Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
459-460
Einzelbild herunterladen
 

den trockenen oder dörren. Der weisse odergrüne, so auf den Küsten von Terre-Neufund ins der so genannten grossen Banck ge-fangen wird, ist osst in solcher Menge da-selbst zu finden, daß die Schiffe kaum durch-führen können; Der trockene hergegen, derdeswegen irlso aenennet wird, weil er zumtrucknen und dörren mehr bequemer, findetsich am meisten zwischen den Znsein ->eijomrinn und Lreton. Diejenigen, dieunter Norwegen, wie auch bey Schottlandgefangen werden, reißet man daselbst, undbringet sie eingepackt zu uns, unter dem Nah-men üaberdam, oder man trocknet sie auch«n der Lnfft gemeiniglich auf den Klippen,daher sie hernach Rlipp-Fisch heissen, undweil sie wegen der starken Austrvcknung /oHart, daß sie ohne vieles Schlagen nicht mür-be zu machen, auch ferner Stock Ftsch ge-«ennet werden. Dieser Fisch ist aus demMücken schwamarau, an den Seiten und amWauch aber Silber A-rb, wen» er quer durchschnitten wird, glänyet sein Fleisch nebenDem Rück-Grad im Finstern wie ein pkospko-ru5. Des Cabliau und Laberdans Zurich-tung ist in etwas von des getrockneten set-zier unterschieden: Denn nachdem man «ihn«us der Tonne« genommen, waschet manihn einige mahl sauber aus, wassert ihn einPaar Tage lang und giebt ihm täglich zwey-mahl frisch Wasser, wäschet ihn nochmahlenzuletzt recht aus, setzt ihn mit srischem Was-ser, daß es über ihn gehe, doch nicht allzusehr an das Feuer/ denn je langer er bei?Sem sener stehet, ohne daß er zum Rochenkommt desto besser ist es. Und weil er gar«>cht sieden darf, immasse» er dadurch hartewird, ss hat eine Köchin wohl Acht zu ge-ben, daß sie ihn, so bald er oben auf in demKopffe einen weissen Eäscht wirfft, gleich«om Feuer rücke, und ihn von weitem noch«ine weile stehen lasse. Hierauf wird er beyDem Anrichten ordentlich auf eine SchüsselZeleget, klar geriebene Semmel, nebst Ing-rer und Mnscaten- Blüthen darüber gestreuet,»ind mit brauner Butter übergössen; oder»»«!! machet folgende Genff-Brühe darüber:Es wird ein halber Löffel voll Mehl in brau-«er Butter gebraunet, und alsdemi ohnge-fehr ein halb Nössel guter Senff darzu ge-than, und durch einander gerühret, wennes nun mit Jngber und Pfeffer abgewüryet,Zucker und Citronen-Scheiben darein gele-.qet- auch ein halb Nössel Wein, Fleisch-Brühe, oder Petersilien-Wasser zugegossen,«nd dieses alles zusammen wohl abgekochet«erden, leget man den Cabliau in dieseTSrühe, lässet ihn darinnen nur anlauffen,leget ihn daraus ordentlich in die Schüssel,sind richtet diese Senff - Brühe darüber an.Oder mit Milch - und Rahm-Sosse: Wennder Fisch auf beschriebene Art zurechtgemacht,«nd indessen gute Milch oder Sahne amFeuer kochend geworden, legt man ihn inden Rahm, wirfft klein gehackte grüne Pe-tersilie, Muscathen- Blüthen und Jngber dar-«!?/ UNS W es M mit einander temxeri-

Caffee Cassee - Bohnen 45»

ren. Endlich werden ? EyerdotterisnMej,^Stücks Schmaltz durch einander geqvirlt, et-was Rahm von dem Fisch darüber gezogen'sodenn wieder zu selbiger gegossen undunter einander geschwencket, daß W ^Svsse wohl durchziehe. Bei) dem Anrichte»wird etwas zerlassene Butter darüber Ms.sen, und die Schüssel'mit grüner PeterMbestreuet, Oder in einer Vastete zugerichU.diese kan nun eine »dchusseh Pastete oder eineumgeschlagene seyn, der Fisch aber Wnachdem er gewässert, mit Heissem Wasser «-brennet, in warmer Butter mit einige» Mzen Zwiebeln paßiret, auch mit JngberPseffer geivürtzet, unten ^auf den Boden sPastete, so mit Butter überleget, ordentlichhinein gethan, und samt der zagemachtti,Pastete gebacken; weil dieses geschiehet, kmfolgende i)ou>is annoch darzu gemachet m-den: Man nimmt nemuchein zurücke beh,>-tenes Stücke Cabliau, flösset dieses miickwenig Schmaltz, Musealen-Blüthen md; Semmel im Mörsel, thut dieses, wen» eiaenug geflossen, in gute Fleisch-Brühe, MPetersilien-Wasser, wenn es aber gekocht,streichet man es durch ein Haar-Tuch, wgiessst dieses bey dem Anrichten in die Pastete,Cabus 'Äraut, siehe Lappes Rraut,Caffee, Toffee, also werden nicht mir diein eineni eisernen oder küxffernen Geiässe ckierdenen Tiegel gebrannte oder geröstete, b»-! nach zu Pulver in einem Mörser gestojMl oder besser auf einer Cassee-Mühle gemahlmCaffee-Bohnen; sondern auch ver daraus mitsiedendem W?sser bereitete, auch sodenn zu-teilen mit Milch oder Sahne vermischt!! Tranck, genennet, von welchem unter»> Wort Caffee-Bohnen ein mehrers. ES soM! zu dessen Erfindung und darauf erfolgten Ge-brauch die uiioernünfftiqen Thiere, sonderlichdie Cameele Anlaß gegeben haben, die, al-Kdes Tages davon gefressen, zur Nacht dar«,wider Gewohnheit, gank wachsam und mmt«gewesen, welcher Sache ein Geistlicher «emnachgedacht, und an dem Orte, wo das Mgeweidet, diese Frucht und endlich die S«durch Versuche erfunden. Vor diesen GWlichen sollen die Türcken in einem absonder-liehen Gebet, wegen solcher Erfindung tAlich bitten. Hiervon siehe Glearii PerWReise-Beschreibung p. Dy. .

Laffee-Baiim, ist ein Baum, welchen»dem glückseligen Arabien, und vornehMin dem Königreich Deinen wachset, wzwanzig Ellen und drüber hoch wird, ob g»sein Stamm niemadl über vier bisfunffAim Diameter oder übers Ereutze dicke ist. ^träget durchs gantze Jahr Fruchte und M 'then zugleich, also, daß man jene des Vwohl zwey bis dreymahl ablesen kan. SMRinve, und dem Laube nach, kommt er 1«dem Spindel-Baume gleich, ausaenom»daß die Caffee-Blätter harter, dicker und ^ständig grün sind. Die Früchte nennetihrer äusserlichen Gestalt »ach

Lassee-Bohnen, diese sind ablaiiMcund und von einer «vtißlichp gelben ü» i