Castanien Cast-inien-Baum
^isss Cakia erweichet, zertheilet und reini-^ ssS Geblüt, dämpffcr die h.'kige verdren-nete Ksile, «nd puriirer den Leib so qelinde,d»5 sie jung und alt, ja mich schwangereWeiber ohne allen Schaden sicher brauchenkönnen.
' Zucker, siehe .?ucrer. ^
Caftanieir oder Rasten, ist die Fruchtvom Castimen-Baum, weiche in die grosse^»nd kleine Art eingetheilet aurd. Die klei-ne 'ehält den Nahmen Caftamen, dienrosse aber, deren wieder zwey Gattungensind, heissen Maronen und Roß-Cafta-j'' „jcn/oder Indianische Maronen. Sie^ haben drey Bälge oder Schalen, worinnender Kern verborgen stecket. Die äussrsteü>r siehet fast wie ein Igel, und ist stachelicht,«D? die mittlere ist wie ein fenies braunes undU x-'lirrcs Leder, innwendig gleichsam mit>r. Rauchwerck ausgefüttert, und die innersteiveic dünner als die mittelste, zart, roch'>«!>.! und runtzlicht- Nach diesem Häutlem kommt«- der Kern oder die Castanien-Krucht selbste»,welche weiß, hart, von einem angenehmen6-5 Geschmack, und absonderlich, wenn sie ae-5- sotten und gebraten, wohl zu essen ist. SieW sind aber nicht gar zu gesund, weil sieW stopssen, Hauptweh ver»r>achen, und,on-derUÄ denen Lungensüchtigen jchädlichüc'»» sey» sollen. Wenn man wissen will, wel-K.A che Caftanien gut oder böse sind, muß man >»rl. sie in kalt Wasser schütten, da denn dieM gulen zu Boden fallen, die bösen aber oben iichix- schviminen. Wo sie im Uioerflusse wach- ^sen, mästet man die Schweine damit, wie' mit den Eicheln, so kann man auch, wenn^ . sie geschalet, ein dauerhaftes Mehl zumBrot-Backen darausmahlen, und sollenMs sie ciu Brot von sehr angenehmen Geschmackgeben.
Castanien-Baum, ist i) der gemeine oderkleine Caftanien-Baum. 2^ Der N?aro-nen-Baum, und z) der Roß - Kastanien-öder Indianische Maronen - Bauin. Dergemeine laftamen - Baum, wovon es in Un-gar», Italien, Franckreich, Elsas, und am.7 / Rhein gantz« Wälder giebst, wachset hoch undl-, starck, hat grosse breite und am Rande zer-7.' kerbte Blätter, und machet mit seinen weit^!' in die Rundung ausgebreiteten Besten einen5':,'. »»gsnchnien Schatten. Seine Fruchte, de-r«i manchmal zwey bis drey, auch ossrersnur eine in der äussersten ftachlichlen Schale/. stecken, solgen nicht auf die Blüthen - Ickpff-'l' lein, sondern wachsen an gan« davon abge-V? sonderten Orten. Er liebet einen mitttelincks-K'. stgen, seuchten und mürben Boden, und4,' w^d entweder vom Kerne, das ist von deri Casranie, oder von jungen Zweigen, die umund neben der Wurkei aufschiessen, erzeuget,S' welche letztere Art vor die beste gehalten wird,weilen sie eher und hurtiger, auch bessere^ Früchte, als jene, bringet. Dieser Baumvon den köstlichsten, der Eichevvrzezvznn, sowohl seiner Früchte, als des?- Hsltzes halber, indem es seiner Festig - undF Äauerhaffsigkeit wegen, auch, weit es weder
Caviaro ;c?2
wurmizt wird, noch die Spinnen sich daranhangen, (woman es genugsam haben kan)unvergleichlich gut zum Banen ist; daher csin einigen Landen starck zu Latten und Me-tern, wie auch zu Wem-Fässern gebrauchtwird. Der Maronen - oder nrossc Cafta-nien-Baum, ist von dem erstbejchiiebenengemeinen Caftanien. Baum nicht, als auder Grösse unterschieden, liebet anch glei-ches Erdreich mir demselben. Man pflegetihn im Monat Ami in Spalt zu pstopffen,oder um JohanniS in das treibende Auge zuvculire». Der Indianische Maronen-Baum, welchen man, weil seine Frucht wi-der deuHnstenderPterde eme bewahrte Artz-nestseün soll, auch Roß-Caftanien-Baumnennet, ist einer »um denen schönsten Bäu-men, womit Gärten und Alleen gezieret wer-den können. Er breitet seineAeste weitauseinander, hat einen geraden Stamm, glatteRinde, und lanae, breite und grüne, auch amRand herum zerkerbre Blätter, welche in derGestalt einer aufgekhanen und von einandergesperrten Hand an den Zweigen zusammengese!>etsind. Seine Blüthen sind vier oderfünff blätterig! und weiß, und kommen träub-licht hervor, die Frucht aber ist mit einerbey nahe runden stachlichten und sieischiz-ten Schale umgeben, aber eines schärftenund bittern Geschmacks. Das Hol» davon,welches sehr weich und drosch, oder' brüchigund mürbe ist, taugt zu nichts, auch nichteinmal zum verbrennen, ind-nn es wederFlamme noch Kohlen giebet, sondern purschwach wird. Man ziehet diesen Baun!,wie bey der gemeinen Castanie bereits ange-wiesen worden , von der in die Erde gesteck-ten Frucht, welche em wohl zugerichtetes undfettes Stücke Erdreich und fleißiges Begies-seu erfordert.
Caftor, siehe Biber.
Catun, siehe Coton.
Lavesson, suche Rappzaum.
Caviaro, Heisset eigentlich der einge-salfiene Rogen von einem Stör, weichetin Mofeau zubereitet, und von dar ausin grosser Menge verführet wird. Er istschwartz-grüuer Farbe, und hat einen aanhthranigen Geschmack, dem vhngeachret,soll man in Italien daraus eine Deliea-tesse machen. Er wird trocken, und gleich-sam in Stücken, wie auch siüßig in Fäß-gen dahin gebracht. Die Zurichtung beste-het in Baumöl und Eßig, sammt cm ne-nig kleinen darein geschnittenen Zwiebeln,und darunter gelegter gerösteter Semmel.Man hat nach dieser Art den Hecht - undKarpffen - Rogen, der von angenehmer Farbe und Geschmack, und von den Italia-nern zum Unterscheid des vorigen, sovisro nesr» heisset, roilo oder >">-
bro genennet wird, zubereitet und eingesa!-»en; es ist aber keine Art von allen bey-den bey uns'in Ober - Deutschland in gros-se Consideration kommen.
, siehe Blumenkohl.
»v/, suche Aoplradi.
Ceder-