855 Galgant Galitzen-Stein
Gall-Apssel Galle
zehet, und doch wie Hark brennet. In derZlryney-Kunst hat man das kmpiaili-,.,» >!-c.>ibai>-> vor scirrose Benlen und Geschwüredavon.
Galgant, weil er in der Gegend um Veronahäufig wachset, wird zum Unterschied desOrientalischen Galgants, bey uns wilder Gal-yanr genennet, und ist ein Schirm - Gewächs.',welches Blatter wie Geröhrig, aber schmalerund subti>er,einen Stengel mit schmalen spisti-gen Blätlein, u»d darzwischen etliche Hülst»,wie Aehren hat, darinnen der Saamen lieget.Man iheilet ihn ein in den grossen und kleinen:der grosse hat Daumens dicke und äusserlichbi MuieWurkeln; der kleine aber ist aantz dünne, jkrumm,knotiz und aussen sowohl als innenPur- >xur-Farbe. An beyder Wurtzelu, welche demCalmuS sehr nahe kommen, insonderheit dievon der grossen Art, und eines scharssbeissendenGeschmäckss.auch wohlriechend ist.hängen klei-ne Knollen wieMandeln oder Oliven mit einerrunülichtengelbwthlichren Schale, welche zuVerona nach der Tafel unter den, Obst undConsect aufgetragen,der Gafft durch dasKäuenausgesogen.dieHaut aber und andere zum Essentindienliche Materie hinweg gethan werden.Man pflegt sie auch daselbst und an andern be-nachbarten Orten zu sieden, mit weissem Senff-Wasser oder Hahnen-Brühe in einen, Mörserzu zerflossen, und durchzudrücken, bis sie eineMilch geben,welche als ein Getränckc Kannen-oder M -aßweis verkausst, und als ein herrlichesco >f->rr^iiv der abgenommene» Kräffte so-wohl, als wider die Mangel der Brust, Keu- ^chen, Husten und Seiten - Wehe sehr gerühmtwird. Sie sta'rcktt den Maae» und niacht eineguteDäunng; in Wein gesotten und getrun-ken,starcket und niacht sie einen wohlriechendenAthen, in dieNasen geschnupffet starcket sie dasGehirn. Bey uns wird dieses Gewächse durchden Saamen, (welcher, weil er hier zu Landenicht wächset, »usItalien gebracht,und wennman ihn vorher in frischem mit etwas süssenWasser gemischtenWei» eingeweichet,im Früh-ling und zwar allezeit im zunehmenden Mondengesäetwird),an einem schaltigten und feuch-ten Ort, wo gut und in ürb^and ist aezogen; dadenn die Wurkeln oder Nüßlein, so daran hän-gen, im Sommer so starck werden, dai! man sie»in folgenden Winter zur Speise gebrauchenkan, Sie werdeii vorm Winter ausgegraben,und i» Sand, wie die Zucker-Wursteln, denensie fast ähnlich sind, verwahret. Im Frühlingmuß man die jungen Knollen odzrNüßlein imAbnehmen des Lichts, wieder in vorgedachteErden und Ort, drey Zoll weit von einanderxflantzen, und mit Ausjätunz des Unkrautsfleißig warten, so kan man dieselben allemahlzur Soeise nüklich und wohl gebrauchen. DieseWuryel dauretfünffZahr »hnvcrsehrt, und«ird ihre Gute erkannt, wenn sie rothlicht undschwer ist,anch wenn sie zerbrochen wird, daßsie nicht stäubet.
Galgen - Mund - Stück , siehe Mund-Stück.
Galiyen-Stein, ist ein weisser und dichterErd-Safft. Man bereitet daraus ein gutes
Augen-Mittel vor Menschen und Vich^der'ich vor die Pferde.
GaU-Apffel, G'illis Apssc!/.^.ist eine runde, auswendig platt:inwendig aber scnwammiqte«. hoiüixteFlM'Warüe aus hix
welche sich gleichsam wie eine
Blätter euier Eiche seftct, und voi,nen Feuchtigkeit, als ein natürlicher .'iu.,,'-genennet wird. Es,ind solche der^aix-und Gestalt nach unlerichieden, uiid sonWdisseriren, die ans der Türckey vonSmirna und Tripoll kommende, aar >edr»Wden ui!'erlgen,we!cheschmark-biau,klein-rMschwerer,auch härter und besser, als die n>Minunser.'i Ländern wachsende stud. Dichnch.sen in einem Tage, wenn die H,ke dsr.«ikommt, dorren >ie und fallen alsbald ab. Aaber insgemein wachsen nachnung, wenn die Sonne aus dem Zeichen derZwillinge gehet, und kommen in einer NMhervor. Sie werden zur Dinte, auch vond«Farbern zur schwarken und andern dnnckel»Farben, und wegen ihrer zusammenziehenKrafft in der^Medicm wider den Durchbruchund Blutstürtzungen gebraucht. Die All!»haben aus denen Gatt -Aexffeln eine AZeO.gung »ukunfftiger Dinge gewiß schliesst «ei-len, aisodaß sie aus einem ganl-en ausgelr«-chenen Gall-Apffel, wenn eine Fliege dar,«gesunden worden,daß Krieg,da aber ei» Wmiii-lein, daßTheurung, oder eine Spinne, dDwstilentz inkurl'erZeitdarauflommen sollen,!«-dieiret, welche abergläubische Meinung ad»schon längst durch die Erfahrung als Sberzlaü-ben widerleget worden.
Galle, ist ein bitterer,scharffer und derZacknach gelber Safft,der aus einem Oel uiidM-tlgen'Sali; bestehet. Sieentipringetaue mGeblüt, davon sie in der Leder durch cMDrüsgen abgesondert, »nd in der bekam.»Gatten-Blase gewöhnlich gesamnilet MDieses Bläsgen ist ein häutiges Gesa!,', ni tllForm einer Birnen, lieget am unlerMTheil der Leber, daraus alsdann die Galle i>lihrer Zeit in die Gedärme geführet wird. L»man nun schon in der Meinung gcMMdaß einige Thiere gar keine Galle be^eii,
ist doch nach genauer Untersuchung das»gentheil gesunden worden! man bedienet Mder Galle, als einer Wasser- Farbe j» ^
Galle, ist eine Pferde -Kranckbeit, die Bentweder an den Knien oder in dem HM »an den Fersen äussert, und im erster» M»Floß -oder Fluß-Galle, im lei-rem akr u-Stein-Galle genennel wird. DieGalle ist ein sekter weisser Hocker, m -auswendig an den Knien eines MrdeS, ,cher voll gelben Wassers ist, uno mtt dcrfzu einem harten Knorpel wird. D>e>e oGalle zu vertreiben , brenneteinem glüenden Eisen, leget hernachBrot so heiß, als es aus dem Back-kommt, daraus, uud läßt es drey ^ ^Nächte darauf liegen, nimmtSchmeer, Schwefel, Pech, und/'pTannen - Blätter, milchet es unter ^