchs Gehör sie zM Ge-.bereirung zu dem fernern Küchen-GebrzMschrey bewogen werden,und also geben sie ihnen sollenden. Es wird nemlich dieselbe >^cu«,ein dünnes Teiglein von Gersten Mehl? mahl - gelänget, mit Heissem Wsserqebrühet, nnie«des Tages zu fressen, und seyen ihnen Wasser' wenig Kleven bestreuet, und vermitteist ei,,ejund Sand vor, von welcher Art zu mästen gemachten Strohwisches ordentlich awschei-sie eine sehr grosse und manchmahl vier bis ert, auch endlich am Bauche aufqeschiW,fünff Pfund schwere Leber bekommen. Son- und.iusaenommen,alsdenn so findet nunWßen mästen auch die Juden ihreGanse, wenn demGanse RumpffnochunterschieteiicAchsie Lebern in der Grösse-eines Tellers bekom- >o in der Küche niit gulein Nuken stch i>»men sollen, ftlgendergest 'lt: Erstlich nehmen chen listen. Dergleichen ist das Gmise^ki«sie eine grosse ausgewachsene, iedoch nicht zu al- oder Gekröse, das Fett, welches von de,Äu-te Gans, und ziehen derselben die kleinen kur- me, und von dem Gedärme, wo sich dieses«-zen Federn um den Steiß herum und unter gelebt, ges.immlet, und nach diese» Umze-denFlüieln mit einem kleinen Zänglein aus, schnitten in einer Pfanne gleich dem Sch»m-und stopffen sie das crstemahl mit untermeng-; Fett ausgelassen wird, so fich, ein wenig «sst-ten lindeneii Kohlen; das Geäle, als Hirsen, zen, in einem glasirten Geschirr eine geeamiHaber und Gerste, soll man trocken durch ein-! Zeit ausbehalren, unv zu allerley Gpei>ei>s«lander mischen, und ihnen anfänglich schlecht, > der Butter wohl gebrauchen lasset, und kmdarnach immer besser, das ist, mehr Hirsen und endlich, wenn die G ins besonders zc,MGerste, als Haber, geben- Dieses Futter soll, worden, die Leber. Diese Leber, wenn sie«- ialles wohl aewaschen und gesäubert, auch wie- j ne ausgewaschen, legst man in warme Mt,der getrocknet, und die GanS damit im Ansang und streuet etwas weissen kl -r qeKO« >des Tages dreymahl geätzet und gestopffet, oder 5 Pfeffer oarüber, lässet sie also ein'5is zweywie es die Zuden nennen, getippelt werden, j ge stehen, giesset aber unter w.ihrcnvcr Nbis der Kropssund Hals voll ist; hierauf muß immer alier zwey Etüden frischeman ihnen ein wenig Fleisch Wasser eingiessen, - aus, so läufst sie auf und wird noch «>«B !und ein wenig Brot in den Schlund stecke», so groß, als sie sonst geblieben wä,e.daß sie das Geake nicht wieder auswerffen,auch, nun zugerichtet werden, wäschet nian ne Weine halbe Viertel Stunde nach dem Tippeln ne aus, und trocknet sie mit einer Serr-el» ^ihnen Fleisch-Wasser oder Milch fursetzen, aber recht ab, inzwischen aber legt man >» nie«über eine halbe Viertel-Stunde nicht vorih- liessen Tiegel oder Casserol, ein Stuck m>

nen stehen, sie auch sonst nie, als nach dem ausaewaschene Butter,thut eine gantzeA««»

Essen trincke» lassen Auf das Stoppen mit Nelcken besteckt, nebst Muscaten ^

lässet man sie ein wenig herum gehen, so ver- und Citronen-Schalen hinzu, legt die!M

däue» sie desto eher; ehe man sie aber wieder oben darauf, welches man zusammen glintz SP ^

in die Steige thut, soll man sie noch einmahl mählich dämpfen lässet, so wirdalsdeimW ^

überstoppen und den Hals gar anfüllen. So- viel Brühe daran werden. In solche N«

bald ab>,edäuet, muß man ne wieder stoppen, streuet inan iioch entweder eine geriebene «w

sv dauen sieausdie lci'te des Tages niciit ,»!ehr mel allein, »der geriebene Semmel »m w

dreymahl und endlich nicht wohl zweymahl gen aewiisserren und von den Gräten geM'

mehr ab, also daß sie chngesehr in drcv Wochen und klein geschnittenen Sardellen, oder angut werden, so daher abzunehmen wenn sie auf- ren Stelle s.'uber geputzte Muschel»,hören, des Tages zweymahl alzudauen. Wenn noch ein wenia Wein oder gute B">ye ,man sie abthut, muß man ihnen, damit sie ver- und lässets »och etwas, aber ja n>«rbluten,die Gurgel ab-und den Leib an der Sei- j dämpfe», denn die Leber wird hart, um 7 «

ten f« weit aufschneiden,daß man MLeher zantz j Rusches daran gttban, diese i» «rei«»'