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Axffel-Baum
Apffel-Baum
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viel als zu wenig. Lasset dieses Mus so langesieden, bis es dicke wird, und rühret es «onder-lich zulekte immer um, daß es nicht anbrenneoder sich Zuletzt schuttetes durchem
klares reines Leinen-Tuch in Schachteln, oderauf einen Teller, welchen ihr hernach entwederso auf den Tisch setzet, oder ihr könnet diele(Zz!crl darauf, wenn es kalt, in Derlei, For-men schneiden, und die ^ous-Ä-Schalen da-mit auszieren, oder eine Schale ins besonderedamit aufvupen. Wenn zu dergleichen cz--!erraetrockiicte ^pricc>Kn oder geschälte Pfiaunienmit genommen, und sie in Formen, wie halbe^ricvl'-n> Pflaumen und dergleichen, einge-drücket worden, und mansieaufeinem Schie-fer-Tisch wohl trocken werden lassen, gebendergleichen einen guten Aufsatz, zum Nach-Tisch ab, wie sie sich denn in Schachteln, dazwischen iedeLage em Blat Papier geleget ist,aeraume Zeit aufbehalten lassen-
Apffel-Ä-n-m, dessen sind zweyerley Sor-ten: Der gute oder zabme Apffel-Baum,und der wilde oderHoly-Apffel-Bau»,.Der gute odcr?a!)ineZlpsse!-Baumhal, sei-nerSrösse und äusserlichenGestalt nach,;weyer-lev Sorten, und ist entweder ein hochstäm-miger oder ein Zwerg-Baum. Beyde wach-sen gerne in einem guten Boden, doch nehmensie eher mit einem mittelmäßigen, etwas san-digren, doch nicht zu rauh- und trockenen, alseinem allznfttte» Grunde vorlieb, weil ihnendieser sowohl als der warme und hitzige Mist,und die Mist-Gauche, oder das Wasser vonMist-Gruben schädlich ist, und den Magerverursachet; So wollen sie auch nicht so vielumgehaekt seyn als die Birn-Bäume. IhreBlätter sind breit, länglicht-rund, und theilsstumpff, theils etwas zugespitzt, und am Randeherum etwas zerkerbt, auch von unterschied-licher Grösse nach dem Unterschied der Arten,wie denn auch die Blüthen, welche aus sünffBlättern in Gestalt einer Rose zusammen ge-setzt sind, und einen lieblichen Geruch haben,weder von einerley Grösse, noch von einerleyFarbe, sondern weiß, rolh oder leib-sarden x>sind. Aufdie Blüthen folgen die Fruchte, wo-von in dem nächst-vorhergehenden Artickel un-ter dem Nahmen Apffel, gehandelt worden.Die Wurtzeln, welche bey denen hochstäm-migen Aepffel-Bäumen nach ihrer Grösse keinexwpor-ivnirte Stärcke haben, sind lang, ge-hen aber nicht tief, sondern lanffen oben sästder Erde gleich, und breiten sich nur in derFläche aus, wie denn auch der Stamm seineAeste mehr in die Breite als Höhe treibet.Die Rinde des Apssel-Baums ist glatt unddichte. Weil er noch jung und im Wichsenist, leidet er sonderlich das Schrepffen gein,lässet sich auch gerne versetzen. Ihre Ver-mehrung geschiehet entweder durch die Kerne,welche im Herbste sowohl als im Februarioin die Kern - Schule gesäet, und aus solcherin die Pftopff- oder Peltz-Schule versitzetwerden, dannt sie daselbst gepfropffet werdenkönnen (siehe Baum-Schule); oder durchdie Schößlinge, dergleichen sie gerne aus il -ren Wurtzeln treiben; «der durch Wildlinge
Üscvnom, I^exic.
, (wilde Stämme), so gleichfalls IN Baum-Schulen verpflanzet und fortgezogen werden-Sie werden am besten in den Spalt und zwi-schen die Rinde gepfropffet, doch muß mandarbey wohl Achtung geben, daß beedes daSReiiUein und auch der Stamm nichts schwär-zt in sich haben, denn solche sollen denWurm und Brand gerne krieaen Das Ab-sotten der Blüthe und Früchte an den Aps-sel-Bäumen zn verhüten, soll man die Wur-zeln mit Menschen-Urin beziessen; und wennin wahrender Blüthe eine Hand voll Wein-Rauten, so viel Wermnt, und so viel To-back zusammen, oder besonders, iedes zweyHand voll, in einem mittelmäßigen Kesselvoll Wassers etivan eine halbe Stunde langgesotten, und hernach die Baume, dieweilsie blühen, etliche mchl damit besprengetwerden, so sollen alle Käfer und Ungeziefer,welche die Blüthe verderben, sterben undherab fallen. Diese Blüthen, wenn sie etwasausgeschlossen, geben ein gutes gebranntesMalier, welches vor die Röthe und den hi-tzigen Auswurff in dem Gesichte ein gar dien-lich Mittel. Die andere Art der guten Aepf-fei - Bäume sind die sogenannten Zwerg-Baume, welche auch Frany-Bäume ge-nennet, und durch besondere Psropff- undWartung also gezogen werden, daß sie kei-nen Stamm in die Höhe treiben, sondernbald über die Wurtzel sich in Zweige ausbrei-ten , und entweder zu Büschen erwachsenund mit der Scheere zu einer Kugel-förmi-gen Gestalt geschnitten, oder aber an Gelän-dern zu Spalier - Bäumen gezogen werden.Sie wollen auf zwey bis drey Jahr alteQuitten - oder Paradies-Aepffel-Stämmegepfropffet oder o^uUret seyn, welches beedeSnicht höher als etwan drey bis vier Zoll vonder Erde geschehen soll. Ein mehrers kanhiervon unter dem Worte Zwerg-Bäumenachgesehen werden.
Der wilde Apffel-Baum, so insgemein nurder Hol? Apffel-Baum genemiet wird, istein voliastiger, ungerader und sehr gekrümmterBaum, wclcher dahero nicht besonders hochwächset. Seine Blätter gleichen denen amguten Apffel-Banm, nur, daß sie um einziemliches kleiner sind, als diese: seine Blü-then haben eine schöne röthliche Farbe, undgeben einen angenehmen Geruch von sich, dieFrucht aber, wovon oben unter dem WorteApffcl bereits Erwähnuna geschehen, ist de-sto schlechter. Man findet diesen wildenApffel-Baum in Wäldern, Brahmen, anbergigten Orten, auch auf Reinen nnd Rän-dern. Er hat sonsten sowohl als der ein-heimische ein hartes und festes Holtz, wel-ches zu allerhand Drechsler - und Tisciier-Arbeit, ingleiche» von denen Müllern gernezu Mühl - Kämmen gebrauchet wird , soaiebt es auch ein gutes Brenn Holtz, undlässet sich trefflich zum Verhohlen brauhen.Seine Vermehrung geschiehet durch den Kern,aleich denen Gartcii-Apffel-Bäumen, wach-set aber meistens von sich selber, von denenKernen, so von denen Holiz - Aepffeln aus-E fallen,