lZl Apffel'Most Apss^l-Pffucker Upios American« Apvthecker-Gewichte ,zz
fallen, oder von Vögeln in die Höltzer getragen werden.
Apffel - Most , ist ein Tranck, welche!von dem S ffc der gestamxffien »nd ausae-preßten Aexffel gemacht wird. Man sch- es-der dcssen Erfindung den Normannern oder^nnwohnern der Normandie zu, welche wegen ihres killen cuim^r',5 keine» Weinbauvab-n können, und, da sie die Unkostengescheuet, den Wein von weitem zu holen,aber doch auch kein Wasser trincken wollen,aus diese invennon verfallen, daß sie Obst-Gärten anaelezet, und die davon gesamm-leten Aepffel und Birnen, wann sie zu ih-rer ZeiciMiz gelanget, gestampfft und aus>gepreßt, nachmahls aber in die Fässer ge-füllt , und »erqähren lassen. W^nn sie die-sen Tranck etwas schwach haben wollen, istvon ihnen nach l>rop<,n!c», frisches Wasserdarunter gemenget worden. Die Aepffelmüssen hart, frisch und safftig ftyn, iesüsser sie auch sind, ie besser wird derZNost davon. Das ausgepreßte Marckoder die Träber psieat man in eine reineKusse ode? 7. '.b.-r zn thun, reines Brun-nen - Wasser darüb r zu giessen , (daß essich gleichsam als ein Mas oder Brey um-rühren lasse), und etliche Tage zugedecktstehen zu lassen, hernach das Mirck nocheinmahl bis ans den legten Tropsssn aus-zupressen , weiches einen Lauer oder Was-ser-Most ver das Gesinde und arme Leutegiebt. Man macht auch den Arffel-Moständerst, und zwar auf folgende Weise: DieAexffel werden nur gestamxfft, und in eineTonne oder Faß gethan, wann dieses ge-schehen , so schlagt man den Boden festezu, und bringt solches an den Ort, wo esliegen bleiben solle, füllet es nachqehendsbis auf zwey quer Finger tief unter demSpund-Loch mit Wasser an, und läßt esveraähren, so ist der Most fertig. Wennman das Faß auzapfft, kan man anfänglichjederzeit so viel Wasser wieder hinein gies-sen , als man Most herausgelassen, dochmuß man damit nicht zu lange commmren,damit der Most nicht schwach werde. Von^oly - Aepffeln wird auch Most gemacht,welcher weit dauerhafftiger seyn, und sichjünger halten solle, als der von Garten-Aepffeln verfertigte. Dieses Geträncke wirdheul zu Tage in der Schweitz und Franck-reich, am känfiasten aber in Engelland, ge-macht, woselbst sie so wohl den Apffel- alsBi'n-Mvst mit dem General-Nahmenbelege».
Apffel-Pflücker, ist ein O-connmisch In-Arumem, um die Aepffel von den Bäumenbequem damit herunter zu pflücken. Es be-sieher dieses in einem runden Teller, der inder Mitte einen etwas lanaen Gtiel hat,daß man mit demselben auf der Erde stehend,b>s zu oberst auf die Bäume reichen kan; Andem Rand herum befinden sich nicht allzukunze Zacken eingesetzet, welche eil, wenig
von einander stehen, daß man dazwischenSen Stiel des Apffels fassen kan, oben nchden Spiken aber neigen sie sich, iedoch nichtgar zu sehr geaen einander, wie dieses Wzdie Kx. z n. 2 ?i>b. i vorstellet. Wenn i>Wnun Zwilchen zweyen Zacken ->- K- den AMfasset, dieses inlk»menr sodenn aus WiSeite ein wenig herum drehet, löset sichderselbe von seinem Frucht - Aestlein, undsället in den inwendigen Raum oder bleib!vielmehr auf dem Boden, der mit den Zü-cken einaefasset ist, liegen. Allein mit dieserArt werden die Aepffel leicht beschädiget. Da-her braucht man auch die aleich darneben miigezeichnete Art, so fast wie ein offener Klin-gel-Beucel das Ansehen hat.
Apffel (Quitten siehe Auirten.
Aphodilleii, siehe Affodillen,
Aphodill - Lilien , siehe Affodil - Li-lien.
ämeric-ns, ist ein schönes BlnnmvGewächse, welches man ss wchl in denenBärten im Erdreich, als auch vor denenFenstern in Blumen - Topffen oder Küstenhalten kan. Die Wurtzel ist wie eine Oüvs ge-staltet , aber grösser, und bekommt Faser-lein, welche auch wieder zu Wurtzeln wer-den, und deren sich manchmahl, wann ih-nen dex Grund wohl bekommt, in einemJahre über zwölffe ansetzen, die hernach un-ter der Erde fortkriechen, dort und da a»s-schlagen, und sich also vermchren. Daher»muß das Beet, darein dieses Gewächse üe»seket wird, um und um mit Ziegelsteine»dichte vermacht werden, damit die Wurtzel»nicht weiter auslauffen. Zu dem Krankemüssen, wo es in einem Girten stehet, etli-che drey bis vier Ellcn hohe ästige Steckengesetzet werden, davon der mittlere der läng-ste sey, so laustet es, gleich einerüber sich, mit vielen hin uns wieder kriechen-den Aestlein, daran meistens sieben Blatterin der Ordnung, wie am Zasmin, stehen:Zwischen denseibiaen hängen kleine, bleich-purpur rothe mit weiß gesrrenate abhanchleMäNein, fast wie die Erbsen-Blüthe, dochrraubilcht beysammen. Sie haben einenlieblichen Geruch, wie die gelbe Veiel, »ndblühen den gauken Sommer durch, I>isse»aber keinen Saamen hier zn Lande hintersich, sondern werden nur von denen rund-knollichten Wurkeln vermehret. Dieses Ge-wächse will eine gute luckere, und etmS!sandigte Erde, und einen Sonnen-reiche»Stand haben, auch den Sommer über beytrockenem Wetter fleißig beaossen seyn; Himgegen kan es den Winter über desto wenizerNässe leiden, als wovon es leichtlich zu D-len psieaet.
Apostem-Araiit, sieheScsbwl'z.
Apostein - Röhrlem , siehe LörvemZahn.
Apothecke, siehe Hans-Apothecke.
Apothecker - Gewichte, ist von anda»Arten derer ini gemeinen Leben gebränM ,chen Gewichte seht unterschieden, und b«iedeö Stücke auch seine besondere