Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
563-564
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56z Dohn Domainen

die Raub-Vögel mahlet werden, vb sie sichgleiÄ» mit denenselben zusammen hält, aller-massen sie auf kein Aas oder Luder sället, son-dern meistens Körner und Früchte geniesset; da-hero auch dieserVogel wegen seines wohlschme-ckenden Fleisches, besonders wenn er nochjung ist, gerne zur Speise gebraucht wird. Ermacht sein Nest auf hohe Bäume, pflegt auch«lerne auf Thürmen und hohen Mauren in Lö-chern ;u brüten. Wenn er noch jung aus demNeste gehoben, und ihme die Zunge ge!ösetwird, >o kan man ihm allerhand schwatzen ler-nen, wie einer Elster. Er wird mit seinesgleichen lebendig arif den Wänden, oder auchmit dem Fakten gefangen.

Dokn,(Tohn) ist eine Art weißlichten/fetten und ungemem festen Erdreichs, welchesam besten vor die Töpffer, allerhand Gefckssedaraus zu formiren, und vermittelst des Feu-ers stein-hart zubrennen, und zu Verwahrungderjenigen Oerter und Plätze, welche Was-ser Hairen sollen, dienlich ist. Die mitDohn vermengten Felder, (welche, weil sieviel Rcksse an sich ziehen, und langsam trockenwerden, meistentheils sauer sind) brinaen un-ter dem Korn viel Trespen; Weitzen und Ger-sten aber will gar nicht drinnen fortkommen:wenn sie auch gleich offt gedünget werden, soziehet doch der Dohn durch seine Nässe denDünger dergestalt wieder aus, daß kaum ein-mahl etwas Korn und Habe? drinnen wächset.Dergleichen Aecker wollen sowohl mit Pflügennd Egen, als auch überhaupt mit der gantzenBesteil-Zeit wohl getroffen seyn, wenn manseine darauf gewandte Mühe und Arbeit inetwas bezahlet haben will.

Dolde, wird das Haupt an einigen Ge-wächsen genennet, so aus der Blume unddem Saamen bestehet, welche oben auf demStengel in die Rundung, gleich als eine Kro-ne wachsen; dergleichen Dolden oder Kro-nen hat die Dille, der Fenchel, Pastinac, undderaleichen.

Do!l- Rvaut, siehe Düsen-Rrapt.

Domainen- oder Cammer-Suter, sind sol-che Guter und Fonds von Fürstlichen Einkünss-ten, welche vom Lande oder dessen Fürstenselbst zur Unterhaltung seiner Person, Fami-lie und Hoff-Staat gewidmet, und dahernach denen Dvmainen-Rechten ohne Ein-willigung des Landes, ja auch nicht einmahl,so lange man von dieser Beschaffenheit Nach-richt hat, durch Verjährung veräussert wer-denkönnen. Sie werden auch Cammer-Gütergenennet, und sind von deF Fürsten Patrimomal-Gütern, als die ihm gantz eigenthümlichgehören und veräussert werden können, zu un-terscheiden. Allein in Deutschland kan mannicht alle so genannten Csmmer-Eäter gleichvor Domainen halten, weil diese Güter öff-iers aus denen alten Geschlechts- und Haus-Gütern entstanden, und da ehemahls diesesDomainen-Recht unbekannt war, nicht ebenküemah! in der Absicht zur Fürstlichen Cam-,ner- Administration gezogen worden, daß sieeigentlich Domainen seyn sotten. Und ebendöber kommt es, daß i-jele Ulttsr dem Wett

Donen

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Domainen eigene Fürstliche PatrinionialM.ter verstehen und die ietzt gedachtenRechte nWeinräumen wollen, siehe r>. Gaffers Ejalej-tung zu oeconom.polic. und Cameral-Msim.schafften, v. Zinckens Grund-Riß derC««-'ral-Wissenschafften n Theil s>. 15 seq. K.zz,-'Donen, «.bonen, Maschen, Schleißtoder Schneiffen, sind eine Art von S6M-gen, worinnen sich zur Herbst - Zeit Drosselnund andere kleine Vogel selbsten zupflegen. Es giebt deren zweyerley Arten: Zü-gel - Donen und 2)ast - Donen- Die Lü-ge! Donen werden von vier bis sechs Pferde-Haaren, so aus der Mähne oder dem Schweißgenommen worden, geflochten, und in demobern Theil eines guten zähen weidenen-qelö durchaezogen, dieser aber an benden En-den zugespitzt, und wenn man Ebereschen-undVogel-Beere hinein gehangt, in denen D°-nen-Gängen oder Denen-Steigen, an dieBäume aestecket. Wenn nun der Vogel imSpriegel sitzet, und nach den Beeren langet,da er nothwendig den Hals dnrch die Schlimmstecken und strecken muß, so ziehet sich dieSch leiste zusammen, und ie mehr der Voqel sichzu entrinnen bemühet, ie härter und festerwird ihm der Hals zugezogen, also daß er end-lich erwürgen, und daran hängen bleiben muß.Die Roß-Haare soll man, nach einiger Mei-nung, nicht von verreckten und umgesaUenen,sondern von lebendigen, oder von solchen Pfer-den, die von den Schindern und Wasennm-stern kodtgeschlagen worden sind, Herneh-men. Wenn die Denen anfangs von demWeydemann aus Roß-Haaren verfertiget sind,deren bisweilen etliche hundert auf einmahlgemacht werden, fchleifft man solche an einrundes, dickes Holtz, das so groß seyn nickso weit die Donen, im Richten sich öffnen lal-len, wirfft sie also angeschleifft in ein siedendlie>ffes Wasser, lässet sie eine Weile dumm"sieden, und hierauf am Holtz etliche Tage İbleiben, bis sie recht trocken worden M,denn ziehet man sie gehöria ein, und sollen ih-nen hernach Regen und Wind desto wenig«Schaden thun können. Die von Bast verftr-tigte Donen werden nicht besonders inebrae-braucht, und thutman besser, wenn nmislSI»ihrer bedienen will, solche zu kauffeil, >rwsie sehr viel Mühe zu machen kosten, und»'Schock vor ein paar Groschen zu bekommen i.'-Der Donen-Fang oder das Schnail-^°gehe,:, sänget sich bald nach Iacol'iwenn die rothen Ebereschen-Beere rem,recht hell hervor blicken; denn wenn »e urerständig oder gar zu dunckelrotl» werden, l'können die Vögel solche von ferne nichl °wohl sehen. Wegen des Grtes der Sm»"oder des Donen - Steigs, da belastemit denen Schleiffen zum Fall der?

aemachet werden können, ist zu mercken: - .selbiger entweder auf denen Wiesen odera>/in denen dicken Wäldern und Gebujchen nwl>auserschen, und in diesen lekrern studerv»gerade Gänge hin und wieder gemacht M 'den, damit man seine Donen oder SK >>desto besser bezeken und leichtlich« ßlide»>»