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Bohnen
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ßarcke einige mahl getrennete Stämme Holtz,Ksmit^in den vergangenen Zeiten die Wändeder hvltzernm Gebäude inwendig verkleidetoder gedöbelt, ja wohl gar ganfte Wohnungenin den Holst-reichen Orten davon zusammengesetzet worden. Die schwachen Sorten ge-brauchet man zu allerley Böden, nicht weni-ger ;u Treppen-Stuffen, Treppen-BäumenANd dergleichen. Siehe Pfosten,
Bohnen, sind eine Art Hülsen-Früchte,deren es vielerlei) Arten «iebt, die an Gestalt,Farbe, Grosse und Geschmack, mithin auchdem Nahmen nach von einander unterschiedensind. Insgemein werden sie in Garren- undFeld- oder Feig Vohnen eingetheilet. DieGarten-Vokncn sind wieder vielerlei? Gat-tunaen, deren theils dettN-dmen Bohnenbehalten, theils Faselen, Phaselen oder Pha-seolen genennet weiden. Unter denen ei-gentlich so genannten Garten-Bohnen wer-den die grossen jederzeit denen kleinen vorge-zogen. Sie wachsen aus einem langen Sten-gel in grossen langen Hülsen oder Schoten,welche nach denen zum Theil weissen, zumTheil Purpur-braunen, nnt schwärzen Mäh-lern besprengten, und wie ein Hühner-Kammformirten Blumen folqe», Die Wurtzelnsind schlecht, holkicht und zasericht. So balddie Erde im Frühling sich öffnet, kan mandie grossen Bohnen in wachsendem Lichte undlufftigen Zeichen in ein mittelmäßiges locke-res Erdreich pflanzen, wo sie die Sonne undLufft haben können, sie müssen allemahl einerSpanne weit von einander gepflantzet werden,worzu man denn gemeiniglich einen eigenenBohnen - Pflanyer nimmt, mit dem mannach der Schnur die Locher machet, ss wer-den die Stengel fein «roß, und haben bessereLufft zu wachsen, sie trasen auch desto grössereund vollkommenere Fruchte. Man kan auchihrer zu unterschiedenen mahlen pflantzensswird man den ganken Sommer durch grüneBohnen haben. Wenn sie noch gantz jungund ohne Korner sind, so schneidet man sie,nachdem ihnen auf beyden Seiten die Fasenerst abaezogen, mit den Schalen in kleineStücklein, wie man den Spargel zu breche»pfleget, kochet sie in W'sser ab, und giessetdasselbe hernach davon, thut alsdenn Fleisch-Brühe, gesaltzene Butter, Pfeffer und Pe-tersilien-Kraul daran, laßt es durchkochen,so ist es ein gar gutes und gesundes Essen.Wolte man sie säuerlich machen, werden sie,wie nur beschrieben, zugerichtet, hierauf einwenig gewaschene Butter daran gethan, nebstMuscaten-Blüthsn und ein wenig gantzer Ing-ber. Endlich schlägst man z Eyer-Dotternin etwas Eßig, quirlt es wohl durch einan-der, thut ein wenig Butter hinzu, gjessetetwas Brühe von den gekochten Bohnen mitdarunter, und quirlt es beständig, daß esnicht zusammen lauffe, richtet es über dieBohnen an, und besprenget das Gerichte,wie das vorige, mit ein wenig zerlassenerButter. Man kan sie auch mit Eßig, Fen-chel , langem Pfeffer und Saltz einmachen,und hernach iu Salat gebrauchen , sie wer-
Bohne»
den aber auf folgende Weise eingeleget ' Mannimmt hierzu junge Bohnen, die noch k«,,-Kernen angejeket, ziehet die Aedrige»einerSpitze bis zur andern auf beyden Seit?»ab, leget sie hierauf eine kleine Zeit in siede,,!.Wasser, daß sie eine feine grüne Farbe j--kommen, nimmt solche bald wieder her,uz'und wenn sie trocken, werden sie ordentlichin, Faßgen über einander geschlichtet, MFenchel, langer Pseffer mit Saltz daruMgestreuet; wenn nun das Faßgen dergMgefüllet, wird es zugeschlagen, und dMdas Loch, so oben in dem Boden seyn ni»ßvermitteist eines Trichters Eßia hinein M-let, das Loch mit einem Zapssen wieder«verwahret, und das Fäsgen alle Tage gerüt-telt und umgesturtzet. Oder es lassen MBrühen, gleichwie von Capern, an kzzom,»on SchöxS Kalbs Lamm-oderandermhieisch,auch Schweinen - Wldpret davon mache»,welches aber von den Kernen uns Bohnenselbst ohne die Schalen zu verstehen, da siewie grosse E.rbsen ausgehülset im Wasser ein«i kleinen Sud thun, damit sie schön grün seyn,! und die weisse Haut leicht fahren lassen im-! gen, und endlich, wie kurtz vorher» beschrie-ben, in Eßig un? Gewürk eingeleget werde»^ müssen. So können auch gedachte Bozzen,! indem man sie weich kochet, wie Erbsen durcheinen Durchschlag gestrichen, und mit ihmwie mit jenen in der Zubereitung versah»werden: Oder man schalet nur, wenn sie ei-nen Sud gethan, die H,ut da-wn, wirfft siealsdenn nebst einem Stücke Butter in einenTiegel, und lasset sie ein wenig rösten. End-lich wird gute Fleisch-Brühe, etwas geriebeneSemmel und Musealen-Blüthen hinzu ge-than , und wenn solche Brühe etw,is dickeeingekochet, das Essen aufgetragen, DelSaamen welcher allerdings einer Nierenähnlich siehet, kan wohl zwey Zahr gut!»Pflantzen bleiben. Die Faselen oder Faseo-! len, l'Kajeoii, sind eine kleine Bohnea-MÄderen man vielerlei, Gattungen hat, alsEgvp-i nsche, kletne welsche, kleine un großeGarten-Faseolen. Diese letzten, so im»auch ^.ürckische, ingleichen'Srein - oderSchminck-Vodnen nennet, sind bey mis diebekanntesten, und sehr angenehm zuMN,Sie werden, wie bereits aussührüch besclM-ben, entweder frisch weg verspeiset, oder aus-getrocknet, worzu aber nicht die weisse», son-dern die zärteg-m, uns welche nur ein Hel-lem , oder noch den grünen Uibsrzug b>iM-genommen werden sollen, oder auch wie Gur-ken eingemacht; und sind wieder drcyermArt, nemlich die grossen, kleinen, rund»und niedrigen. Sie wachsen alle bis auldiMletzte Art hoch über sich, haben zam Stt»'gel, und winden sich rings um die Stanae»'so darzu gesteckt sind, wie der Hopfsen, A»Blätter sind den Epheu - Blättern abnMdoch zärker und breiter, gemeiniglichBlatter creutzweis, als ein Kleeblat, «einem Stiel, Aus den Blumen, deren««'che weiß, etliche roth sind, und zarte <slwhaben, wachsen lange Schoten, .