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fuiiff Blatlem zusiminieu gesetzte Blüthe»,(wiewohl auch eine Art gefüllte Blüthen hat)worauf eine ablang-runde und oben etwas zu-gespitzte Frucht folget, die aussen herum mitvielen kleineu Saam - Kvniiein bedeckt ist.Mau ziehet das junge Erdbeer-Kräutlein aus,und versetzet solches ein paar Tage nach deinVollmond Reihenweise m einen leichten mitSande vermischten Grund; man pfleget auchdie Rabatten in denen «Lust-Garten damit ein-zulassen. Sie blühen ordentlich im Mertzenund April, und werden zu Ansang des Som-mers reiff, weil sie auch, wenn man ihrer wohlwartet, desto süsser und grösser werden, so mußman das Uniraur davon fleißig ausjäten, unddie Psiäntzlein, wenn sie ein wenig erwachsen,an Stäblein binden, dauut die Früchte nichtan der Erde liegend verfaulen, oder von Eide-zren, Schnecken, Kröten und anderem Unge-zieffer bekrochen und angegriffen werden msgen. Will man spat hinaus Erdbeere haben,so schneidet man die ersten Blüthen hinweg, dasie denn nach und nach wieder treiben, und alsoetwas spater, als sonst gewöhnlich, ihre Fruchtbringen. Wenn der Herbst gantz vorbey, sollman noch vor völlig eindringender Winter-Kal-te die Blätter abschneiden, und dieabgestutzten Pflaimeil mitkurtzem Mist bedecken, so wer-den sie aufs künfftigsIahr desto besser tragen.Die Erdbeere sind eines angenehmen Ge-schmacks, loschen den Durst, und gebe» ingrosser Hitze eine treffliche Erfrischung, weil sieaber wegen ihrer kalten und feuchten Naturnicht allen Mägen anständig, sonderlich da sieleichtlich faulen,und dadurch ein Fieber verur-fachen können, als thut man am besten, wennman sie mit Weine, Zucker, mit etwas gerie-bener Citronen-Schale an-und zu einer so ge-nannten kalten Schale machet. Etliche wol-len zwar, man solle aiich Iimmet daran thun,allein weil derselbe denen Beeren ihren natürli-chen gutenGeschmack benimmt, so läßt mansolches lieber davon. Von denen Erdbeerenmacht man einen guten Eßiz> (siehe Eßig) undeinen trestichen Gafft, und zwar diesen letzternalso: Nimm Erdbeere, zerflösse sie wohl in ei-nem steinernen Mörser,, presse den Safft Her-aus/Messe solchen und thue ihn in einen neuenTovff, wirffauch so zu einem Nössel Safft zweyMfuiid schonen, reinen Jucker hinein, deckeden Topff wohl zu, und lasse es zusammen sie-den, bis es eine rechte GM-Dicke überkom-me, ds man ihn denn nachgehends, wenner erkaltet, in einem Glas verwahren kan.Dieser Safft dienet vor alle innerliche unna-türliche Hitze um die Brust und Lunge, Ent-zündung der Leber und desMiltzes, und kauNicht weniaer wider hikige Fiever und ande-re giffttge Kranckheiten nützlich gebrauchetwerden.
Erdbeer-Spinat, siehe Spinat.
Erd-Bin;, sind ein Gewächs, wie dieErd Aepffel, und heiffen auch m andern Or-ten Erd Zttpffel nur oaß sie nicht so lange Sten-gel treiben. weise Blumen und gelbe FrüchteZvbe ?. welche auch weit kormch-er und nichtso mchlichl, wie die Erd-AeMl sind/ wenn
Erdboden
man sie kocht. An vielen Orten nennet^-i,sie auch Tartuffeln. Es ist aber auch diesesanders. Man lese davon die LeipzigerImmen ' St. >74Z den ersten Art. so vr>„ ^o-nomischen Aachen handeln. Man bevff«>,°..'ganke Stucken auf dem Felde damit, de»arossen Haushaltungen sowohl eins MeZMvors Gesinde, ale ein trefflichesFutter ««r dixSchweine zu haben. Man muß sie fleißig j«.-teu, und, ivenn das Kraut etwas erwachsmit der Kraut-Hacke umhacken, unddaSMreich uui iede Pslauize anfhauffeln. 'MPflantzunghat aiu besten lZ.'Mdnhoidwheru^'cinö-mz c'xpenm. beschrieben. Zu Elche desHerbsts grabr mau sie aus, '^.iS verwahret siei»dem Keller in Sand, da mÄr sie denn ssrlimi,-die größten verspeisen und vcrkauffen, die mit-telmäßigen tu»! verpsiantzen behalten, middiekleinen kencu Mast-Sauen geben kan, welchesie sowohl als die Erd-Aepffel tresiich geriiefies-sen. Diejenigen,so im Frühling wieder geM-zet werden sollen, müssen ihreAeuglein umer-!ekt behalten. Ehe man sie aber wieder Mn-zet, muß man zuvor das Laub mit etwas !ur-;em Mist überdüngen und untergraben, undalle schädliche Wurzeln, als Winden undO.»e-cken fleißig uuslesen , so werden die KiuModer Birnen desto besser und «rösser. M« kasie gar füglich an allesFleischwerck gebrauchen,und sieübringens ans eben dergleichen Sitte»,wie die Erd-Aepffel zurichten. Es halten ei-nige diese sowohl als die Erd-Aepffel vor dieAmericanische l>ar.>rns, deren schon o)u>>ck. Lt-c!ier in seiner närrische» Weisheitund weisen Narrheir ü-a. l, /vrr.6. gedencket,und meldet, wie er sie bereits zu seiner Zeit indenOesterreichischen mit gutemNntzen gepßaii-zet, und gutes Brot und Brantewein dsMigemacht habe, siehe unten l^r.,rzz. Es wirdMvielen dafür gehalten, daß sie vielen andeniNutzen hätten, daß man Brantewei» dam»brauen, ja die erfrornen dennoch auf gMiieweise vors Weh brauchen konne,denn sieenn^ren leicht. Allein einige widersprechen diel«Nuken. Siehe obengedachter SamniluiiMvil und XI St. So viel ist gewiß, sie smd nu«.-'lich und sonderlich in Mittel-Lande zu baue».
Erdboden, Erde, Erdreich, darunter iMder obere und Frucht tragende Theil »derMehe der Erden, worein man zu lac» >ui° ^pflamen pfleget, in der Wirtschafft so»daverstanden. Es ist aber der Erdboden vam-sächlich dreyerley Art: Nemlich, enwavon purer und lauterer Erde ; oder vnivuttSand, oder aber von Erden und v -mengt, und dahero auch veriuilchttrDer Erdboden, welcher aus lauter EM °'stehet, ist wiederum mancherlei' : Den» cist wärmerals der andere; der hoch liegt,dabey leimigt ist, hat ci«e warme m. lfruchtbare E>-geiischafft, dergleichen au vgar schwachen Aecker zu seyn p5egen> » ,gegen derjenige, so niedrig liegt, viel ttEigenschafft und nicht so trnchtbar >!r, n ,ner.Der sandigte Erdboden ist von H«Z^ ^.j „nd rräat, wenn er «uzuhoch Uea.,! nlg Fncht, denn die Hitze istSon-.m.'^