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Anrickeln
chet, wann solches geschehen^ mit der Schneideeines Messers, subtile Spallen oder Schnitte,in die Erde, euren Saamen darein zu säen,diese Spalten aber müssen sehr enge undnicht tief seyn, darein säet etwas dünne eu-ren Saamen, und fahrr alödenn ga»? sachtemit der Hand über eure Spalten ki», die-selbi.'en wieder eben zu machen; Auf dieseWeise ist der Saame entweder in die kleineSpalten gefallen, oder bat sich mit der ausdenenftlbigen durch das Schneiden herausge-fallenen Erde umgeben, und dieses ist genug,ihn keimen zu machen. Eure Kästen be-uessetalsobald mit einer kleinen blechernen Gieß-Kanue, so ein Rohr und sehr kleine Löcherhat, damit das Wasser fein dünne he-'auS-lausse- und die Erde nicht zusammen schlage,seyet sie folglich in den Schatten, und, wennsie keine hohe Fusse haben, zugleich in dieHöhe, damit keine Wärmer durch die am Bo-den befindliche Löcher hinein kommen, undder Wurtzel Schaden thun, mithin dadurchdie galMePsiantzs in ihrer ersten Ankunsst zu-schandeii machen mögen. Zuweilen pfieaetder Saame aleich düs erste Jahr, da er gesäelworden, aufzugehen, gemeiniglich aber ge-schiehet solches zu Ende des Frühlings indemfolgenden Jahre, wiewohl man auch Exempelhat, daß er erst im andern Jahre ausgegan-gen ist. Wie nun die Erde von der Zeit an,da der Saame darein gestreuet worden, jeder-zeit feucht gehalten werden muß, also sindauch die jungen Psiäni'Icin bey trockenemWetter fieis-ig zu beziessen, und wen» sie einwenig erwachsen, gegen den Herbst ekwan imSeptember, in eine gute auf obbcschriebcneArt wohl zugerichtete Erde, in die Töpffe zuverpflantzen. Der Saame wird nicht «lleJahre reiff, sondern aeianget nur bey einemwarmen Sommer zur Zeitigung, und zwar zuEnde des Iunii, da man täglich öfflers Ach-tung geben muß, ob die Knöpsss, in weichender Saamen enthalten/ aufbersten, welchen-falls solche abgeschnitten, und wohl verwahretwerden müssen, daß der Saame von sich sel-ber in das Tuch oder Gesasse, wsrinnen ae-dachts Knöpffe liegen, ausfalle. Die andereArt, diese Blume zu vermehren, geschiehetdurch die Zertheilung der Wurtzeln, da nem-lich alljährlich die alten Stöcke, wann sie ver-blühet, in so viel Stücke, als junge daransind, zertheilet, und nachgehends imAugnsto,bey wachsendem Monde, wieder verpflanzetwerden. Wann ein iedes Neben-Schößlein,so man versehet, nur einen Faden Wuryelhat, so schlagt es wieder Wurkeln; hat esaber mehr, so ist es um so viel desto besser.Wann sich ein Neben-Schößling nicht gernevon sich selbsten ablösen lasset, so darff mannur die Wuttzel der Wanke in der Mittespalten, als welches ihr keinen Schaden^brin-.;et: Also, wann ihr vier Neben-Schvßlein.m einem Fusse hättet, die sich nicht von ein-ander theilen, oder absondern wolten, soschneidet die Wurkel ohne Bedencken in vierTheile, und pflanzet sodann eure Neben-Schößleiü bis ganiz oben «» den Hals, daß
Ausbicken Ausbrechen iza
mehr nichts, als die Blatter, heraus aehe,,begiesset sie starck, und lasset sie zum wenig-sten einen Monat lang im Schatten st.he»! währender dieser Zeit muß man ihnen offbrjj Wasser geben, damit sie desto leichter Wur.j zeln schlagen, man muß aber auch nicht alhu-j viel deziessen- Bey grosser Sommer-HiW,! yet die Töpffe mit denen Auriculen alle i«den Schatten - Denn die allzustarcke Sonneund grosse Hike bringen diesen Blunien einschleuniges Verderben. In dem Herbste sol-len sie wieder an ihren gewöhnlichen Plstz,und in dem Winter an die Mittags-Sonnegestellet werden; und ovwohlen der Frost die-sen Pflantzen mchtchachtheilig fället, so ist esdoch besser, man bringe die schönsten Gattun-gen von Auriculen vor Winters in das Ge-wächs Haus , damit ihnen weder die besorg-liche Fäulung, noch sonst ein Unfall schade»möge.
Aurin, siehe Tausend-Gülden-Rrant.
Ausbicken heisset, wenn die Brur von Vö-geln und Feder-Vieh in dem Ey, darini-en sieverschlossen ist, zu ihrer Zeitigung gelanget,und mit dem Schnabel die Eyer-Schale zer-bickt, daß sie auskriechen könne.
Ausdrechen, von deiie« Frankosen kbour.8-nnnsr genannt, heißt an denen Obst - in-sonderheit aber an denen Zwerg-Bäumen,diejenigen Frucht-Aeste, welche gar zu lang,und weder rechte Frucht - noch wahre Hoitz-Aeste sind, hinweg nehmen: Denn wennsolche durch das Schneiden ein wenig abge-nommen , treiben sie wieder aufs neue her-aus , scheinen etwas dicker in dem neuenTrieb, als andere Frucht-Aeste, und wer-den in dem Majo oder Juni», weilen sienoch jung sind, kurtz abgebrochen, dergestal-fen, deß nur drey, vier bis fünff Blatterenge beysammen stehen bleiben, woraus nach-mahls kleine Aestlein entspringen, welcheguten Sasst ziehen, und gerne Früchte brin-gen , auch solche Aestlein in dem alten Hcl-tze oder unter denen Blättern noch vielmah-len selbigen Jahrs Frucht-Knöpsss hervorbringen. Dieses Ausbl-echen geschiehet ent-weder mit der Hand zwischen zweyen Nä-geln , (und dieses wird von denen Fran-zosen mit einem besondern Wort pmcer ge-nannt), oder wird mit der Garrm-Heppe wel-che nian an einer, und den Daumen an derandern Seite anlcget, verrichtet. Auf dieseArt bricht ein solcher Ast gleich ab, und blei-bet davon nur ein Stück mit etliche» Blät-tern stehe». Es muß aber solch AnsbreaiMbey Zeiten, und sobald die Aeste von einanderunterschieden, und vor das, was sie sind, er-kennet werden können, bey kühlem und trü-be n Wetter geschehen, und da man ja jolchesin dem May versäumet, kan es doch imnio, oder auch »och im Iulio vorgenommenwerden. Die kleinen oder schwachen FruKl-Aeste werden damit verschonet, es wäre denn,daß sie stärcker treiben und keine Kuckite ge-ben wölken; alsdann müssen sie durch da»Ausbreche» ebenfalls darz» gezwungen wer-de»; Wann aber Früchte bey einem leiten
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