u z.'- is Mi-is!
-i
1M^>i»,!iä>k<,
66z
Erd-Eichel
Erd - Flöhe
Ȁ'DW?
'!! T
,^WßK"'
I .W '"^»W
iß' i
MM
WWkj,Äi. H>»!
.Mn-
k
es oder derer darauf zu erbauenden Pflan-zen, betrachtet uud erkenne!! will, die dazugantz ungeiGicrteii Arten des Erdbodens an-mercken. Dahin gehöret ein gam; felsigterund schicffngter Böden, der doch noch zu ei-nigen wilden Bäumen bisweilen dienet, fer-ner wo mineralische und metallische Geschie-be und Adern üegen, kalckigker und salßigreroder mit Sumpff und Morast, ingleichen mi-neralischen Qveiien durchsickerter, fernergantz weisser blosser Sand-Ao?en, und endlichein Boden, der aus einer todten Flog - Erde,wo kem Düngen hilffr, bestehet, oder abersehr ungleich ist, und also nur so genanntenStem Sand- und andern Gallen durchzogenwird wenn gleich ein gutes Fleckgen biswei-len kommt. Auf alles o eses ist in Ansehungdieses Zwecks bei, dem Erdboden zu sehen. Al -lein em Wirc darff deswegen nicht glauben,daß dieser zum Äcker ^ und Garten - Bauschlechter Erdboden nicht sonst genutzet undgebrauchet werden könne , wenn er fleißigseyn will. Die Wirrschafft lehret uns^noa)viel mehrere nützliche Dinge und Früchte,theils nach der blossen Natur, theils vermit-telst unsers Fleisses in dem Schoosse der Erbenfinden. Nur muß man nachdenken, undgewiß bey iedem Fleckgen oder Schritt derErden die Stimme des Schöpffers hören:Alles zum Nutzen! Schickt sich mancher Bo-den nicht zu diesem, und ist es auch nicht mög-lich, denselben durch Vermischung andererErde, R ^olen, Ausrotten , Pflügen undDüngen zu verbessern, so dienet er vielleicht,um Frucht - und Weide-Krauter, oder aberHoly und Busch - Werck anzupflantzen. Erliefert uns einen Steinbruch, eine Sand-Th»n-Kalck- oder Leim Grube. Er dienetseiner Lage nach zu Teichen und Fischereyen.Man kan darauf ein nützliches Gebäudeüber oder unter der Erde führen. Er hältin seinem Schoosse allerhand Brunnen-Qael-len, Mineralien und Ertzt - Adern, Floie,Stöcke u. s. f. Und aus diesen allen entste-hen noch viel mehr hauswirtliche Geschaff-te des Erdenbaues über und unter der Erde.Ein Hauswirt muß alles heraus zu suchenund nach Gelegenheit auch nichr das kleinsteFleckgen shngenutzet zu lassen wissen. Denner weiß: Der Erdboden ist die grosse uner-schöpfliche Schatz-Kammer der Natur, darin-ne die Wirtschafft alles suchen und finden kanund muß, was Menschen in diesem Lebenbrauchen.
Erd-Eichel oder Erd Nuß, ist ein Ge-wächs, dessen Kraut denen Wicken und Linsengleich kommt und eme schone Purpur farbene lBlüthe hat. Im Julis bringen sie Schörle-in j»ind darinnen Saamen,wie die kleinen Erbse».Die Wurtzeln sind rund und lasigt, gut zu es-sen, und besürffen geringe Wartung, wo sienur mürben Grund finden; in Oesterreichwachsen sie «uf den Feldern, anderer Onenaber werden sie von dem Saamen und denknollicht?» Wurzeln fortgepflanzet. Siewachsen, wo sie einmahl hinkommen, gernefort, werden gekocht und gebrmeil genossen,
6S4
sind eines lieblichen Geschmacks^ünd geb?»keine böse Nahrung; wo man ihrer aber wviel zu sich nimmt, da erregen sie Winde,chen Schleim, und beschweren den Ä-i-mAus ihrer Blükhe wird ein Wasser gedi^nx'welches dem Rosen-Wasser«mGerüche »a»gleich lommt.
Erd '.Epheu, siehe Gundel -Reb, Gun-dermann,
Erd-Eydechse, siehe Eydcchse.
Erd-Flö!)e, >.nd kleine rolhe mit ffliMversehene Wurmiein, welche ihren Hchvenohne Zweiffei daher bekommen haben, weilsiegleich denen eigentlich jv genannten Flöhe» ^springen pflegen. Diese sind vor die M,Kraul. und andere zarten Psiantzcn miS Ge-wächse ein höchst-schädliches Ungeziefer, Mkommen gemeiniglich im Arril zum Vkrschm.Wo man nun dergleichen verspüret m>i> mer-ket, darff man nur Rus aus der Feuer - R«,oder aus eincin Maltz - oder Darr - Ofen lklein klopffen oder reiben, und Mit Z"durch einander rühren, und, wenn die!zen am Abend init Wasser begossen sind, soman das Rus - Wasser darüber herspreM,und solches zwey oder drey Abend hmm mi-ander co!ittnulren,sv werden sich die Erdolchebald verlieren. Ein gewises und promriÄMittel wider die Erd Flöhe soll auch WSseyn: Stosse oder zerhacke Knoblauch kiein,geuß Wasserdaraus uud laß es wohi weichen,seihe das Wasser von dem Knoblauch ab, mdgieße es auf den Saamen, den du saen nmß,und dich deswegen der Erd Flohe be>.rB<als Rüben, Cappes Kraut, blauen Kohl, um,Senff, Kresse und dergleichen, laß eS eiiiM-nig darauf stehe», darnach seihe das WMvon dem Saamen wieder ab, und sae >!>» >»Gottes Nahmen, die Erd-Flöhe werden ih»gewiß zu si ieden lassen. Man muß aber denSaamen, wen» er zusammenklebt, durch vie-les Reiben wieder von einander bringen. M»darff sich aucl> nicht besorgen, daß Rudeii/Kraul uud andere Saamen den Geichmack vondem Knoblauch behalten, denn das Ndieii»ziehet solchen Geschmack aus dem Saainengantz an sich, daß man die geringste Spure »mKnoblauch nicht zu finden vermag,Saamen, Rüben-Kohl-und andere derMchen Saamen, ehe man sie säet, mitOel genetzet, sollen keine Erd-Hlohe auM>-men lassen, so werden auch die Rubm »M
davon, und lassen sich gerne kochen. Dle g 'neral-Grund-Regel wider alles solch MUngeziefer, so denen Früchten schadet,es bald diese bald ,ene zu ihrem eigene,nehmen Futter haben, ist dleje: WMUnaeziefer, sonderlich mit sehr iatterL'«dung des GcrnchS, Geluhls und GeschiMversehen, ja durch das widrige dieserdüngen auf die Flucht und garbracht wird, so muß man eben denenjemgPflantzen einen ihnen widengen GeriichGeschmack vermittelst der Präparano» -SaamenS beyzubringen «uchen. Wenn ^dieses nun abmercket, so ist man veinlo? .diesem Ungeziefer leicht zu begegne». ^