Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
5-6
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5 Aal

Butter und etwasgelmderGewürtzegestossc!!.Diß alles »Hut man in ein Tvpffgen, grüßtMin und Brühe darzu, druckt Citrvncn-Sasstdarein und lassets ein wenig kochen. Feinernimmt man Eyer-Dotter, zerguirlet Mmir etlichen Tropffen Eßig in einem andernTvpffgen, der Eßig wird darum darzuaetha», damit eS nicht zusammen rinne) legtnoch ein Stückgen Butter darzu, und geus» dieBrühe, so im ander» Tvxssge» bereitet ist undsiedet, >n die Eyer, quirlet sie gantz kiar, da-mit eS ein wenig dicke werde. Letztlich wirddie Pastete aus dem Ofen genommen , aus-acschmtten, die Brühe hinein gegossen, seinumgerüttelt, auch Gafft von einer CitroneWein gedrücket. Man muß sie mir Zucker be-streue», oder man kan sie mit Lorbeer- Blätternund Blumen-Werck s-roiren. Oder: Nach«dem der Aal gewöhnlich zurechtgemacht, vor-bereitet und ein wenig mit Salk eingesprengerworden, lasset maniknsufdemRostüösrRoy-jeli ein wenia anlauffen, streuet aufdaSBmke-tm-Blat, so mit Sckmaltz überleget, ein we-nig braun-gerostete Semmel mit kleingeschnit-tenen Citronen-Schalen, Museaten-Blumen,Ingwer, ein wenig Nelcken, Lorbeer-Blät-ter und etwas dürren Roßmarin, leqt über die-ses alles den Aal und bestreuet ihn wieder Mitdem übrigen Gewürtz, thut auch noch einigeStücken Schmals darüber, macht einen De-ckel über die Pastete, setzet sie in Ofen undbäckt sie sein Gold-gelb ab. Die Brühe darzuist folgende: Brennet etwas Mehl in braunerButter, gieffetaufdiesesWein, Essig, Brühe,oder an deren stat Petersilien-Wasser, thutnoch hinzu. Citronen - Scheiben und Capern,lasset alles mit einander kochen, füllet a!S-deuu die Brühe, welche, wenn ihr wollet,auch mit etwas Zucker süsse gemacht werdenkau, in die Pastete und rüttelt alles sein gemachherum.

CinenAal zu braten, geschiehet entwederam Spieß und an? dem Rost oder nach Hol-ländischer Manier in der Pfanne. Am Spießzu braten, stecket man die Stücken, nachdemsie vorhero gehörig zubereitet, mit Pfeffer undCaliz wohl überstreuet,ui Eßig auseineS'nndelaug also gleichsam mürbe gebeitter, an eine»Spieß, und umwindet oder bestecket selbigemit Salbey-Blattern; zuweilen pflegt mandiese Stücken mit Speck zu spicken, wie dieDinen oder ander Wildprel, mgleichen bedie-nen sich einige stat des Specks der Citronen-Gchalen, welche sie als Speck schneiden, undsolche vorher» in Wasser, daß das bittere her-aus komme, wohl absieden laste». Wahren-der Zeit, als er bey einem nicht gar zu gehlin-gen Feuer gebraten wird, soll man ihn fleißigmir gefchnivlkerier heisser Butter bemessen,darein einigen Wein, Saltz, etwas Pfeffer,Eßig und Musealen - Blumen mit wenigerkleingehackter Salben vermischen. Derglei-chen 5znc<- ist auch dienlich darüber anzurich-ten ; Die c^imnire aber darzu sind halbeCitro-nen. Ausser dieser kau man auch folgendes--!c!!en-Sauce gebrauchen: Brennet eii! wenigMehl in hcisser Butter braun., giesset darein

Aa! ^ »

ein wenig Wein, Fleisch-Brüh oder an dererstat in der Fasten Petersilien-Wajjer, thutdarein Citronen-Schalen,Musealen.Blumen,etwas Ingwer,etliche gantze Zwiebeln nntNel-ken besteckt, welche aber bey dem Anrichtendavon genommen werden,in dieseBrühe rühretz bis 4 etliche Stunden gewässerte und nach-dem klein geschnittene8l»c!«nxn, und lasset esgemächlich kochen. DieseBrühe wird in dieSchüssel angerichtet, und der Aal als eine»icuil- daderum geleger. In der Pfanne zubraten, dergleichen VieHvilander einen psa,^en-?la! nenne», werden diezurechtgemachts,und mit Saltz wohl eingeriebene Stück.ien,so etwa eines Fingers lang, dichte a» einandergesetzet, daß s-e die Pfanne oder O.i-ero! aussüi-len, nach diesem giessen sie ein paar Löffel Weinoder Wasser daran, streuen grüne kleingehackteSalbeU darüber, setzen solche aufK'shl-Feaer,l decke» die Psanne oder OsSerol oben zu, undwenn die Aalstücke» bald halb gahr seyn, »la-chen sie auf den Deckel auch Kohl Fetter, daßder Aal überall braun werde. Bey dem An-richten wird er mit seinem eigenen Fett be-gossen, und die tZarnirurs sind halbe Citronen.

Änen Aal z» kochen: Das ist ein Gerichtevor gemeine Leute an den Orten, wo dieseFische in Menge anzutreffen. Sie nehmenaber die kleinen Aale, reiben sie mir heisserAsche, und reinigen solche, schneiden sie nachdiesem in kleine Stück!ein, und kochen sie auSSaltz und Wasser mit etwas Eßig, und ein paar5>jüde vell Haber-Griche darzu gethan, l>menaach wohl kiem geschnittene Pelersi'icn Wur-zeln mit kochen, und essen endlich dieses Ge-richte mit Löffeln, wie die Suppe», daher eSauch eine Aal-Suppe genennet wird.

Einen Aal zumurimren: Wenn dieser vor-bereitet, nicht ul Stücken, sondern imr einigeKerbe» darein geschnitten worden, pflegt manihn aus dem Rost, iedoch mit Baum-Oekund nicht mit Salbey zu braten. So er gahrgebraten, wild er, nachdem er kalt geworden,folgender Gestalt einaeleat: Man legt in einreines wohlverwahrtes Faßgen unten auf denBoden Lorbeer-Blatter, etwas Roßmarin, Ci--trsnen-Schaale und gantze Gewürtz, darnacheine Lage Aal, ferner nur erwehnte Zp-cis«,und d.u'mit wird wechsels-weise fortgefahren,bis das Faßgen voll, so daß die obere letzteSchicht abermahl dieSpecles ausmachen; die-ses wird, wenn vorher» guter Eßig und Baum-Oel über das eingelegte gegossen worden, mitdem oberste» Boden vermachet, feste »erpichet,und lagliey umaestürtzet, daß es nicht verderbe.Dergleichen giebt eine guteFasten-Speife ab,und ist vs» mir gute»! Geschmack, nur muß,wenn einmahl das Fäßgen ausgemacht, solchesnach einander verbraucht werden.

Eine» Aal zu räuchern ohne ^aut: Mai!Kreistet erst dem Aal die Haut ab, schneidet ihnauf, und nimmt das Eingeweide heraus, legtum, nachdem er wohl eingesalken, in ein Ge-schirr, dämme» er alle Tage kau umgekehrerwerden. Nachdem wird er heraus genommen,gantz treuge abgetrocknet, und da ihm ein Spießdurch de»KoM gsstossen worden,an cinemOrt,A 2 wo