29 Abrechliüg
A b s a k
Absatz
Abickied
Ordnung in unser» Sachsilchen banden, wieauch an andern Orten mehr, solcher Abraumdes Gehöres g.inplick unter,aal rn!d beyStraft verboten tsi. Siehe Rcut.
^lblcchliug, nennet man die üi ehren undStü'Heln von dem auSqedroschenen Getreide,weiche mit deüi Dre^ch-Flegel abgeschwgenworden, und sich von den Garben abgerühretund abgebrochen haben, auch aus der Tennebei?in Reine machen mit dem Recken oder Harken abgerechet, zusammen gethan, und vordie Wagen-Rosse, oder auch vor die Kühe ver-füttert werden. Die Bauern heisten es e-nigerOrten das Grobe, und von etlichen wird esauch das Rleins genaiint.
Abrufen, höret uian in den Städten undauck nunmehrs einiaer Orten auf dein Laudezur Nachtzeit die ordentlichen angenomme-nen Wiswter, weiche -«wisse, ihnen vorge-schriebene Gassen, Platze undOerrer begehe»,und darauf Acht haben müssen, das! durchFeuer, Dieberen, und dergleichen schädlichWesen daselbst kein Unglück entstehen, son-dern die Einwohner sicher und rnhia sevnmögen! Da sie denn alle Stunden durch einHern oderRaische einen kaut von sich geben,unddabe» abrufen, wieviel die Uhr erschlagen,um damit ihreAachsamc.it anzuzei en. Die-ses Abrufen geschiehet von des Abends? oder 10Uhr, bis des Moraens früh um ?, 4 und; Uhr,'nachdem die Nacht lang oder kürtz ist.
Abrus, ist ein Sommer-Gewächs, so an-ietzo bey uns in den Gärten anzutreffei!, vor-her» aber aus dem glückseligen Arabien nachEgypten gebracht worden, woselbst man des-sen Früchte zu speisen pfleget, welche dock sehr!hart zu verdauen; bei) nns aber dienen sieznur dem Frauenzimmer um etwas damit jaufzupiiken, und zu Belustigung des Auges:;Denn es bestehet diese Frucht in einer schönen >Cvrallen-rothen Erbsen, die an dem Orte, wosie an der Schelfe hanget, ein schwarzes Tüpf-gen hat. Sonst gleichet dieses hohe Stengel-Gwächs iu diesem Stück den TürckischmBohnen, die Blätter hingegen schliesse» sichmit der Sonnen Untergang, öffnen sich aberdes Morgens wieder.
Absatteln, oder den Sattel von einemReit-oder Zug-Pferde abnehmen. Diesessoll, wann ein Pferd erhitzt und schwitzend inden Stall kömmt, nicht sogleich, sondern, wannes vorhers etwas herum geführet worden, auchgenugsam erkühlet ist, geschehe», heruach-mals aber das Pferd von dem Knechte sauberabgewischet, abgerieben uud abgetrocknet, oderwenigstens mit einer warmen Frieß-Decke bele-get werden.
Absay, wird an einem Boden der Ort ge-nennet, da er in keiner geraden Linie fortgehet,sondern um eine oder wohl mehr Stuffen erha-ben ist; ingleiche» der ordentlich gerade Bo-den, wo er zum Erempel in den Garten an denWanden und Gangen durch einen Vorzug vonBuchs-Baum oder anderer Einfassung vhnge-fehreineEUe breitabgeschmt en, und Blumen«der allerley Stauden-Gewächse dahinein ge-seyet worden.
Absay, «„ einem Ktiefe!, Schuh, Pan-toffel, ist der hintere Theil an selbnen, dadurchdie Ferse des Fusses von dem Erdboden um et-was erhöhet wird. Wenn nun dieser nicht garzu hoch aemacht wird, lässet es sich auf solchenlehr bequem und gewiß geben Diese Absätzewerden entweder von starken über einander ae-pappeten Leder oder von Hol-; ansgeschnitten,welche lei-te, wenn üe nickt allzuspiki» untenzugehen, sondern da -ienilick breit sevn, a» dengemeinen Weibs - Pantoffel» Stamm-Höl-zer genenner werden. Die ledernen müssenv»n qanftcn Stucke», die hvll-ernen anSGtawm-Holtze verfertiget sey». Der Bauerbeschlagt sie übrigens der Dauer wegen mirZwecken. An manchen Orten hat man gucha» denen kleinen Stiele!» eiserne Absake,
Absängen oder Absauge!», so anckren genennet wird, «st eine Art vo» Pstosfenoder Pei^ei- der Baume, da ein aejcklachtesReis: unzervrschen aus eineunicht weit davonsiebende» geraden Wildling aepfropft, oderausgesetzet, und nickt ehe von seinen? Stammeabgeschnitten wird, bis es sich mit dem wildenStamme vereinbaret. Man setzet nemlicheinen Wildling oder wilden Stamm zu einemfruchtbaren und guten Baum, erwählet vonjedem derselben ein Zweiglcin, schneidet das-selbe auf drey oder vier Zoll lang von derRinde und von dein Hel^e etwas aus, bisfast an das Marck, bindet die Ausschnittegenau zusammen, daß die Rinde aus einan-der treffe, verbindet sie mit Hans, und ver-wahret sie mit Baum-Wachs und Anbindungau starcke Stäbe, so werden die zusammen ge-bundenen Reisser an einander wachsen. Wennsolches geschehen, und das Holy an demjeni-gen Orte, w? beede Neisser sjch mit einandervereiniget, etwas dicke worden, so wird erst-lich der zahme Zweig von seinem Mutter-Stamme abgesondert, hernach dem wildenStamm (welcher hieraus an einen gelegenenOrt, wohin man will, versetzet werden kan)alle übrige Zweige benommen, damit der völ-lige Saft zusammen in den aufgesekten zah-men Zweig getrieben werde. Dieses Absau-gen gehet an, füglichsten bey denen Baum-lein, so in Kübeln oder Befassen stehe»/ auchbey einigen Arten Blumen an.
Abschälen, s. Schalen der Däume.
Abschäumen, heisser, wenn von deni Äochedas am Feuer siedende Fleisch von dem sich losgekochten aufsteigenden Gascht gerei!>iqet,unddieser vermittelst eines Schaum Lössels, obenweggenommen wird, daß in der ausgekochtenBrühe weiter nichts von dergleichen zähenSchaum mehr zu finden.
Abschied geben , Heisset so viel, als einenDienst-Boten seiner bis daher geleistetenDienste erlassen, und ihn von seiner Unterthä-nigkeit los geben. Daher wird auch das Zeug-niß, so zuweilen von der Herrschaft einem sol-chen frey gegebenen ertheilet, niid wegen seinestreuen und redliche» Verhaltens in seinenDiensten ihm schriftlich ausgestellet wird, einAbschied geuennet. Ohne solchen Abschiedsoll nach vielen Gesinde-Ordnungen/ das Ge-sinde