Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
837-838
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«Z7 Fünff- Blat

und nickt bin und her wanckend liegen, auch zurbe'st ei»e ziemlich gerade Fläche sormirei^Dai'nenbero nicht nur die kllzugrossen Stei-ne mit ihren Spiken eingegraben, und mein recht aut Laaer a-bracht/ sondem auch -»der Mitte, nebst den hin und wieder ent-standenen Zwischen -Ti stell, «lies mit klei-ncn Steinen auS.'cschlicht^ nnd Kihiae Un-gleichheiten durch de« «antze-- Fnllmimd feingeebnet werden müssen- M'i> kan KurvenAlbert- Dan. Mereklems Mathemat.Anfangs-Gründe v Theil i>en der Civil-Baukunst nachsehe». Denn ein Landwirtmuß auch davon etwas verliehen- DielesBuch aber ist deutlich "n?- kur«. Siehe auchden ^rr- Grund, Grund ?>au,

Fünss-Blat oder Fünfffim-er-Rraut, istein wild wachsendes Kraut, welches lanae,zarte Stengel wie Fäden treibt, die Blat-ter, so daran hervor kommen sind lanaüchr,rinas ani Rand herum gekerbt, uns mtter-wertS wei^-licht, deren stehen allezeit fünffebeysammen an einem Stiel, und machen dieFigur einer ausgesperrten Hand, dahero auchdieses Kraut seinen andern Nahmen bekoinwen. Im Ende des Malens trägt es gelbeaus sünss Rosen - sonnig zus'mmen - aesesttenBlätlein bestehende Blumen welche an dun-neu Stielen zwischen den Blattern Herfürschiessen, nnd sich den Gänserichs Blumenvergleichen. Die Wurstel ist eines kleinenFinaers dick, lang, aussen schwarstllckt oderdunckel-braun, inwendig aber roth und eines herben Geschmacks, welche in vielenKranckheiten, sonderlich aber wider dasBwt-auewerffen sehr nüstlich gebraucht wird; die-se Wurstel xulverisirt, und ein vraciima oderQvintlein davon in einem Glas Wasser, ei-nem Patienten, der an einem abwechslendenFieber kranck darnieder lieget, vor dem va»vx)-0o eingegeben, soll denselben gewiß da-von besreyen, Man gräbt diese Wurtzel ambesten, wenn die Sonne im Widder ist; siewird hinter den Zäunen und an andern ara-sichten unaebaueten Orten gesunden. Ausdem Fünssnnger-Kraut nnd Wurstel wirdnachfolgender »östlicher Wein bereitet: Mannimmt ffünfffinger Kraut-Wurstel sechs Loth,Torment-ll-Wurzel vier Loth, Benedieten-Wnrstel drey Leih, Fünfffinger-Krant, Be-tonten , Gamanderlein, Cardobenedielen,Tausendgülden-Kraut, Wermut iedes dreyHand voll, zerschneidet alles arvbiich, thutes in ein sauberes dreyßig Maaß haltendesFäßlein, schultet darüber so viel guten weis-sen Most, läst es wohl vergahren, und sechsoder acht Wochen stehen; alsdenn kan mandes Meraens nüchtern. oder bei, dem Mit-tags Essen nach der Suppe ein Gläslein volltrincken. So kein guter Most zu bekommenwäre, kan er auch mit gutem weissen Weinangesetzet werden. Dieser Wein ist denenmit Flüssen behaffteten Menschen sürtreflichgut, dienet wider alle Glieder-Schmersten,eröffnet die Verstopffunaen der Leder und Milst,läst keinen Stein m den Nieren oder Blasenwachsen, und Mst»xffel qlle BguchMe.

Fün ff-Porte 8Z8

Es finden sich aber des ff?nff5nger- KrautSnoch mehrere Gattnnae-,, alc! d's Füiiffun-aer-Kraut mit Silber-färben.--! Blättern;das Funfffinger Kraut mit weissei- Blumen;das rvthe und w-isse; da. O-stcrreichische; dasEi>a!ü!che Kunffs.üge? Kraut?e.

Fünff-Porte, ist ein curieul!-« in Frai,er-reich inrentirtes F<ich-Garn, i,welches aus sechs Stücken zusammen gesestst,in derer Mitten ein Einaang «elasse-i wird;jedoch geschiehet so!6>eS nur an der Decks undden vier Neben - Seiten; d-nn der Boden,welcher das sechste -'kncke ausmachet, mußganst, gleich und ftaci. n-?n. Dieses Gar»wird mit acht und cierkig Schmasen oderMaschen eines Zolles weit angefangen, undbey v-ertzig Sckuy lang sortgestricket, °ebe et->sas zu - oder abgenommen wird, zumahl ssdie Länge ieder Seite acht Schuh, die Hoheaber, wenn es gerichtet wird, v'er Schuhehalten soll. Daraus kan man einen Bindfa-den nehmen, und ilm durch alle Rand-Ma-schen ziehen, auch die beiiden Ende zustimme»binden, und um die vier in die Erde geschia-aene Stecken D, (!. n ziehen. Diese Ste-cken muffen ins Gevierte acht Schuh weit auseinander geschlagen werden. An die Stecke»wird unten bey k. u ei,. Seil, undvier Schuh höher bey c:, v, L wieder einsangebunden. Alsdenn wird das Garn in-wendia nach der Länge hinein gezogen, undoben und unten rings um die Seile anaene-het, damit es wie ein Würffei werde. Wen»nun dieses Garn wohl angenehet und ausge-spannet worden, so werden fünff Eingängeals Porten oder Pforten darein gesetzet, wel-che zwey Schuh lang, und hinten wie ei»Kegel zugespitzt gehen müssen, wovon der ei-ne > oben in die Decke eingesetzt zu sehen, dieandern aber aus die vier Seiten kommen; die-se müssen auch wie etwa die Garn-Säcke wohlausgespreitzet seyn, damit sie eine rechte Run-dung machen, und in die zuvor darzu aus-geschnittenen Locher N fest angenehetwerden. An allen Ecken des Garns, so wohlunten als eben, lässet man 2 Stücken von demSeil, iedes anderthalb Schuh lana, herabhängen, damit man das Garn beym Rich-ten auf- und an die Stanaen binden möge.Wenn man nun diese Fünff-Psrte richten will,so nimmt man hier starcke gerade Stangen,welche unten bey dem dicken Ende zugespitzt,und bis zehen Schuh lang seyn müssen; überdem zugespitzten Theil etwa eines Schuheshoch, muß eine Kerbe eingeschnitten werden?allwo dieinnte.n Ecken des Garns k.l , 6, it.vier Schuh aber gegen den dünnern Theil,bet) k, 0, v wieder eine Kerbe, wo disobern Ecken angebunden werden müssen.Wenn es nun also fest angebunden worden,so nimmt man es zu sich in den Kahn, undsetzt es an den bestimmten Ort folgender Mas-sen ein. Ist es in einem Fluß, so muß ma»den Kahn über gver des Flusses haltend ma-chen, darauf läßt man das Garn hinunter,und stößt die Stangen.gerade in den Grundfest ein, und zwar M, wen» .5, L eilige»K d » stösss-t,