;->7 Chenellen Choeolate
Zeitlang darinnen gelegen, ans demselbenheraus waschen, svlglich in ein wenig Wasseraussieden, damit sie den wilde» Geschmack ver-lieren, und endlich wohl «btropffen lassen.W ->:n sticke? geschehen, wirfst man sie in ei-nen Tiegel oderCasserole mit Fleisch-Brühe,thut B itter, Salk, Gewürtzs, und Peter-silien, oder Cßig und Zwiebeln, nach Belie-ben darein, und Wt ai.es zusammen über demKvhlseuer wohl einsieden, Alsdenn richtetU!ZN sie in eine Schüssel an, und giesset dieBrühe aus einer gebratenen Schöps- Keulemit etwas Poineranyen - sderCirrcnen - Safftdarüber- Oder, man last sie erstiicli in einerBrühe ein wenig aufwallen, gießt so>che wie-der ab, und bestreuet sie mit Mehl, Saly undklein gemahlenem Pfeffer, lässet sie hierausin Butter, oder ungejaltzenem Fetts rösten,und streuet endlich etwas gehackte Petersiliend ran, man kau auch etwas Pomerammi-Gafft darüber giessen. Einige braten sie nuralso roh, und ungedrühet in Butter oderBaumöl, oder kocken sie in geringen oder soge-nannte» Koch-Wein, und thu» Saly undandere Wärne daran. Wieder andere legensolche, wenn sie gewaschen und gedrützet sind,auf einen nut einem Bogen Papier übersecktenRost, und thun hernach ein wenig Butter,Kalk, Pfeffer, Musealen, und aenebenesBrot darüber. ^ Sie werden auch gebacken,xedämvfft, gcdörrct, unter die «»xo»« gemi-schet, und auf andcre Weise mehr zugerichtet:insonderheit dienen sie gedvrret und klein zuVulver geftossen zu allerley Brühen,
Pasteten und Gebaekens, welchen sie einen Ge-schmack geben, als ob man dergleichen frischdarbe» habe-
Chenellen, sind sammtene Schnürgen, odervon Sammet ganl; schmal abgeschnitteneund über Saiten oder auch auch nur so ge-wundene Etreiffeu, welche zu Auspntzungder Kleider und anderer Zierat!) dienen, jaman pfleget daraus halb oder ganx. cheuellirteKappen zu machen, deren sich zu Winters-Zeit das Frauenzimmer bedienet, und widerdie Kälte den Kopff damit verwahret. Eswerden diese auch, wegen ihres rauhen An-sehens, das sie wie einige Arten Raupen ha-ben , Raupgen genennet.
Chervt, siebe Zucker Wuvyel.
Chinesische Dinte, suche Tusch.
Cdocolare, ist eine aus verschiedenen Ost-und West- Indianische!! Gewachsen oderFrüch-ten und Gewürtzen, als Caeao, Vanille oderVanille, Würy-Negelem, Zimmer, Mexi-canischen Pfeffer, Museateu-Blüthe und Zu-cker bereitete, und durch den Saamen der In-dianischen Frucht gefärbte Massa,weiche mit Wasser, Milch oder Wein gekocht,einen angenehmei! Tranck gieber, welcher alsowarm genossen, eins vortrefliche Brust- undMagenstärckung ist, die natürliche Warmewieder bringet, verwahret und erhalt. Es giebteine trefiiche Nahrung, und ist »in besten frühMorgens, und zwar bev kühlem Wetter zutlincken; svtien sich die Keule, weiche viel
Choeolateii-)?v?ffgen Cichorien zoz
Galle haben, dessen enthalten. Die Am?eaner sind die Erfinder dieses Trancle«;"'^»denen eS die Spanier gelcrnet, da es dei,!,i,„.iner weiter in andcre» Ländern Europa bch«»!
emachet worden. Die Chocvlate, stSchimmel überzogen, oder einen müchielide»Geruch hat, oder aber von den Mw«durchlöchert worden, ist wenig oder aanichjnüi;e; heracgen wird diese vor die beste M.ten, die nicht bitter, aber auch nicht allimIdie wohlriechend, hart und trecken, braun WFarbe, und wenn >ie zerbrochen weisseAch,.lein habe. Den Tranck von dieser ConiM.rion, welcher gleich derselbe» Choeol'te >k, ^'net wird, bereiter nian folgender Gestalt: N»vierTasse»Chocolate triiicke>! will, niuil erst-lich sier Tassen voll reines Wassr nehme«,und dasselbe in einem Chocolaten-Topffsjede«lassen, inzwischen aber ein Viettel-PsuiidCd«-eolate klein reiben, und nachdem snan cm ^ied-haberdes Zuckers ist, vier, sechs bis acht WhJucker stossen und darunter menge», (wiciMer weit gesunder oime Zucker senn soll), >m«nun das Wasser koch?, so wirfft man alles zu-sammen i» den Ckscolaien-Topff, rühret cZfleißig mit dem Qviri kernm, und setzt es wie-der zum Feuer, rückt es aber, sobald es m dieHöhe steiget, wieder davon hinweg, damit eSnicht überlauffe, und gvirlt es wohl, damitdie Chocsiate einen Iafchtbekomnie, wciniscl-cheö erfolget/ so wird eine Tasse nach der an-dern eingcschencket, und getruncke». Willnian Milch- oder Wein Ehoeolate mache«,so nimmt man der Milch oder des Weins so vielals vorherodes Wassers, zerkloxff't auch Mhlein Ev - Dotter dariunen, und verfähret imübrigen damit, wie oben gedacht wotte«,Man ran aued diese niitenigebrockremIückcr-Brorgleich als eine Sm'pe essen.
Cbocolaten - »öpffgen, SchälZen MTassen, sind kleine langlicht-runde und et-was geraume von Porcellan verfertigte Ge-schirre, mit -ihren darzu gehörigen flach run-den Näpffgen, woraus man dicChocolate,»trincken pfleget.
Ldocoiarcn-Lopff, ist ein länglicht-nm-der küpfferner Tops, auf einem breiten Mstehend, und vomher mit einer SciMM,d^r Deckel aber mit einem koche verschen,worinne» der Qviri steckt, mit welchem M»die Choeol-iie quirlt.
Chi-ist-Monar, siehe December.
Cb-eist-Wury, suche Niese-^vury.
Libeben, siehe Rosinen. ^
Cichovren, Cieori, ^iiidlänssre, N'eg-wart, ist ein bekanntes Kraut, wovon ina»zweyeriey Gattungen hat, nenilich die zah-me und >vilde, deren Unterschied bloß darin-nen bestehet, daß jene i» de» Garten umFielst gcbauet wird, u»d dadurch ihren na-türliche» wiiden Geschmack und rohe Bitter-keit etwas verlieret, diese die wilde aber anFeldern, Wegen und Strassen, ausund an andern rauhe» Orten wächset.Wurtzel ist gemeiniglich einen Fuß lang, unseines gute» Dauniens dicke, auswendig zc>°,