Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
841-842
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84- Fuß- Gestell Futter

dilrffte, wie denn gewiß^ durch deszm über-siüßiaen Gebrauch die Füsse immer MMend,und daher übel riechend gemachel werden ton-nen.

Fuß Gestell, siehe Gestell.

Fuß - Gestell, nennen die Jäger an demHabicht die Schenckel.

Fuß-Rnccht, siehe Forst-Rnecht.

Fuß-scheite, nennen die Kohler dieje-nigen Scheite, welche sie bey einem gesetztenKohlen Meuler, als der unter» Schicht, dieqvere eines ans das andere legen, damit diegemmten Meuler unten auf der State Lufftbehalten, daß die Feuer ziehen kennen. SieheRodle.

Fuß Steig, Fuß-Vveg, wird der schmaleund gemeiniglich auch kmyeste oder gerad zugeno-nmene, nichtweniger darbe» offt erha-bene Weg genennet, welcher zur Bequemlich-keit verer zu Fnß wandernden Personen nebenden, Fuhrweg, auch über Wiesen, Flüsse undFelder angeleget worden. Weil aber derglei-chen Wege mcht allenthalben auch vor Reu-tende dienen sollen, noch weniger, wo sie et-was breit, gar zum Fuhrweg gemacher wer-den dürffen, als wodurch so wohl dieselbennach beschaffenen Umstände» leichte böse undunbrauchbar zemachet werden, wie auch sonstallerley Schade daraus erwachsen kau; sopfleget man entweder denselben mir einemGeländer vom Fuhrweg abzusondern, undein sich aus einen Stock herumdrehendesCreutz in die Mitte bey den Eingängen auf-zustellen, oder kleine «schlag - Baume, wieauch sich aus und niederschlagende Stöcke,nicht weniger auf zwey niedrigen Säulenerhöhe« Qver - Balcken, so hoch darüberaufzurichten, daß kaum ein lediges Pferdsich darunter wegführen lässet. Uiber dieFelder und Aecker muß man sich keine Fuß-Steife, odfr, wenn diese Dienstbarkeit»>IU5 iritteris) daraus lieget, daraus gar einetervirurem vise oder ZÜus , Fahrweg UlldTrifft machen lassen. Man verwehret sol-ches mit Bestecken, Vergraben, Hüte» undPfänden.

Futter, ist alles dasjenige, was das Pferd-Mid - Sch 'af-Zieacn - Schwein - und Feder-Vieh zu ihrer Nahrnna brauchen, und ent-weder von ihnen selbst auf der Weide gesucht,oder denenselben zu Hause vorgegeben wird:wie denn auch die Portion, so einem Viehaus einmahl vorgeleget wird, ebenjalls einFutter heisset, daher man saget, ich habedem Pserde, Ochsen, u. s. f. ein Futter gege-ben. Wie nun dieses nach Art deS Viehesunterschiedlich ist, also wird insonderheit zumPferde Futter gebraucht: Am meisten derHaber mit Heckerlina oder Hectsel vermengt,die Gersten, der RvKg^n und die Erbsen,«eiche vier Sorten das harre Futter , wiehingegen Heu, Stroh >,nd Grummet dasrauhe Futter genennet werden, davon siebedle Art. Pferd, Stutten, Fohlen.Des Rindviehes Futter, wird in Sommer-und Winter - Futter unterschieden. DasSommer-Butter bestehe l.i all^rle-, von sich

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hlbst hervor wachsenden vd^r qciiketen gn'mektGras; wobey zu »icrcken, d«ß «"an im Früh,Hahr das Vieh nicht eher anstreiben soll, alsb:s eS sich > om Grase qcinusam »mhren kan:Denn wo das Vieh einmal)! das frische Grasgeschuu-cket, so wi>'. .s d.-s dürre Futter als-dcnn > cht gerne mehr ansehe», sonder» lei-der lieberHunger, als daß es sich daran sattfristet; Daher es am besten gethan ist,wen» man vöm dürren zum grünen, undvom grünen zum dürre» Futter langsamabweichet, das ist, zus Ausaang des Wintersaeaen den Fiükling zu, immer sparsamer mitdem dürren Futter umgehet, und allmahligjunae Nesseln, Kälber-Kern oder Feld-Grasunter die Seide mit menget, nicht wenigeraus den Winter zu, »ach und nach weniaervom arüne» , hingegen mehr von, dür,e»Futter giebt, bis man gantz darbey bleibet.Weil auch nebst dem jungen fetten Gros, dieWeifteii-Schrapffe, Wickfutter, (da Erbse»,Wicken und Haber unter einander gescket wer-den) auch Kraut, Mohren und Rüben demMelck-Vieh treflich aut sind, so muß dem-selben zu mercklicher Beförderung des Hans-haltunas - Nukens, deraleichen vorgegeben,das Gälte-Vieh aber mit geringer» abqefüc-tert werden. Das übrige suche in dem Art.Rind-Vieh, Rud, »alb, Ochse.Des Scha«f-Viehes Futter belangend, siehedie Artickel Schaaf,Schaaf-Stall, Scha-fer,Lamm u. s w. Man kan auch diejeSmercken: Wenn nian dicke Roggen - oderWeinen-Saat hat, und ohnedem besorget,solches Getraide mochte lager werden, so las-set man das Schaas-Vieh, wenn das Feldhart gefroren, und die Saat vom Schneenicht bedecket ist, Vormittags darauf hüten;so bald es aber aufzuthauen , und die Erdeweich, los »nd lucker zu werben beginnet,muß man mit dem Vieh schon wieder hinwegseyn, denn sonste» wurden die Schaafe nichtnur den Sasmen zu tief abbeissen, sonder»auch selbigen theils zu tief i» die Erde treten,theils mit samt der Wurstel heraus reissen, unddadurch einen grossen Schaden verursachen.Ziegen - Futter, ist ausser dem Laube, wel-ches die Ziegen weit lieber fressen, als dasRind-Vieh, dem Kuh - Futter gleich, dochachten sie daS Stroh gegen das Rind-Vieh >ehrwenig, besonders, wen» es nicht arasiat unddoch grob ist, Siehe den Artickel Ziege.Weil die Schweine ein sehr gefräßige« undhungeriges Vieh, und auf der Weide nichtallezeit gar viel gemessen, ausser zur Erndten-Ieit, «nd wo Eicheln vorhanden lind, somüssen sie zu Hause vollends mit Futter sattgemachet werden, und bestehet so'ches zu derAeit, wenn sie noch ziemliche Weide haben,in einem dicken Tranck von dem in der Küchezusammen geaossenen Spülig , darunternianetwas Kleyen, Träber, oder was von Rüben,Kohl, Salat und andern Garten - Fruchten,Kraut-Stengeln, Kürbissen, Gurcken, Me-lonen und dergleichen abgehet, oder ohnedemsonste» wenig geachtet wird, mengen und mi-sche» kan. Oiehe den Art. Schwein, Saue.> Dd z Ewige