V
' »1 !!^ ^
44 Z
Buch-Baum
Buch-Ecker
! s
'l!^i
. ft!
breiten/ gefalten und zusammen aeleget sind.Neben diesen Klee-Blätlein komüien weisseBlümlein Herfür, jede auch besonders auf ei-nem Stiel, diese Blümlein sind durchaus mitkleinen Purpur- sarbenen Aederlein unterzo-gen; wenn dieselben verblühet, werden kleinespitzige, mit gelben Saamen angefüllte Kiiöpf-lein daraus. Dieses Kram blähet vornehmlichim April und zu Anfang des Ma»e», wenn derGuckgnck zu schreyen beginnet/ dahero es auchvon etlichen der Guckgucks-Alee genennetwird- Man bauet es bisweilen in den Küchen-Garten, da es sich leichtlich vermehret, und so-wohl Blüthe als Kr,iut uim Kräuter-Salatdienet. Cs wird hauptsächlich zu Erkühlungder innerlichen Glieder gebrauchet, wie dennnicht N!»r das daraus gebrannte Wasser, son-dern auch der aus den Stengeln aevreßte undmir Zucker abgesottene röthliche SM, einetreffliche Labung in hitzigen Fiebern, und eingutes Mittel wider die Bauchflusse aiebet.Die Blätlein werden geflossen, und Master-weis über Entzündungen gelegt. Die altenHauswirte haben aus lenaer Erfahrung ange-merket, wenn dieses Rräutlein starck blü-het, und vieleDlumen bringet, daß in sehdigem Jahr viel Gevvasser und Vlay-Re-aen kommen; wenn cs aber wenig blühet,soll hingegen ein dürres und truckeneoJahr folgen.
Buch. Baum, Buche, ist ein starcker undhochstämmiger Wald-Baum, der unter dasharte Hol«; gezahlet wird. Man hat dessenzweyerley Arten, davon die eine den NahmenderRotk oder Trage-Buche, die andere aberder Stein-Bücke, Weiß-Buche, HaynvderHagen-Buche führet.
Die Rorh-Vuche oder Trage-Buche wäch-set in ebenen und platten Feldern, sowohl alsin Thälern und auf Bergen, sie kommet auch,wo sie einen fetten oder nassen Boden antrifft,sonderlich in Winter-Laiten und Tieffen vielmastiger und völliger hervor. Dieser B >umist auf denen Schlägen nicht nur weqen seinerFrucht, die für das Wildpret und Mästung derzahmen Schweine sehr dienlich ist, sondernauch, weilen das Holst zu allerhand Geschirre,als: Rade-Felgen, Achsen. Wurfs-und Korn-schauffeln, Radebergen, Streich- und Muhloder Molch-Bretern, Flachs-Brechen unddergleichen gut gebrauchet werden kan, sehrwohl zu dulten. So können auch die Wurstelnzum theil, wenn man sie recht ausaräbet undlosmachet, hernach mit dem umaefallenenStamme ausbricht, i» reinen Schlitten-Kuffen ausgeschnitten werden. Uibrigens dau-ret dieser Baum nicht solange, als eine Eich-,massen derselbe, foharterwnstenist vom Wet-ter brüchig und stockig wird, dahero pflegetauch, wenn man einen Ast von demselben ab-hauet, solcher Hieb in wenig Zahren mulmigtzu werden, da denn die Spechte den Mulmheraus hacken, und ihre Jungen darinnen auf-dringen. Er wächset am besten von seinerFrucht der Buch-Ecker in die Höhe, wiewohl erauch gerne vom Stamme wieder ausschläaetDie Stein-Buche, (Weiß-Buche, Hayn-
44,
oder Hagen-Buche) wächset sehr woim^i?,und k-ivtigt, mit einem niedern und kurzAStamm, auch zwieselig und struppig, »,/,ein Besem, und ist dahero, ob siegleichAd-»harten Geholsten vielfältig gefunden wird,W,wohl zu Laß Reisern zu nehmen, weilen sie/»! wohl oben in denen Aesten sich sehr au«^, tet, und Schaden verursachet, als auch j^ ',j Wurstel weit um sich greiffet, und den Unt».wuchs eutkräfftet und »erdrucket. Ts lukdie-ser Baum ein hartes, festes und weißlich,HHolst und wird, wenn er wohlgewchen, t»OeistampffenNappe» , Kernen, Keile«,Mandeln, oder Rolle, Schrauben, Kelter»und Pressen ?c. :c. verarbeitet, im Feuer aberder Eiche gleich geachtet, weil es dauerlM,in der Kohle, und länger, als sonsten ei» HlM,die Hige hält. Er wird vom Saamen (!>«die auf dem Zuge etwa» zunlck bleibende Hern-beisser Herbst- und Wiat.rs-Zeit siei^ia nach-gehen) gezeuget, und la-t sich unaemeiiischj»in Hecken und Spalieren gebrauchen, well«nicht nur ein i?aub von einer anaenehmen«»-nen Farbe hat, sondern sich auch trefflich miterdie Scheere schicket. Zu Schlag- und Unter-holtze zu ziehe», ist sie sehr dienlich denn siewirfst viel Sommer satten. un? schläat ÄUiid wieder auf dem Stock und der Wurstel aus,wenn sie abgehauen werben und weilsie.mchviel Saamen träaet, der leichtlich aufgehet,so ist fast kein Holst zu finden, das leichteraus-zubringen, und von welchem der Wieder-wachs schleuniaer zu erlangen wäre, alö die-ses. Wenn er im Frühling sein ?aub, stillmittelmäßig grossen lang und breiten, stitzi-gen und am Rande herum zerkerbten Blät-tern bestehet, heraustreibet, so bekommterzugleich an den Aesten kleine blätterichte ad-länglichte Zäpflein, so dichte mit langen zu-gespitzten weißgrünlichen Blättern umgebe»sind; derSaamen aber hänget zwischen viele»dicht in einander stehenden Blättern träubbchlin Pyramidal-Form. Das Holtz giebt endlichdie beste Asche, sonderlich zum Potasch-Gieden,und weil es im Brennen nicht so um sich svrü-stet, als das weiche Holst, so ist es <mch q»tzum Kochen, denn es fallen nicht so leichtKchlen in die Speise, als von diesem. . ,Buch-Ecker, oder Buch Eichel, ist dl!Frucht von der Roth- oder Trage- Suche,wel-che dreyeckigter Form, und von aussen milei-ner Castanien farbnen Schale inwendig odernoch mit einem dünnern und lichtem BalMversehen ist. Sie dienet dem wüden und Mmen Schwein-Vieh vortrefflich zur Mali, »wird aber der Speck, den sie davon aiueM,nicht vor so gut gehalten, als der von der AN-
Mast, auch dieKrammets-Vögelund?tO»,
so ihr hefftig zu gefallen fliegen, werdea imund leibig davon; Hinaeaen, sollen sie «">»genosien, dem Menschen sehr schädlich !eHad oeniciven ganiz dumm und damijch,aleichsam rruncken und voll machen; wiewMman dahin aesteuet seyn lässet ob der allzU'W'uiid uunläßigeGenuß, der auch beyden-?'^besten Speisen nachrheilig ist, nicht d?^wähnte Wirckung haben könnte, iumah! ^