Zil Banck-Elsen Band
Bann-Raitel Barbe
arn sie sich b»ld an, steigen ^hoch hinauf, undacden so wohl mit ihrerBlüthe, als Verschö-nen gelb-rothen Frucht ein liebliches Anse-he». Sie wollen, wider die gemeine Garren-Reael, (welche will/ daß man in- Fri-Hiingfrüh Morgens, und im Sommer desAbends beniessen solle,) um den Mittag,wann die Sonne Kni heissesten scheinet, undMr vfft mit Fleisch-Wasser benote» seyn-Vor dem Frost muß man sie wohl bewahren,dann dieser ist ihnen gar sehr zuwider.
Danck Eisen, ist eil! langes Stück Eisen, soan dem einen Ende wie ein starcker Nagel zu-gespitzet, und bin und wieder an den Seitenaufgehnien ist, daß es sich nicht so leicht her-aus ziehe, wo es eingeschlaaen.in der Mitte hates einen Ansatz, um es durch das Schlagen miteiliem Hammer oder Beil in die Wand eintrei-ben zu können; das andere Theil und Ende,so ausser der Wand bleibet, ist breit, wie ei»Band geschlagen, hat einige Locher, daraus esniitNägsl« an eine lange Banck, hohesürorium, Kothe und dergleichen zu befestigen,so daß folglich diese Stucke an einer Wand un-beweglich zu machen.
Band, ist das nach einem langen Faden einoder mehifarbig verfertigte Gewebe, welchesauf einem besondern, doch ganl! simplen ver-fertigten Wirck-St»h! zubereitet,mit der Eilen«iisaenicssen, ingleichen den Stücken oder auchde» Schocken nach im Ganyen verkaufst wird.Cs istSieses bald breit, baldschmahl; diegantzDmahlen und kleiniren Sorten heissen Hol-ländisch Bandgen, Paternoster-Bandgen,Grroh-Bandgen undBisIint. Hiernächstwird es auch der Materie nach, woraus es ge-macht, unterschieden, und ist theils Zwirn-Wollen- gany Seiden- und halb Seiden-vder Floret-Seiden-, theils Silber- undGold-Band: So giebt es auch dem Gewebeund der übrigen Zubereitung nach vielerleySorten des Bandes, als schlechtes, gemo-deltes, gedrucktes, glattes, geblümtes,gleiches, zackjgtes, einfaches, doppeltes,gewässertes, piccirtes und gestreiftes u-s.s.Solches Band wird eines Theils entweder zudem Putz der Kleidungen, auf dem Kovf, zuEinfassungen hier und da nach der eingeführ-len Art der Tracht hä--ssig oder sparsam ge-brauchet; andern Theils aber ist sonderlichdas Zwirn-Band an einigen Stücken der Wä-sche und des Gerathes gany unentbehrlich,welches sodenn ordentliche Haus Frauen, ehesie nach vollzogener Wasche die Stücken in dieWaich-Ksrhen legen, mit dem Messer znsor-derst glatt ausstreichen, und am Daumen übcrdas gedachte Messer gantz behendem schmahleüaltßen zu legen wissen, dergleichen Arbeitvon ihnen das Bander - Aerben genennetwu'd. yem zu Taae hat nian hierzu auchein besonderes ausgesalytes Instrument, des-sen man sich zugleich -u breiten Stücken,als die AjpM den Nacht-Aeuzcn seyn,bedienen kan,
Baiid-Ha.-.cksn siehe Bander.
Band-Weide, siebe weide.
Bann-ttNihIe, siehe Zwanz-ZNuhle.
Bann-Ofen, sieh.' .'?rvanl? Backofen.
Bann-Raüc!., werden in Ober-Deutsch-land die Üaß-Reiser genennct, davon diesesWcrt nachzuschlaaen.
Bann - Steinr, ist eine Art Madl-Stcine, davon unter diesem Worte gehan-delt worden.
Barbe ödcr Barme, ist ein schuppichtcrund fast wie ein Karpss aestait^r Fisch, wel-cher einen kleinen spitzigen Kvpff,' dunckelnRucken, dulÄel-gelbe Seiten, und weissenBauch hat, auch, nachdeme er in guten nahr-hassten, oder schlechten Wassern stehet, oderzu seinem richtigen Wachsthum und Alter ge-langet, groß, lang, »nd dicke ist. Er bat vorneam Maule zli e? Flossen, welche fast einemKnebel-Bart ähnlich, (wovon er auch seinenNahmen mag bekommen haben,) einen ge-spaltenen Schwank und sechs Floß-Federn,als zwo an den Kiessem, zwo am Bauche,eine am Ansgang, und eine auf dem Rücken.Ob er weh! mit unter die Rand-Fische ge-rechnet wird,, weil er alles, was er erlangenUnd zwingen kan, verschlinget, auch so gar sei-nes eigenen Geschlechtes nicht verschonet, somuß man ihn doch vor einen niedlichen, ge-sunden und leicht verdaulichen Fisch paßirelllassen, zumahl im April, May und Innio-Seine Laichzeit ist gegen das Ende des Mer-zens, um die Zeit der Frühlings- Tag- »ndNacht-Gleiche. Er halt sich meistens in Flüs-sen, unter den Steinen oderBaum-Wurtzclnund in hohlen Ufern auf, (da man ihn, wen»man änderst in dem Wasser waten kan, leichtmit Handen erhaschet,) oder wühlet wie einSchwein mit dem Maule so lange in die Erdeoder m den Schlamm, bis er ein Loch ge-macht, darein er sich verbergen kan. In See»stehet er nicht so wohl, ist auch nicht so gesund,als inFlüssen, in Teichen aber gar nicht; DerKopss, und sonderlich das Maul an selbigem,wird vor das dclicateste gehalten; Sein Ro-gen hergegen soll trefflich laxiren, und darumrvirfft man ihn gewöhnlich weg- Im Wintersoll er in seiner Höhle stecken bleiben, und sichwenig sehen lassen, weil er die Kälte nicht ver-tragen kan. Die Egeln setzen sich gerne andieselben, die sie an den Steinen undBaum«Wurtzeln mit Gewalt abstreiffen. Sie wer-den mit Anaeln, Neusten und Garn-Säckengefangen ; Worbey noch zu erinnern, daß siediejenigen Köder, wo Anis, Fenchel, Wein-beere, Honig, und andere süsse Sachen dar,unter, am meisten zu lieben piiegen. Manrichtet die Barben auf allerhand Art in derKüche zu, als trecken blau gesotten, oder mitallerley Brühen, oder gebacken. Ihre Vor-bereitung bestehet darinnen, daß man sie reis-set, und sodenn schuppet, ausgenommen dieje-nigen, die man trocken und blau sieden will?denn da werden sie nur gerissen, und wenn siegroß, in Stücken zerschnitten; Hierauf wa-schet man sie rein ans, legt sie in ein Gesäß,giesset Eßig darüber, setzt in einem KesselWasser über das Feuer, saltzet dasselbe, unvmerckt, daß zu vier Pfund Barben zwevHände voll Saly gchsren. Siedet nun
dieses
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