Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
425-426
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iii^ 4-5 Brodem-Röhren

hero bestreuete Back - SchüsselnV darinnendieselben noch einmahl aufiiehen, legen, siean einen warmen Ort stelle!?/ auch endlich/' V wenn der Back-Ofen unterdessen gebührendM» geHechel, so wohl die Asche und Kohlenmit einer Krücke heraus, und an. gehörigen^ KG Ort geschafft, als auch der Ofen-Herd mit^ Hh dem Aehr- wisch reine gemacht, nicht we-^ niaer die erst allzu grosse Hitze des OfensÄH- vorbev gelassen worden, jslche mit der Brot-> Lli ' Scheibe, oder Back Schauffel einschiehen>>i^ oder einsetzen, solchergestalt, daß die groß-tttsi »t ken zu hinterst, dre kleineren aber vornenUl v bey dem Ofen - Loch zu stehen kommen.»««,„ Wenn dieses geschehen, wird das wenige«IW,, Feuer, so man bishero bey dem Ofen-Lo-ÜSlk« che aufbehalten, vollend heraus gezogen,k,»,/ und der Ofen, damit er die Wärme zurd .« Ausbackung des Brotes, unzertheilt beysam-men behalte, überall feste zugemacht undwj/ alle Lufft - Locher mit nassen Lumpen ver-« . stopsset, nach Verlauff zwey guter Stunden^7 aber, das Brot heraus gethan, welchesman sodcnn mit einem in warmes Wasser,Cosenr oder Bier getunckten Borsten-Pin-sei oder Federn an der obern Seite bestreicht,und wenn es sich wohl erkühlet, an behö-» « Ort in Verwahrung bringet. Weil

ti«!i gher nach deni gemeinen Sprichwort daspacken und Brauen nicht allemahl geräth,vm so MM erfahrne Hauöhalter sich darbe?

Vortheils zu bedienen, daß sie solches' Brot beh dem Herausnehmen, jedesmahlauf diejenige Seite se«en, wo es am bestenin«- gebacken, z. E-»iro es allzuviel Ober-Rinde,ülM legen sie das oberste zu unterst; ingleichenlegen sie es an eine Wand, und setzen esMid aus ius Ende, da es am besten gahr geba-M s cken; nächst diesem essen sie die übel gera-«mle! theilen zum ersten auf, weil die wohlgeba-oiw' ckenen mit der Zeit krafftiger werden, daM, die andern hergegen verderben würden. End-NMI-: lich hält ein guter Haus - Vater fest dar-j Mi über, daß allzeit ein ältgebacken Brot, beydem, so eben neugebacken wird, in Vorrathvorbanden.

M,! Brodt-Beckcr, siehe Becker.

Brodt-> änge,sucheBrodt-Schragen.Brödlinge, siehe Bratlinge.Brodem-Röhren, sind in Pferd- undKuh-Ställen eine sehr nützliche Sache,weilen dadurch der von dem Vieh besondersl »r Winters - Zeit entstehende Brodem,,..-z gleich als der Rauch durch eine Feuer--,x Mauer, ausgeführet wird. Sie sind auch' .. nichts anders, als höltzerne Aussatze, die> nach der Form derer Feuer-Mauern, überein oder (nach der Grösse des Stalles)mehrere in die Decke eingeschnittene vier-eckigle Locher, mir einem von Bretern insgevime zusammen geschlagenen, und an den'..B wohl vertheerten Schlauch, durch

"die übrige Boden des Gebäudes, bis an' ^ die Kehl- oder Hahne - Balcken , von dan-nen aber bis über den Forst hinaus , wie. 5 ordentliche Feuer-Mauern von Ziegeln ge-H werden, und dem Gebäude, über ih-

Brodt-Pfeffer Bromb eer 4-6

ren innenwendiaen Nutzen, noch von aussenkein unartiges Ansehen geben.

Brodt-Pseffer, heisseu die Köche folgendeZubereitung, wenn sie nämlich von einemBrot etliche gantze Schnitte nehmen, sol-che auf einem Roste bräunen, dasselbe her-nach zerbrocken, in Fleisch - Brühe kochen,wenn es genug gekochet, zerquirlen, durcheinen Durchschlag streichen, und wenn es ge-hörig gewürtzet, mit dem Fleisch, darüberes angerichtet werden soll, noch etwaskochen.

Brodt-Gcheibe,sieheBack-Scdaufel Je-doch nennet man auch eine Brodt-Scheibe,welche man aus der Ober - Rinde eines Bro-tes schneidet, und auf verschiedene Weisemit Gewüry und Wein zurecht machet, aufden Leib leget und e« als ein Haus-Mit-tel vorj das Brechen und andere Zufällebrauchet.

Brodt-Schimmel, ist eine Art vieler derallerkleinesten und subtilsten Schwämme, dieda erwachsen, wen» ein Brot nicht wohl aus-gebacken , und folglich viele Feuchtigkeit an-noch bey sich führet, da denn die äusserewarme Lufft und darzukommende Feuchtig-keit, zusammt der innern Ausdünstung der-gleichen Materie hervor bringen. Einiae sa-gen, der Schimmel im Brote soll verhütetwerden, wenn man Korn-Blüthe in das Was-ser, womit der Teig angemachet wird, oderin den Teig selbsten thut, vor das besteMittel weder dergleichen Schimmel, halteich wenn der Teig aus untadelhafftemMehl gnugsam ausgeivürcket, und behö-rig das Brot ausgebacken wird.

Brodt-Schragen, Brodt-Hange, ist eiltablang viereckigtes aus vier langen und vierkuryen Latten - Stücken , und eben so vielSäuligen zusammen gesetztes Gerüste, wel-ches in dem Speise-Gewölbe, oder in derSpeise-Kammer frey in die Hohe gehänget,und das neugebackene Brot darein gelegetwird, damit die Mäuse und ander Ungeziefernicht dazu kommen, und demselben Schadenthun mögen. ,

Brodt-Schrank oderBrodt-Röthe,ist einmit grossen Fachen unterschiedener Schranck,worinnen das Brot, so täglich gebrauchet undangeschnitten wird, verwahret lieget. Manmacht mehrentheils in die Thüren Lufft-Lo-cher , und versiehet solche mit durchlöchertenblecherncn Deckeln.

Brödlinge, siehe Gesinde.

Brömmer, siehe Brummer.

Brombeere, sind rundlichte Früchte, wel-che wie kleine Maul-Beere aussehen, undgleichsam aus lauter kleinen safftigen und aneinander stehenden Beerlein, (so anfänglicheine rothe, nachmahls aber, wenn sie reiff,eine schivartzbraune, ja auch blau-schwartzeFarbe bekommen) zusammen gesetzt, und mitkleinen Saamen-Körnlein versehen sind; siewachsen auf der

Brombeer - Staude oder Brumbeer-Strauch, welcher in Wäldern und Brahnengefunden wird, und vortrefflich iu lebenvi-O z S-"