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Bachstelze
wo c,c schwarste Brust aufhöret. Die Flügelfnd bey den Achtln mit schwartz-undweissenFedern gezieret/ und eben so ist der Schwank,welcher obenher die Farbe vom Rücken behält,«n denen lest tern Federn zu beyden Seitenweißlich eingesgsset, die Füsse sind schwark undhoch, und der Schnabel spitzig, ansdieArt,wieihn die Nachtigall und andere W»>m- undFliegen fressende Vögel zu haben pflegen, Siedecket in, April in hohlen Räumen, Stöcken,Holst Stollen, altem Gemäuere, auch bloß in^rd-Löchern oder unter denen Dächern, und»ersiehet ihr Nest »lit allerhand Zeug, Moos,Federn, Wolle,Heu-Stengeln und dergleichen,und bringet aemeiniglich vier bis fünf Jungeaus, Ihre Nahrung ist in ihrer Freyheit aller-ley Gewürme und Mucken, am meisten aberWasser-Schnacke», welche sie an denen Süm-rfen und Flüssen suchet. Sie ziehet zu Anfangdes Septembers in gerinaer Anzahl, und ruffetihre Abreise zu solcher Zeit auf allen Dachernaus, erweiset sich aber dabey so frech und muthvillig, daß sie fast keinen kleinen Vogel, wennsie aüf einem Dach-Giebel sitzet, vorben fliegenlässet, ohne ihm nachzujagen, und scherkend zuverfolgen, iedoch mit solcher Histiakeit, daßmancher kleiner Vogel in der Flucht ausFurcht überaus sehr schreyt, und sie wirck-Zich vor einen gefährlichen Feind anstehet.Sie kommt zu Ansana des Martii erst wiederzurücke, und kan zur selben Zeit, zwar nichthäufig, doch leicht an denen Orten mit elliche» Leim-Spindeln aefangen werden, wowan stehet, daß sie sich bey einem Holy-Stoß,Stein Haussen, oder ander», bequemen Ortaufhält. Im April und Majo sind sie am be-quemsten, samt den Jungen, im Nest zu ha-ben. Im September aber pfleget man ei-nen ordentlichen Herd aus freyem Felde, dochnicht allzuweit von denen Häusern, zu schla-gen, und etliche Bachstelften anzusillen, da-mit man, wenn man deren einige vorbeystreichen höret, selbige ziehe» und rege ma-chen könne, worauf denn die in der Lufftvorbeygehende sich schnell herab begeben undhinein fallen.
Die kielbe Bachstclye ist an der Brust, undunten her am ganstenLeib bisindenSchwansthinaus, so hoch gelb, daß nichts schöners gelb >gesehen werden kan, aus dem Rücken aber ist!sie ganst dunckel - gelb, fast auf die Art, wie ^ein Grünling; Der Schwank ist an denen!äussersten Federn gelb eingefasset, und derSchnabel gänstlich wie der andern Bachstel- >zen gestaltet. Sie ist dem Leibe nach etwaskleiner als die schwurst - kehlichte, ist abereben so hochbeinigt, und hat auch schwarsteFüsse, wie dieselbe- Ihr Aufenthalt ist bestän-dig am Wasser, ausser wann sie streichet, dsnnalsdenn stehet man sie auch häufig in dasFeld, sonderlich zwischen die Heerden Schaafehinein fallen. Es ziehen aber die gelbeBachstelsten nicht alle Hinwegs sondern esbleiben derselben auch viele über Winters.Wann man eine solche Bachsteltze fangenwill/ darff man ihr zu Gefallen nur die Zeitilber, da sie sich bey saiidizle» Wassern «us-
Bacill en
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hält, eine Vogel-Wand dahin schlagen, undüe durch einen, der langsam am Wasser her-gehet, sich allmählig zutreiben lassen! So i»sie auch zur Brut-Ieit, welche sie mit denen
schwartz-kehlichten Bachstelsten gemein hat,samt den Jungen leichlich bey dem Neste IIIbekommen. Sie wird im Bauer (Kefig> ^Milch und Semmel oder mit Milch uudKlq»ernähret.
BaeiUen oder Meer-Fenchel, ist ein Stau-den Gewächse/ etwan einer Elle hoch. AeBlätter sind fett und dicke, wie des Bm-zel-Krauts, iedech länger, und eines gesal-zenen und bitterlichen Geschmacks. Obenam Stengel träget er^Dslde» (welcheAs-sen - förmige, aus fünss Blättern zusam-men gesetzte Blumen haben,) und Saanien,wie der Fenchel, hat übrigens drey oder vierweisse Wursteln, welche Fingers dicke, aucheines lieblichen Geruchs und anaenehmenGe-schmacks sind. Es wächset zwar wilde andem Meer, an sandigten und steinigten Or-ten , wird aber auch bey uns zahm in dem»Gärten gefunden und gepflantzet; Dienetivi-der alle Gebrechen der Nieren und Blasen,treibt den Harn und Stein, und eröffnet dieVerstopffmig. Der wilde Bacillen wird mitSaltz und Eßig eingemacht, in Fäßleinuns gebracht; Wenn man davon gebrauchenwill, muß man ihn vorher in laulicntem Was-ser ^waschen, hernach Eßig und Baum-Ocldarüber schütten, und mit anderer Speise,als einen Sallat essen. Das zahme Bacil-len-Kraut aber ist in der Speise annniMern> gebrauchen, welches, wann man es übers.;ahr behalten will, auf folaende Weise ein-zumachen ist. Sammle des Bacillen-ÄrMs,ehe es zur Blüthe oder Saamen geschossen,ein gut Theil, nachdem du viel oder weicheinlegen wilst, nimm die dickesten Stengelmit ihren fetten Blättern, wasche dieselbesauber, daß der Sand und die Erde davonkomme, darnach leae sie auf ein sauber Tuch,und laß sie drey Tage lang also darauf i«Schatten liege», dann nimm ein bequemesFäßlei», bestreue den Boden mit Saln, dar-nach lege eine Lage des gemeldeten KraulSdarauf, streue wieder Saltz darüber, dasthue so esst, bis das Fäßlein voll ist, hernachschütte einen guten WeiwEßig darüber, undstelle das Fäßlein an einen trockenen Ort;Damit aber kein Schimmel das Kraut ver-derbe/ sondern allezeit in der Brühe bleibe,soll man einen Teller darüber legen, undmit einem Stein beschweren. So man da-von brauchen will, niuß ma» nicht mit de»Händen darein greiffen, sondern allezeit miteinem Löffel odxr andern bequemen Instru-ment so viel heraus nehme»/ als manbe-darss, sonst verdirbt das Kraut mit einander.Der Garte»-Bacillen roh, wie er an Mselber ist, mit Eßig, Baum-Oel, undei»wenig Salk, als ein Salat zugerichtet, undvor anderer Speise genossen, macht einenAppetit zum Essen. Man kan ihn auch »mandern Salat - Kräuter» vermischen , oderan Zleisch und Hüner kochen. Die Wur-
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